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Viele Kleinunternehmen agieren auf ausländischen Märkten

Laut einer Studie des Instituts für Mittelstandsforschung (IfF) in Bonn sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU) stärker auf ausländischen Märkten präsent, als bisher angenommen.

50 % der Kleinunternehmen – diese erwirtschaften gemäß der Definition der EU Kommission einen Jahresumsatz zwischen 2 und 10 Millionen Euro – agieren auf ausländischen Märkten, ein wesentlicher Faktor für die soliden Umsatz und Wachstumszahlen dieser Unternehmen.

Weitere Erkenntnisse der IfF Studie
Die Studie zeigt, dass die deutschen Unternehmer über den Tellerrand hinausschauen und die ausländischen Märkte genau ins Visier nehmen, und das unabhängig von ihrer Größe. Eine Stärke der mittelständischen deutschen Unternehmen ist es vor allem, sich in Nischenmärkten international zu positionieren; darin sind sie weltweit führend und überaus erfolgreich. Unterstützend wirkt dabei auch die Bundesregierung in Form des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie. Das Ministerium bietet Förderprogramme an, die auf die Bedürfnisse der KMU zugeschnitten sind. Laut der Studie sind die Unternehmen mit der Unterstützung, die ihnen staatlicherseits angeboten wird, sehr zufrieden.

Was die Aktivität auf ausländischen Märkten betrifft, hinken die KMU jedoch noch deutlich hinter den Großunternehmen (ab 50 Millionen Euro Jahresumsatz) zurück. Professor Dr. Friederike Welter, Präsidentin des IfM betont, dass die Großunternehmen auf internationaler Ebene prozentual nach wie vor stärker vertreten seien. Dies bedeute jedoch mitnichten, dass die deutschen KMU die Erschließung von Märkten außerhalb der EU scheuten; ganz im Gegenteil: Trotz der höheren wirtschaftlichen Risiken im außereuropäischen Ausland entfalle ein immer größerer Anteil der Außenwirtschaftsaktivitäten auf außereuropäische Länder. Die Warenhandelsstatistik aus dem Jahre 2012 offenbart Erstaunliches: Zahlreiche Kleinstunternehmen mit einem Jahresumsatz von unter 1.000.000 € belieferten weit entfernte Märkte: 5.000 exportierten in die USA, mindestens 3.000 nach China, 2.000 nach Indien und 2.000 nach Japan.

In der Gesamtbetrachtung weisen die KMU einen überraschend hohen Internationalisierungsgrad auf. Zwischen 2009 und 2011 unterhielten 37 % der KMU Geschäftsbeziehungen ins Ausland. Von denjenigen Unternehmen, die bereits auf ausländischen Märkten aktiv sind, plant jedes zweite, seine Präsenz im Ausland auszubauen. Des Weiteren liegt es für rund ein Fünftel der KMU im Bereich des Vorstellbaren, erstmalig geschäftliche Aktivitäten im Ausland aufzunehmen.

Tätigkeitsschwerpunkte der international agierenden deutschen KMU sind das Im und Exportgeschäft sowie Vertriebs und Serviceleistungen. Was indessen eigene Produktionsstätten und Vertriebsniederlassungen im Ausland betrifft, so haben deutsche Großunternehmen noch deutlich die Nase vorn.

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