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"Unsere Duale Welt" - Zum Tode von Robin Williams

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Unsere duale Welt - oder wie geht es uns mit unserer inneren und äußeren Welt. Samy Bakry über unsere Schwierigkeiten, ein glückliches Leben zu führen.

Wir Menschen leben dual, in einer äußeren sowie inneren Welt. So teilen wir die äußere Welt ein in Tag und Nacht, Mann und Frau, Minuspol und Pluspol, Gott und Teufel, Himmel und Paradies, die Materielle Welt und die Geistige Welt, auch atmen wir ein und wieder aus. Vieles ist scheinbar in einer Dualität geordnet.

Auch in der inneren Welt unserer Gefühle, Emotionen und inneren Zustände bewegen wir uns zwischen zwei Polen wie Verzweiflung und Hoffnung, Kränkung und Versöhnung, Traurigkeit und Freude, Irrtum und Wahrheit, Angst und Liebe.

So erleben wir immer wieder Menschen, ob sie nun berühmt sind oder nicht, Menschen die doch scheinbar alles haben: Geld, Macht, Ruhm, Anerkennung und beruflichen Erfolg, Familie und Freunde - und die dann doch den Freitod zu "wählen"- zum Entsetzen der Angehörigen, Freunde und all der Menschen, die diese "Entscheidung" einfach nicht verstehen können.

Und alle, die zurück bleiben, stellen sich die gleiche hilflose Frage: Warum?

Wir wissen nur, das diese Menschen, ob nun für Außenstehende sichtbar oder nicht, in Ihrer inneren eigenen Welt tief traurig sind. Ihre Welt scheint grau und ohne lebenswertes Ziel. Sie sehen oft keinen Sinn mehr in dem was sie tun und manchmal empfinden sie sogar keinen Sinn im Leben überhaupt. Sie sind ihres Lebens sprichwörtlich müde, sodass sie es für immer beenden wollen. Wenn die Angst vor dem Sterben und dem Tod die größte Angst der Menschheit ist, wie viel Mut muss ein Mensch haben, um diesen Schritt "freiwillig" zu gehen? Doch dürfen wir in solch einem Fall überhaupt von freiwillig sprechen?

Robin Williams hat am 11. August 2014 seinem Leben ein Ende gesetzt. Robin Williams: ein Mensch, der so vielen Menschen ein Geschenk war. Der Menschen durch seine liebenswerte Person und seine Filme inspiriert, zum Weinen und Lachen gebracht hat. Der von vielen als einfühlsam und liebevoll beschrieben wurde. Ein Mensch, der scheinbar alles "hatte", was ein Mensch zum Glücklichsein braucht. Und doch scheint er nicht glücklich gewesen zu sein.

Wir dürfen immer mehr verstehen, dass es unsere Aufgabe im Leben ist, uns um beide Welten gleichermaßen zu kümmern - die innere und die äußere. Sie zu verstehen als zwei Pole, die, je harmonischer sie zueinander stehen, umso glücklicher unser Leben sein wird. Eine Gewichtung auf nur eine Welt - nur meditieren und sich komplett der materiellen Welt entsagen (soweit das überhaupt geht), oder sich ausschließlich auf materiellen Wohlstand und Konsum zu konzentrieren - ist aus unserer Sicht nicht der Weg zu einem harmonischen und glücklichen Leben.

So wie wir unseren Körper außen Hygiene zu kommen lassen, ist Gedankenhygiene ein wichtiger Aspekt unseres Lebens. Schon Konfuzius wusste um die Macht unserer Gedanken und Ihr Einfluss auf unser Leben. Wenn wir von klein auf lernen, Verantwortung für unsere Gefühle zu übernehmen, sinkt das Gefühl der Hilflosigkeit und Traurigkeit und das schöne Gefühl der "Macht" über unseren inneren Zustand wächst.

Denn niemand und keine Situation im Außen kann ein Gefühl in uns "hineintun". Gefühle entstehen in uns ausschließlich durch die "Qualität" unserer Gedanken. Durch unsere Bewertung dessen, was wir im außen erleben, entsteht erst unser innerer "Zustand".

Wir wissen, dass Meditieren und das Lenken unserer Gedanken auf Dinge, die in uns ein Gefühl der Dankbarkeit und Freude auslösen, enormen positiven Einfluss auf unseren inneren Zustand haben. Doch das sind wir nicht gewohnt. Von Kind an werden wir erzogen, mehr auf Negativität zu achten. Wir haben der Negativität zu viel Raum und Zeit gegeben. Nicht umsonst empfiehlt der Dalai Lama in Schulen allen Kindern jeden Tag acht Minuten der Meditation. Schon dieses kleine Zeitfenster wäre ein großer Beitrag zu mehr Freude, Harmonie und Frieden in der Welt!

Frieden und Freude sollten wir uns auch in unseren Beziehungen gönnen, zuerst in unserer Beziehung zu uns selbst. Je "geerdeter" diese Beziehung ist, desto harmonischer, schöner und friedlicher wird unsere Beziehung zu anderen Menschen, Lebewesen und unserer Umwelt insgesamt.

Samy Bakry, www.emoratio-paarberatung.de