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Neue Risikoklassen für Zertifikate - Regulierung mischt Karten neu

Verteilung auf Risikoklassen für DAX-Zertifikate

Die Finanzaufsicht (ESMA) schreibt künftig vor, wie Risikoklassen ermittelt werden. SmartTrade hat diese Berechnung für mehr als 40.000 Zertifikate auf den DAX durchgeführt.

Das Ergebnis: 80% der derzeit am Markt verfügbaren Zertifikate mit dem Basiswert DAX entfielen auf die drei höchsten Risikoklassen. Überraschend: Für fast jedes zwölfte DAX-Zertifikat ergibt die Berechnung die niedrigste Risikoklasse (eins). Auffällig auch: Keines der fast 16.000 Discount-Zertifikate wird in die höchste Risikoklasse (sieben) eingestuft.

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Zum Hintergrund: Die ESMA verlangt im Rahmen der PRIIPs-Regulierung von allen Finanzprodukt-Anbietern künftig den Ausweis eines Gesamtrisikoindikators (Summary Risk Indicator, SRI).

Dieser soll sämtliche Risikoinformationen eines Finanzprodukts für Privatanleger durch die Einordnung in eine von sieben Risikoklassen verdichten (siehe dazu: Consultation Paper - PRIIPs Key Information Documents). Der SRI muss künftig täglich für jedes Zertifikat neu errechnet und ausgewiesen werden.

Für die Ermittlung des SRIs hat die ESMA klare Vorgaben gemacht: Sie basieren für Zertifikate neben dem Bonitätsrisiko des Emittenten auf einem speziellen Value-at-RiskAnsatz (bootstrapping method) zur Ermittlung des Marktrisikos.

Dabei wird eine umfangreiche Simulation durchgeführt, in der mehr als 10.000 mögliche Rendite-Szenarien abgebildet werden. Aus der Verteilung dieser Szenarien lässt sich der sogenannte Value-at-Risk ermitteln. Er stellt das Rendite-Szenario dar, das in nur 2,5% der Simulationen unterschritten wird.

SmartTrade hat für einen der beliebtesten Basiswerte den DAX sämtliche Bonus-, Bonus-Capped- und Discount-Zertifikate am Markt nach den Vorgaben der ESMA bewertet. Insgesamt wurde der SRI für 40.975 Zertifikate berechnet.

 

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