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"Kein Recht auf Lob vom Chef"

In keinem Arbeitsvertrag ist fixiert, dass der Chef auch loben muss - dennoch wird es immer wieder eingefordert und bietet Zündstoff für Konflikte.

Aber welche Handlungsmöglichkeiten hat man, wenn man sich nicht wertgeschätzt oder abgewertet fühlt?

Viele Menschen haben in ihrem Berufsalltag Probleme mit ihrem Vorgesetzten oder Kollegen. Das Gefühl nicht wertgeschätzt, schlecht behandelt oder gar abgewertet zu werden, sind hierbei die am häufigsten genannten Erlebnisse. Ebenso die Begegnung mit cholerischen Vorgesetzten, massive Konkurrenzkämpfe innerhalb eines Teams oder einer Abteilung sowie zwischenmenschliche Schwierigkeiten im Allgemeinen. Manche reagieren darauf in ihrem Auftreten burschikos oder herausfordernd, andere tendieren zum Rückzug und werden immer zurückhaltender oder unsicherer. Beides bietet Potenzial um stärker anzuecken.

"Teilweise entstehen bei den Menschen Überlegungen, was mit einem selbst nicht stimmen könnte, sodass man solche Probleme im Arbeitsumfeld hat. Von dieser Situation aus für sich allein eine gute Lösung zu finden ist schwer", berichtet Ellen Schlichtermann, Coach und Supervisorin aus Kassel. "Sich zu reflektieren, erhöht die eigenen Handlungsmöglichkeiten deutlich. Jedoch muss es einen Transfer in den Arbeitsalltag geben. Klarheit über die eigene Rolle, Aufgaben, Erwartungen und Rahmenbedingungen zu erlangen, kann hierbei schon die Lösung sein. Wenn ich meine Einstellung und Verhalten ändere, reagiert auch mein Umfeld darauf und umgekehrt. Man nennt dies Zirkularität." Häufig reichten ein paar wenige Termine mit einem zielführenden Coaching um die Situation und Lebensqualität spürbar zu steigern.

Die Ursache für die genannten Situationen läge hierbei sehr oft in unklaren Strukturen in den Unternehmen, also im Umfeld an sich. Nicht klar definierte Kompetenzen oder Aufgabengebiete böten den Nährboden für Konkurrenzkämpfe und Konflikte, so Schlichtermann weiter. "Wir sind frei in unseren Entscheidungen! - Es gibt also keinen Grund sich ausgeliefert zu fühlen, sondern viele Gründe um ins Handeln zu kommen", schließt die Expertin für Systeme.