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Viele Nachrichten verderben den digitalen Brei - IDV Köln

Täglich prasseln hunderte, wenn nicht tausende Informationen gleichzeitig auf uns ein. Zu filtern was wichtig und irrelevant ist, ist kaum noch möglich. Gesund ist das alles ganz sicher nicht.

Eine Fiktion - aber keine Zukunftsmusik. Es ist morgens gegen 7 Uhr in Deutschland. Man fährt den Computer hoch und liest die ersten Nachrichten des Tages. Eine Kurzmeldung, die schon etwas auffällig ist, erscheint. "Zugunglück in Mustermanndorf - mindestens 12 Tote und 30 Verletzte". Interessiert nimmt man diese Meldung zur Kenntnis mit dem ersten Gedanken: "Schon wieder ein Unglück".

Eine Meldung bleibt nie EINE Meldung

Sekunden später. Bei dem nächsten Online-Nachrichtenportal erscheint diese Meldung ebenfalls. Da sind es aber 18 Tote und 50 Verletzte. Der Lok-Führer habe ein Haltesignal übersehen. Es ist inzwischen 8 Uhr 30 in Deutschland. Nach dem ersten Kaffee und schon an der Arbeit sitzend schaut man nach, was sich bei dieser Meldung getan hat. Die digitalen Aufmacher werden größer - auch die ersten Bilder. Die Schriftgrößen auf den Nachrichtenseiten wachsen minütlich an. Am Abend dann kann man lesen, dass es "nur" 8 Tote waren und 19 Verletzte. Diese Zahlen schwanken von Medienseite zu Medienseite ständig hin und her. Private Handyaufnahmen, die verwackelt sind, erscheinen im Netz - computeranimierte Grafiken ebenfalls. Wie soll der Konsument, der das alles liest, damit umgehen? Welcher Internetseite kann man trauen und ist seriös? Damit ist man als Leser immer mehr überfordert, fand das am Hansaring in Köln ansässige IDV Privatinstitut für Deutsche Verbraucher jetzt heraus.

Die Medien- und Informationsflut im Internet und die Folgen

Nicht nur bei Katastrophen und Unfällen überschlagen sich die Meldungen. Auch bei den Wettervorhersagen. Man schaut nach, wie das Wetter heute und an den nächsten Tagen werden soll. "Heute leicht bewölkt und am Nachmittag kommt die Sonne raus. Die Temperaturen steigen auf maximal 20 Grad. Am Abend dann örtlich leichter Regen". Örtlich - sehr aussagekräftig. Was ist leicht bewölkt? Was bedeutet "am Abend"? Das nächste Nachrichten-Portal berichtet von Dauerregen und maximal 16 Grad. Die nächsten Tage sollen schaurig werden. Andere meinen zu wissen, dass der Sommer zurückkehrt. Ein Phänomen besteht allerdings auf allen News-Seiten: Die Klimaerwärmung ist das Thema Nummer eins seit Jahren. Doch die Verkleinerung von dem Ozonloch wird entweder gar nicht oder nur ganz klein gemeldet. Lieber Negativ-Sensationen als gute Nachrichten verkaufen - das ist heutzutage ein "Must-Have". Modemeldungen wie die Schweinegrippe, Kampfhunde-Attacken oder Pferdefleisch in Lasagne verschwinden auch schnell wieder.

Geht nun mein Lieblingsspieler meines Fußball-Vereins zur Konkurrenz oder bleibt er?

"Der Nationalspieler Oliver Kleinschmidt wechselt am Ende der Saison für 25 Millionen Euro zum FC 0815 Niemandsstadt". Nach einem Tag heißt es dann: "Er bleibt seinem Verein treu und wechselt nicht. Der Vorstand hat den Wechsel dementiert". Dann wechselt er doch. Wird man im Internet nur noch reingelegt oder stimmt da etwas nicht? Letzteres ist der Fall. Immer mehr Medien-Präsenz im TV und in der digitalen Welt. Immer mehr Redakteure, die auch untereinander abschreiben. So entstehen schnell Falschmeldungen und Verwirrungen. Das Chaos ist täglich perfekt. Fußball-Trainer und Vorstände der Vereine haben vor und nach jedem Spiel mehr Arbeit mit den Medien statt mit dem Training und dem Spiel. Jeder Halbsatz, jede Mimik wird sofort für die Spekulationen verwendet. Prominente - nicht nur im Sport - müssen alles dementieren bis hin zur Lüge, um nicht feststehende neue Verträge schon auszuplaudern. Spekulationen, ob ein Trainer entlassen wird, ist für diesen Menschen manchmal eine Tragödie - je nach Abfindung. Immerhin gerät ein Arbeitnehmer ins Kreuzfeuer der Medien, ob er arbeitslos wird oder nicht.

Interessante Nachrichten und deren Vermarktung

Nachrichten im Internet kann man lesen. Man kann diese auch sehen - in kleinen kurzen Videoausschnitten. Die News-Anbieter nutzen das Internet für ihre Kurznachrichten-Videos. Darin wird trocken die Meldung dargestellt. Manche nutzen das aus, um nach dem Video auf andere Nachrichten-Videos hinzuweisen. Spezielle Medienseiten im Netz leben von den Neuigkeiten, was sich in ihrer eigenen Welt verändern wird oder welche Serien neu herauskommen. Auch die Einschaltquoten müssen auf den Markt geworfen werden. Geht es bei Boulevardseiten oder Magazinen um Menschen mit besonderen Krankheiten, wird das ganze Leben des Patienten öffentlich preisgegeben.

Es bleibt anzumerken, dass durch die Online-Angebote der Verlage das gedruckte Werk - ergo die Tageszeitungen - immer mehr Konkurs anmelden müssen. Dadurch locken die Verlage online die Leser mit halbfertigen Meldungen an. Um weiterlesen zu können, soll man dann Gebühren zahlen. Wie hoch die Anzahl an Toten ist, welches Wetter wirklich kommt oder ob mein Lieblingsspieler den Verein wechselt. Wer diese Dinge genau wissen möchte, sollte wieder einfach nur das Radio nutzen - im regionalen Bereich. AM besten morgens nicht den Computer für Nachrichten nutzen. Um "Up-to-Date" zu bleiben, ist man heutzutage allerdings auf die

 

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