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HKTDC Studie: Lebhaftes Weihnachtsgeschäft lässt auf positive Entwicklung in 2014 hoffen

Das Weihnachtsgeschäft 2013 gibt Anlass für Optimismus. Foto: HKTDC.

Das Weihnachtsgeschäft gilt in der Regel als Indikator für die Stimmung und Kaufkraft der Konsumenten und dient dazu, Prognosen für das folgende Wirtschaftsjahr aufzustellen.

Dies betrifft inzwischen nicht nur Länder, in denen seit jeher Weihnachten gefeiert wird, sondern auch eine Reihe von Märkten, in denen das Fest keine Tradition hat. Dazu gehört unter anderem China. In dieser Saison waren vor allem Produkte der Unterhaltungselektronik gefragt, aber auch Schmuck und andere Luxusartikel legten zu.

Bei der Vorstellung einer aktuellen Studie des Hong Kong Trade Development Council (HKTDC) zum Weihnachtsgeschäft, erläuterte Daniel Poon, HKTDC Principal Economist (Global Research), dass die zu erwartende globale Konjunkturerholung das Konsumverhalten positiv beeinflussen werde. Dabei sei aber von einem vorsichtigen Verhalten der Konsumenten auszugehen: "Die Frage nach dem Preis-Leistungsverhältnis wird weiterhin der wichtigste Faktor für die meisten Konsumenten sein. Immer mehr von ihnen nutzen das Internet zum Einkaufen, da sie online Produktinformationen einholen und Preise vergleichen können."

Die Studie des HKDTC zeigt unter anderem einen Anstieg der Verkäufe in den USA und den Schwellenländern. Im Rahmen der wirtschaftlichen Erholung und einer erstarkten Börse in den USA, stieg das Weihnachtsgeschäft dort um bis zu 4 Prozent. In Europa lieferten vor allem Deutschland und Großbritannien positive Zahlen.

Auf Grund der stabilen Wirtschaft blieb die Konsum-Stimmung in China positiv. Dazu trugen die Lohnerhöhungen des letzten Jahres bei. Insgesamt lagen die Einzelhandelsumsätze in den ersten elf Monaten 2013 um 13 Prozent über Vorjahr, wobei allein im November ein Anstieg von 13,7 Prozent zu verzeichnen war. Die Zahlen spiegeln nicht nur das stabile Wachstum wider, sondern zeigen auch, wie sehr sich das Weihnachtsfest mittlerweile vor allem in den städtischen Gebieten etabliert hat. Insgesamt wächst auf dem chinesischen Festland der Einzel- und Onlinehandel für die meisten Konsumgüter stetig.

In Europa zeigte sich vor allem in Deutschland ein günstiges Einzelhandelsklima. Hier wirkten sich der gute Arbeitsmarkt und steigende Löhne aus. Am liebsten verschenkten die Deutschen 2013 Unterhaltungselektronik, darunter vor allem Smartphones. Traditionelles Spielzeug wie Puppen, Holzspielzeug, Bau-Sets und Brettspiele erfreuen sich zwar weiterhin großer Beliebtheit, aber auch elektronische Spielkonsolen, Smart Toys und elektronisches Lernspielzeug waren begehrt. Auf Grund des milden Winters schwächelten die Umsätze der Bekleidungsindustrie, etwa beim Verkauf von Winterkleidung und Schuhen. Die Schmuck- und Uhrenbranche erlebte dagegen im Vergleich zum Vorjahr einen leichten Aufschwung, dies galt vor allem für hochwertige Teile.

Insgesamt wertete Daniel Poon die Ergebnisse der Studie als positiv für die Hongkonger Firmen. Allerdings müssten sie weiterhin die Einstellung der Konsumenten zum Preis-Leistungsverhältnis und dem Onlineeinkauf berücksichtigen. Beides habe zur Folge, dass Importeure und Händler vorsichtig in Bezug auf Bestellmengen, Lieferzeiten und Preise agieren. Neben einer Erweiterung des Onlinevertriebs wird zudem mit einer Diversifizierung der Sourcing- und Herstellstandorte - weg vom chinesischen Festland hin zu anderen, kostengünstigeren Standorten in Asien - gerechnet.

Die Studie empfiehlt Hongkonger Unternehmen neben den traditionellen Märkten den Ausbau in den aufstrebenden Märkten wie etwa Lateinamerika und Zentral- und Osteuropa zu forcieren. Hier böten sich vielversprechende Geschäftschancen. Von großer Bedeutung bleibe auch das chinesische Festland, wo sich die Regierung um eine Stärkung der Inlandsnachfrage bemühe, um ein ausgewogeneres Wachstum zu erreichen. Dies eröffne auch für solche Hongkonger Unternehmen neue Möglichkeiten, die sich bisher mehr auf Exporte in Überseemärkte konzentrieren.

Insgesamt deckt die Studie Ergebnisse aus den USA, der EU, Japan, China und Lateinamerika ab.

 

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