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Einführung eines Liquiditätstransferpreissystems: Verrechnungssysteme in kleineren Instituten

Welcher Tranferpreis ist für den Liquiditätspuffer zu zahlen?

Aus der Sitzung des Fachgremiums MaRisk der BaFin geht hervor, dass die meisten kleineren Institute sich noch in der Phase der Erstellung eines Konzeptes zum Einsatz von Verrechnungssystemen befinden.

Liquiditätskosten und –nutzen werden bereits teilweise im Bereich der Kalkulation verarbeitet. Die Preise der erwarteten Liquiditätsbindung werden derzeit jedoch zu meist noch nicht separat ausgewiesen und in Rechnung gestellt bzw. vergütet. Die interne Liquiditätssteuerung erfolgt häufig über Volumenlimite und nicht über interne Verrechnungspreise. Diese Art der Steuerung kann ein Verrechnungssystem nicht ersetzen. Des Weiteren sind für die Institute hinsichtlich der Verwendung einer Deckungsbeitragsrechnung bezüglich der Nachkalkulation Fragen offen. Festzuhalten gilt, setzt ein Institut die Deckungsbeitragsrechnung bezüglich der Nachkalkulation ein, wird die Aufsicht diese in die Prüfung eines Verrechnungssystems mit einbeziehen.

Des Weiteren zeigt die Diskussion im Fachgremium der BaFin die Problematik der Verrechnung der durch den Liquiditätspuffer entstehenden Liquiditätskosten.

Der Liquiditätspuffer eines Instituts ist abhängig von der Risikotoleranz des entsprechenden Instituts und setzt sich deshalb institutsspezifisch zusammen. Anfallende Opportunitätskosten können demnach nicht einheitlich bestimmt werden.

So zeigen sich – nicht überraschend – bei den Verbänden kleinerer Institute unterschiedliche Ansätze hinsichtlich der Berücksichtigung von indirekten Kosten aus dem Liquiditätspuffer. Derzeit werden die indirekten Kosten entweder überhaupt nicht berücksichtigt oder sie werden umgelegt.

Problematisch ist derzeit auch noch die Behandlung der Eigenanlagen, die nicht zum Liquiditätspuffer zählen, zu sehen. Eigenanlagen stellen Aktiva niedrigerer Qualität mit höheren Liquiditätsrisiken dar. Die Vermischung von Liquiditäts- und Bonitätsrisiken lässt sich schwer angemessen vermeiden. Es wird von den Teilnehmern des Fachgremiums vom 18.06.2013 angemerkt, dass die Zerlegung der Spreads in Einzelkomponenten schwierig sei. Bislang werden bei kleineren Instituten regelmäßig die Liquiditätsrisiken der Eigenanlagen vernachlässigt.

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