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Kategorie: Internet Business

Die Macht der Blogger am Beispiel des Apple-Schraubendrehers


Seit Jahren zeigt sich ein Trend, der von studierten Journalisten eher misstrauisch beäugt wird: immer mehr Menschen fühlen sich dazu berufen, zu bloggen, das heißt, Artikel zu verschiedensten Themengebieten zu schreiben und/oder ihre Meinung auf eigens dafür eingerichteten Blogs zu äußern. Experten bestätigten, dass die Macht, die diese Blogger besitzen, immens ist. Wie groß sie wirklich ist, zeigt ein interessantes Beispiel aus jüngster Vergangenheit: die Geschichte mit dem Schraubendreher von Apple.

Der Apple-Schraubendreher – speziell für Apple-Geräte entwickelt

Dass Apple in vielerlei Hinsicht ein Trendsetter ist, wird niemand bestreiten. Auch die Tatsache, dass viele seiner Geräte nicht kompatibel mit jenen anderer Hersteller sind, ist hinlänglich bekannt. Warum sollte das Unternehmen also keinen Schraubendreher herstellen, der ausschließlich für spezielle Apple-Schrauben ausgerichtet war? Schrauben, die an jedem Gerät dieses Herstellers zu finden sind…

Mit diesem Gedanken befassten sich pfiffige Mitarbeiter der schwedischen Designerschmiede Day4 und publizierten auf einem Blog einen diesbezüglichen Artikel. Demnach sollten nunmehr sämtliche Apple-Schrauben nur noch mit diesem speziellen Werkzeug zu drehen sein.

Die Macht der Blogger

Interessanterweise zweifelte kaum einer daran, dass es sich bei diesem Artikel um ein Fake handelte. Im Gegenteil: der Content wurde fleißig kopiert und auf allen möglichen Blogs, Internetseiten etc. veröffentlicht. Lediglich 10 % der Autoren waren bezüglich des Wahrheitsgehalts des Textes skeptisch und taten dies auch kund. Wie dem auch sei: ein Gerücht, gepaart mit einem großen Namen, geht in Windeseile um die Welt. In diesem Fall klärte der Urheber die mehr oder weniger ahnungslosen Leser im Nachhinein jedoch auf. Was aber wäre, wenn jemand absichtlich Unwahrheiten verbreiten würde? Ebenso wie die Geschichte mit dem Apple-Schraubendreher würden auch diese schnell und weit verbreitet werden. Für jemanden, der als Zielscheibe für böswillige Verleumdungen gilt, ein Alptraum. Andererseits ist das Internet die perfekte Plattform, um wichtige Neuigkeiten zu verbreiten. Dass es funktioniert, hat Day4  gerade bewiesen…

Phantasie ist gefragt

Nur mit dem Strom zu schwimmen, wird keinen Blog- oder Webseitenbetreiber langfristig nach vorne bringen. Wenn er nicht unbedingt auf eine provokative Art und Weise auf sich aufmerksam machen möchte, ist Phantasie gefragt. Phantasie, wie sie Day4 bewiesen hat. Denn das schwedische Unternehmen hat nicht nur gezeigt, wie mächtig die Blogger wirklich sind (und wie vertrauensselig die Leser), sondern auch von sich selbst reden gemacht – eine bessere PR kann sich kein Unternehmen wünschen…

Graphik: © rubysoho-Fotolia.com

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