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Gebäudehülle im Fokus

Zusammen mit Unipor-Mauerziegeln bilden die Ziegel-Systemkomponenten eine energieeffiziente Gebäudehülle (Bild: Unipor, München).

Aus einer Hand: Unipor-Systemprodukte für energetische Optimierung

Steigende Anforderungen an die Energiebilanz von Gebäuden erfordern innovative Baustoff-Lösungen. Mit der richtigen Planung lassen sich dann auch anspruchsvolle energetische Ziele realisieren. Eine ideale Lösung bietet die monolithische Ziegelbauweise. Ergänzt durch intelligente System-Komponenten, bilden hochwärmedämmende Mauerziegel eine stabile, energieeffiziente und wohngesunde Gebäudehülle. Aus diesem Grund versteht sich die Unipor-Ziegel-Gruppe (München) immer mehr als Systemanbieter von nachhaltig aufeinander abgestimmten Wandbaustoff-Lösungen. Diese Philosophie zeigt sich aktuell in der einzigartigen Mauerziegel-Gattung "Unipor Silvacor": Mit ihrer natürlichen Dämmstoff-Füllung aus reinen Nadelholzfasern erreicht diese ökologische und bauphysikalische Bestwerte.

Die energetischen Ziele der Zukunft sind hoch gesteckt: Ab 2021 sollen laut Klimaschutzplan alle Gebäude nach Niedrigstenergiestandard errichtet werden, bis 2050 strebt die Bundesregierung sogar einen klimaneutralen Gebäudebestand an. Vor diesem Hintergrund werden die Anforderungen an die Gebäudehülle weiter steigen. Besonders den Wandbaustoffen kommt hier eine hohe Bedeutung zu, doch lassen sich diese nicht bis ins Unendliche optimieren: Moderne Mauerziegel von Unipor überzeugen beispielsweise schon heute mit niedrigen Wärmeleitwerten von bis zu 0,07 W/(mK). "Um die energetische Bilanz zu verbessern, nehmen wir als Baustoffhersteller und Fachplaner nun ganz klar die gesamte Gebäudehülle in den Fokus", erklärt Dr.-Ing. Thomas Fehlhaber, Geschäftsführer der Unipor-Ziegel-Gruppe (München). "Dazu entwickeln wir Ergänzungsziegel und Systemprodukte, die die hochwärmedämmenden Mauerziegel ideal ergänzen und energieeffizientes Bauen auf höchstem Niveau ermöglichen."

Ziegel für jedes Bauvorhaben

Den Grundstein des Unipor-Ziegelsystems legen die Mauerziegel. Diese lassen sich in drei Klassen unterteilen: Ziegel der S-Klasse zeichnen sich durch besonderen Schallschutz ebenso wie durch ihre hohe Tragfähigkeit aus. Damit qualifizieren sie sich für statisch anspruchsvolle Objekte. Die W-Klasse-Ziegel wurden speziell für den Bau von Einfamilienhäusern mit sehr guter Wärmedämmung entwickelt. Eine Kombination aus beiden bauphysikalischen Vorteilen findet sich in den Mauerziegeln der WS-Klasse: Sie überzeugen mit Spitzenwerten im Schall- und Wärmeschutz und vereinen daher die besten Eigenschaften für einen monolithischen Wandaufbau - perfekt nutzbar im mehrgeschossigen Wohnungsbau.

Eine praktische Ergänzung der Mauerziegel sind Höhenausgleichsziegel, die Planern und Verarbeitern die Arbeit erleichtern. Die genormten Zwischengrößen helfen aus, wenn Architekten den Wandaufbau nicht im klassischen Raster von 25 Zentimetern je Ziegel anlegen. Erhältlich in verschiedenen Höhen zwischen 12,5 und 22,5 Zentimetern, ermöglichen sie die Umsetzung von individuellen Wandhöhen ohne zusätzliche Sägearbeiten.

Mineralisch oder aus Holz: immer bestens gedämmt

Weitere bauphysikalische Vorteile bieten Mauerziegel mit integriertem Dämmstoff-Kern. Die Innovationsziegel der "Coriso"-Serie sind mit mineralischem Dämmstoff gefüllt und verbessern auf diese Weise die Wärmeleitwerte entscheidend. Gleiches gilt für den Schallschutz - hier verbessert die Füllung die Werte um mindestens zwei Dezibel.

Als neuester Zuwachs der Unipor-Produktfamilie ergänzt der "Silvacor"-Ziegel das Sortiment um eine ökologische Komponente. Gefüllt mit Dämmstoff aus sortenreinen Nadelholzfasern ist er in der Herstellung ressourcenschonend und nachhaltig. "Diese Fasern sind sowohl sorptionsfähig als auch diffusionsoffen und gewährleisten daher einen guten Feuchtigkeitsausgleich", erläutert Fehlhaber. "Zudem ist das Nadelholz vollständig biologisch abbaubar." Unabhängig vom Lochbild des Ziegels lässt sich die umweltschonende Füllung in alle bestehenden Unipor-Ziegel einbinden. Dabei gelten für den Silvacor die gleichen Bedingungen wie für die Coriso-Ziegel: Sie sind leicht zu verarbeiten und verlieren auch beim Schneiden und Bohren keine Füllung. Dank ihrer bauphysikalischen Bestwerte erfüllen sie alle Anforderungen an eine energieeffiziente Gebäudehülle - bis hin zum Passivhausstandard.

Schwachstellen erkennen und beheben

Besondere Aufmerksamkeit im Kontext der Gebäudehülle kommt Nahtstellen mit abweichenden Dämmeigenschaften zu. Hier können Wärmebrücken zu Energieverlusten führen, die sich allerdings mit speziellen Sonderprodukten effizient reduzieren lassen. So unterstützt etwa das Deckenrandelement die energieoptimierte Einbindung von Geschossdecken. Diese dreiteilige Systemlösung besteht aus einer äußeren Ziegelschale, die zwei hochwärmedämmende Schichten aus Neopor schützt. Ihre niedrigen Wärmeleitwerte erfüllen die Anforderungen an den Wärmeschutz nach Beiblatt 2 zu DIN 4108 und verbessern somit die Energiebilanz des Gebäudes. Zugleich optimieren sie den Schallschutz und ermöglichen Kosteneinsparungen durch einfache Arbeitsschritte.

Um die Anschlussbereiche von Ziegelmauerwerk zusätzlich zu dämmen, kommt der mineralisch gefüllte Kimmziegel zum Einsatz. Mit besonderer Präzision in der Kimmschicht am Wandfuß verlegt, bildet er dank seiner hohen Tragfähigkeit die Grundlage für hochwertiges Planziegelmauerwerk. Im Anschluss an Kellerräume reduziert der Kimmziegel mit seinem vertikalen Wärmeleitwert von höchstens 0,33 W/(mK) die Gefahr von Feuchtigkeit und Schimmelpilzbildung. Um von Grund auf eine gute Energiebilanz der Gebäudehülle zu gewährleisten, muss schon in der Planungsphase der Fokus auf der Vermeidung von Wärmebrücken liegen. Architekten und Fachplaner finden hier die Unterstützung der Unipor-Gruppe in einer intelligenten Planungssoftware oder einem ausführlichen Wärmebrückenkatalog, der die Nachweisführung vereinfacht.

Aus der Praxis für die Praxis

Auch direkt vor Ort helfen die richtigen Bauteile dabei, Arbeitsvorgänge zu vereinfachen - wie etwa in der Statik. Ein wichtiges Element sind hier Ringanker: Sie geben dem Gebäude durch die Aufnahme von Zugspannungen und Druckkraft die nötige Stabilität. Die aufwendige Installation inklusive Abschalarbeiten kostet jedoch Zeit und Geld. Mit dem Systembauteil Ringanker-Dämmschale (RDS) liefert die Unipor-Gruppe ein einbaufertiges Produkt auf die Baustelle, das in der Verarbeitung schnell und kostengünstig ist. Die zwei Dämmschalen sind durch stählerne Distanzbügel fest verbunden und ergeben in Kombination mit den RDS-Eckelementen einen umlaufenden Bewehrungsring mit einem bis zu 30 Prozent größeren Querschnitt. Die beidseitige Verkleidung durch Ziegelschalen bildet einen idealen Putzgrund und fügt sich homogen in das Außenmauerwerk ein. Gleiches gilt für weitere Zusatzprodukte wie Rollladen- und Jalousiekästen oder Wärmedämmstürze und WU-Schalen.

Wie aus einem Guss

Frei nach dem Motto "Alles aus Ziegel für erfolgreiches Bauen" schafft das Unipor-System weitere Lösungen für eine einheitliche Gebäudehülle mit guter Ökobilanz. Zu einem wirtschaftlichen Energiekonzept zählt natürlich auch der richtige Einsatz von Heizelementen. Hier bietet der bundesweite Verbund mittelständischer Ziegelwerke neben seinen klassischen Ziegel-Element-Kaminen ein innovatives Wärmeverteil-System: Die "Unitherm"-Flächenheizung in der Wand sorgt mit ihrer Strahlungswärme für ein nachhaltig gesundes Raumklima. Die großflächige, gleichmäßige Wärmeabgabe reduziert Staubverwirbelungen und spart im Vergleich zu herkömmlichen Heizsystemen deutlich Energie ein.

Moderne System-Innovationen ermöglichen Planern und Verarbeitern heute die Errichtung von einheitlichen Gebäudehüllen mit hervorragender Energiebilanz. Der Einsatz von aufeinander abgestimmten Baustoff-Lösungen ist ein wichtiger Aspekt auf dem Weg zum klimaneutralen Bauen. Weitere Informationen zu allen Unipor-Systemprodukten erhalten interessierte Bauunternehmer, Planer und Bauherren direkt bei der Unipor-Geschäftsstelle in München - per Telefon (089-7498670) oder E-Mail (marketing@unipor.de).