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Nach Aufdeckung von Tierquälerei: Verantwortliche der größten Schweinemast Niedersachsens stehen vor Gericht

Nach Aufdeckung von Tierquälerei: Verantwortliche der größten Schweinemast Niedersachsens stehen weiterhin vor Gericht

2. Verhandlungstag am 21.02. - erneut Demo vor dem Amtsgericht in Papenburg (Niedersachsen)

Vor dem Amtsgericht Papenburg müssen sich derzeit 2 Landwirte wegen des Vorwurfs der Tierquälerei verantworten. Das Verfahren ist auf Bildmaterial zurückzuführen, welches das Deutsche Tierschutzbüro vor 2 Jahren aus der größten Schweinemastanlagen in Niedersachsen veröffentlich hat. Darauf sind kranke und verletzte Schweine zu sehen, einige von ihnen haben blutige Wunden. "Die Bilder zeigten auch, dass in den Nächten das Trinkwasser für die Tiere abgestellt worden ist" kritisiert Jan Peifer, Vorstandsvorsitzender vom Deutschen Tierschutzbüro.

Am ersten Verhandlungstag erfolgte die Beweisaufnahme. Am 2. Verhandlungstag (21.02.2023) soll auch Jan Peifer vom Deutschen Tierschutzbüro als Zeuge zu dem Videomaterial vernommen werden. Ein Anwalt eines Beschuldigten zweifelt an, dass die Aufnahmen in den Stallungen in Sustrum im Sommer 2020 entstanden sind. "Der Anwalt muss sich nur mal das Videomaterial anschauen, darin ist alles sauber dokumentiert. So wurden mehrfach eine Tageszeitung, ein GPS Gerät sowie markante Punkte in der Stallung und sogar Firmenunterlagen abgefilmt. Dabei wurde die Kamera nicht ausgeschaltet, sondern es besteht eine durchlaufende Videodatei, Zwischenschnitte unmöglich und auch nicht vorhanden" sagt Peifer, der in dem Verhalten des Anwalts eine Verzögerungstaktik sieht.

Nach einer Strafanzeige durch das Deutsche Tierschutzbüro wurde im Sommer 2022 gegen 2 Verantwortliche der Schweinmastanlage Strafbefehl über je 165 Tagessätze erlassen. Gegen diese Strafbefehle wurde Widerspruch eingelegt, daher kam es bereits am 31.01.2023 vor dem Amtsgericht Papenburg zum ersten Verhandlungstag. Insgesamt wurden 3 Verhandlungstage angesetzt, der 2. findet am 21.02.2023 statt (der dritte am 08.03.2023). Ab 90 Tagessätzen gilt man in Deutschland als vorbestraft. Das Deutsche Tierschutzbüro plant für den 21.02.2023 eine Demonstration vor dem Amtsgericht in Papenburg. "Wer Tiere so misshandelt, muss auch bestraft werden" sagt Peifer.

Das Deutsche Tierschutzbüro will die Demo aber auch nutzen, um auf das System Massentierhaltung hinzuweisen. Seit Jahren decken Tierrechtsorganisationen Missstände in Zucht- und Mastanlagen sowie in deutschen Schlachthöfen auf. "Es muss endlich eine wirksame Lösung gefunden werden, damit diese Tierquälerei ein Ende hat. Wir empfehlen daher den Menschen die vegane Lebensweise, denn kein Tier geht freiwillig in einen Schlachthof, alle Tiere wollen leben" so Peifer abschließend.

Verhandlung: Die öffentliche Verhandlung findet am 21.02.2023 um 09 Uhr im Amtsgericht Papenburg (Saal 101) statt.
 
Demonstration:
Wann: 21.02.2023 in der Zeit von 08 - 08:30 Uhr
Wo: Vor dem Amtsgericht Papenburg (Hauptkanal Links 28, 26871 Papenburg)
Was: Aktive vom Deutschen Tierschutzbüro werden mit Bildern und einem Megaphon auf die Tierquälerei in dem Mastbetrieb aufmerksam machen und hoffen auf eine Verurteilung.
Ansprechpartner: Jan Peifer, Vorstandsvorsitzender Deutsches Tierschutzbüro e.V., Tel.: 0171-4841004 (Jan.Peifer@tierschutzbuero.de).
 
Bildmaterial aus dem Mastbetrieb auf Anfrage.
 
Weitere Informationen unter: https://www.tierschutzbuero.de/groesste-schweinemast-niedersachsens

 

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