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Kategorie: Pressearbeit

Pressemitteilung Erstellen: Welche Medienkonventionen sind zu beachten?


Beim Pressemitteilung Erstellen sind nicht nur deren Aufbau sowie inhaltliche und sprachliche Kriterien von Bedeutung, sondern auch die Medienkonventionen. Als „Medienkonventionen“ werden Konventionen bezeichnet, welche Allgemeingültigkeit in den Medien besitzen. Wenn diese beachtet werden, ist die betreffende Pressemitteilung für den Redakteur nicht nur einfacher zu lesen und – im Falle einer Veröffentlichung – zu verarbeiten, sondern zeigt ihm auch, dass der Ersteller über journalistische Kenntnisse verfügt.

Medienkonventionen beim Pressemitteilung Erstellen: Zahlen schreiben

Eines der häufigsten Probleme, vor denen man beim Pressemitteilung Erstellen steht, ist die Schreibweise von Zahlen. Hierfür gibt es eine ganz einfache Regel: Zahlen von „eins“ bis „zwölf“ werden in Worten geschrieben, ab „13“ in Ziffern. Es macht also keinen Sinn, eine Pressemitteilung besonders schön gestalten zu wollen und „siebentausenddreihundertachtzig“ auszuschreiben: nicht nur die Optik leidet arg darunter, auch die Lesbarkeit einer solchen Zahl ist nicht unbedingt gegeben.

Achtung: wenn zwei Größen miteinander verglichen werden, werden die betreffenden Zahlen grundsätzlich ausgeschrieben: „Das Produkt wiegt zwischen 12 und 14 Kilogramm.“

Medienkonventionen beim Pressemitteilung Erstellen: Maßeinheiten ausschreiben!

Gerne werden Maßeinheiten in Form von Abkürzungen beziehungsweise Zeichen geschrieben: „cm“, „kg“, „%“. Dies ist bei vielen Textarten auch gestattet, nicht aber in den Printmedien: die meisten Printmedien verwenden die ausgeschriebene Schreibweise: „Zentimeter“, „Kilogramm“, „Prozent“.

Dasselbe gilt auch für Werteinheiten: „Euro“ statt „€“; „US-Dollar“ statt „$“, „D-Mark“ statt „DM“.

Medienkonventionen beim Pressemitteilung Erstellen: Erwähnung von Personen und Unternehmen

In der Regel ist es so, dass in einer Pressemitteilung Personen namentlich erwähnt werden; beispielsweise der Unternehmensgründer, der Chef oder einfach jemand, auf den sich die betreffende Pressemitteilung bezieht. In diesen Fällen ist es wichtig, dass der Name dieser Person komplett ausgeschrieben wird, und zwar sowohl der Vor-, als auch der Nachname. Ist ein akademischer Titel vorhanden, kann dieser ebenfalls erwähnt werden, allerdings streichen einige Medien diesen bei der Veröffentlichung.

Wird das Unternehmen erwähnt, so muss dies ebenfalls vollumfänglich geschehen. Sinnvoll ist es natürlich, die Art des Unternehmens noch anzugeben: „Heinrich Müller AG“ wird kaum jemandem ein Begriff sein; „die hannoversche Möbeltischlerei Heinrich Müller“ gibt einen detaillierteren Einblick über das Unternehmen.

Medienkonventionen beim Pressemitteilung Erstellen: Pressemitteilung Länge und Gliederung

Wie lang darf eine Pressemitteilung sein? Grundsätzlich gilt, dass sie nicht länger als zwei Din A4-Seiten sein sollte. Diese beiden Seiten sollten zudem keinesfalls randvoll im wahrsten Sinne des Wortes sein: ein ausreichender Rand sollte unbedingt gelassen werden. Dieser soll es dem Redakteur ermöglichen, Ergänzungen oder Korrekturzeichen zu notieren.

Wenn es sich bei der Pressemitteilung um einen längeren Text handelt, so sollte dieser unbedingt in mehrere Abschnitte gegliedert werden, welche durch eine Zwischenüberschrift gekennzeichnet werden.

Auch sollte zwischen den einzelnen Zeilen ein Abstand von mindestens 1,5 gelassen werden: ein zu eng geschriebener Text ist nicht gut lesbar und ermüdet den Leser zudem schnell – keine guten Voraussetzungen, wenn der Ersteller einer Pressemitteilung den Wunsch hat, der Redakteur möge sich mit dieser beschäftigen…

In Fällen, in denen es dringend erforderlich ist, in eine Pressemitteilung mehr Informationen zu stecken, als auf zwei Din A 4-Seiten passt, sollten diese Informationen in Form von zusätzlichem Material gegeben werden. Dieses kann beispielsweise eine Produktbeschreibung, ein Schaubild oder eine Statistik sein, welche im direkten Zusammenhang zu der Pressemitteilung steht. Wichtig hierbei ist, dass die Pressemitteilung auch ohne Verwendung dieses Zusatzmaterials Sinn macht und somit auch ohne dies veröffentlicht werden kann.

Welche sprachlichen Anforderungen bei einer Pressemitteilung relevant sind, erfahren Sie hier.

 

Graphik: © Rafael Olechowski – Fotolia.com

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