Aktuelle Pressemitteilungen

Politik/Gesellschaft

Soll Israel den Iran angreifen?

Israel: Ein Land wird bedroht....

Operiert Israels Regierung wirklich im Interesse Israels, wenn es Iran öffentlich droht?

Daß Israel möglicherweise zukünftig Ziel eines Raketenangriffs mit konventionellen Sprengköpfen aus dem Iran wird, erscheint möglich, wenn Iran Raketen entwickelt hat, die die entsprechende Distanz überwinden.

Daß Israel Ziel eines atomaren Angriffs aus dem Iran wird, erscheint nicht sehr wahrscheinlich. Ein Versuch, Israel atomar auszulöschen, würde nicht nur Israel treffen, sondern alle benachbarten arabischen Staaten nuklear verwüsten, deren Interessenwalter Iran doch zu sein vorgibt.

Aus dieser Sicht ist ein präventiver Schlag Israels gegen den Iran wegen der nuklearen Rüstung ohne jede Logik.

Nicht ganz ohne Logik ist, mit einem Militärschlag gegen den Iran zu drohen. Auch damit kann man möglicherweise politische Zugeständnisse des Iran erzwingen. Aber es ist ein Spiel mit dem Feuer...

Aus Sicht des Irans könnte ein Militärschlag, z.B. durch Raketenangriffe der Hisbollah, zwingend erscheinen, um den Präventivschlag Israels zuvorzukommen. Vor der arabischen Welt und möglicherweise auch völkerrechtlich läßt sich so ein Angriff leichter rechtfertigen,nachdem Israel mit einem Präventivschlag öffentlich gedroht hat.

Daß der präventive Schlag Israels gegen Iran in Israel diskutiert wird, liegt natürlich auch an den erfolgreichen Angriffen auf den Reaktor Osirak im Irak und die syrische Atomanlage. Beide Angriffe waren nicht nur erfolgreich, sondern auch für Israel ohne negative Folgen.

Im Fall Iran sind die Voraussetzungen aber völlig anders: Die Entfernung und Verbunkerung macht den Erfolg eines Präventivschlags unwahrscheinlich. Eine Reaktion Irans - z.B. auch über die Hisbollah- wäre höchst wahrscheinlich.

Hans-Peter Oswald
http://www.domainregistry.de

 

Disclaimer: Diese Pressemitteilung wird für den darin namentlich genannten Verantwortlichen gespeichert. Sie gibt seine Meinung und Tatsachenbehauptungen und nicht unbedingt die des Diensteanbieters wieder. Der Anbieter distanziert sich daher ausdrücklich von den fremden Inhalten und macht sich diese nicht zu eigen.