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Kategorie: Social Media Marketing

Die Macht der Sozialen Netzwerke


Immer wieder hört man, dass die Technologien, die unter den Oberbegriff „Social Media“ fallen, zu den bedeutsamsten der Gegenwart gehören. Insbesondere die Sozialen Netzwerke wie Facebook und Twitter ermöglichen eine schnelle, weltweite Verbreitung von Nachrichten und Meldungen. Doch noch immer gibt es Zweifler, die nicht so recht an den Erfolg dieser netzartigen Verbreitung glauben. Wie schnell Meldungen tatsächlich rund um den Globus verbreitet werden, zeigt das Beispiel Morgan Freeman.

Morgan Freeman ist tot

„Der beliebte Schauspieler starb am Donnerstag, 06.09.2012, im Alter von 75 Jahren …“ – so begann eine Facebook-Meldung, die seit vergangenem Freitag in dem Sozialen Netzwerk Facebook seine Kreise zog. Wie groß diese Kreise waren, zeigte sich prompt: seine eigens für ihn „posthum“ eingerichteten Facebook-Fanseite hatte bereits nach wenigen Tagen fast 750.000 Fans – Tendenz steigend.

Blogs verbreiten Falschmeldungen

Auch die Bloggerszene blieb von dem Fake nicht verschont, ähnlich wie vor einigen Wochen bei der Apple-Schraube: fleißig wurden Artikel geschrieben und publiziert, die sich mit dem Ableben des beliebten US-Schauspielers befassten. Dem trugen auch Suchmaschinen wie Google Rechnung: alleine unter dem Suchbegriff „Morgan Freeman tot“ sind über 200.000 Ergebnisse zu finden.

Morgan Freeman tot, Bill Cosby tot

Morgan Freeman ist inzwischen an solche “faking-posts” schon gewöhnt: bereits vor zwei Jahren erschien eine gleichlautende Meldung, die sich glücklicherweise ebenfalls als Ente herausstellte. Auch Bill Cosby würde nicht mehr unter den Lebenden weilen, würde man dementsprechende Meldungen auf Facebook Glauben schenken. Wer sich immer wieder solche makabren „Scherze“ ausdenkt, ist ein Rätsel. Obwohl solch ein Procedere indiskutabel ist: dankbar muss man dieser Person trotzdem sein. Sie beweist, welch Macht die Sozialen Netzwerke und somit ihre Nutzer haben. Richtig angewendet, kann aus dieser Macht Profit für das eigene Unternehmen gewonnen werden.

Zu viele fake-posts machen Meldungen in Sozialen Netzwerken unglaubwürdig

Ein gelegentlicher Beweis der Macht von Facebook, Twitter und Co ist zwar ganz praktisch für diejenigen, die Social Media Marketing betreiben wollen, birgt aber auch eine Gefahr: wenn zu viele derartige fake-posts veröffentlicht werden, verkommen die Sozialen Netzwerke irgendwann auf Boulevardblatt-Niveau. Wer dann dort etwas veröffentlicht, muss damit rechnen, dass seine Meldung ebenso wenig glaubwürdig erscheint wie viele andere. Die Konsequenz wäre, dass der zukunftsträchtige Bereich des Social Media Marketings verkümmert, anstatt zu wachsen. Ein Alptraum für alle, die das große Potential erkannt haben, dass in diesen Technologien steckt, und die es sinnvoll nutzen möchten. Von daher ist jedem, der sich über die Wichtigkeit der Sozialen Netzwerke im Klaren ist, dringend vom Veröffentlichen irgendwelcher Falschmeldungen abzuraten…

„Zuerst denken – dann klicken“

Zum Glück steht der Facebook-Nutzer nicht alleine vor der Aufgabe, Fake-posts von echten unterscheiden zu müssen: Die Initiative „Mimikama.at“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, besagte Fakes auf Facebook herauszufinden und zu veröffentlichen. Unter dem Motto „ zuerst denken – dann klicken“ waren mimikama auch davor, zu schnell irgendwelche Meldungen zu „liken“. Ein Gedanke, den sich jeder Nutzer verinnerlichen sollte, denn nur durch überlegtes und kontrolliertes Liken haben a) augenscheinliche Falschmeldungen keine Chance auf einen weiten Verbreitungsradius, b) werden wirklich nur die Posts für gut befunden, mit denen sich der Nutzer näher beschäftigt hat und c) – last not least – schützt der Nutzer sich selbst. Mal ehrlich: wer hat nicht schon aus Versehen durch unüberlegtes Liken Maleware heruntergeladen oder ein Abo abgeschlossen?!?

Graphik: © rubysoho-Fotolia.com

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