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Wirtschaft/Finanzen

Unnötige Vernichtung von Arbeitsplätzen und Unternehmen in Krisenzeiten durch fehlendes Kostenmanagement

Die beiden Kostenspezialisten Prof. T. Obermeier und Dipl.-Wirt.-Ing, Dipl. Ing. F. Bürger raten zum Einsatz des Kostenmanagements

Schieflage in Controlling und Kalkulation erweist sich als unbeachtete Gefahr für Unternehmen in Deutschland. Nur ein rasches IT- Update mit neuen digitalen Lösungen sichert die Zukunftsfähigkeit!

Viele Verantwortliche in Unternehmen, an Hochschulen und in Beratungshäusern fühlen schon länger, dass individuelle Kosten- und Leistungsbewertungen und internationale Leistungsvergleiche mit transparenter Aussagekraft von einer zentralen Bedeutung für den Erfolg eines Unternehmen sind und dies aktuell mit den vorhandenen Methoden und installierten Softwarelösungen nicht erfüllt werden kann. Die festgestellte Schieflage im Controlling in der Funktion ‚Kalkulation' erweist sich als eine unbeachtete Gefahr für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Nur ein rasches IT- Update mit neuen und endlich verfügbaren digitalen Lösungen, sowie eine Rückbesinnung auf ein wirkliches Controlling sichert die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit von Unternehmen und damit auch den Wirtschaftsstandort Deutschland ab.

Heute ist Oliver Gaebe von bellacola Film Production UG im Gespräch mit dem erfahrenen Kostenspezialisten Dipl.-Ing., Dipl. Wirt.-Ing. Frank Bürger (vom Beratungsnetzwerk benchcontrols.de). Er vereint mehr als 25 Jahre intensive Koppelung von Praxis und Theorie.

Oliver Gaebe: "Herr Bürger, was macht die Lage derzeit so brenzlig"?

Frank Bürger: "Verschiedene Faktoren kommen hier zusammen. Es ist zunächst schwer nachvollziehbar, dass viele Unternehmen noch nicht auf die Schieflage des Controllings und die festgestellten Schwächen und Mängel in den Kalkulationssystematiken reagiert haben, trotz intensiver Aufklärungsarbeit und einer stark gestiegenen Insolvenzgefahr.

Eine der Hauptursachen für die schwerwiegenden Problematiken war die langsame, aber stetige Abweichung des heutigen Controllings von der eigentlichen Aufgabe, Unternehmen erfolgreich zu. Firmen haben sich in den letzten Jahren, ja Jahrzehnten alleine auf die Einführung, Bewirtschaftung und Weiterentwicklung komplexer ERP-Systeme konzentriert. In vielen Unternehmen könnte man meinen, dass der alleinige Unternehmenszweck der Aufbau einer intransparenten und komplexen Buchhaltung ist. Müssen aber nicht erst einmal Erfolg, die Erarbeitung einer Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit und eine maximale Risikoreduzierung in den Vordergrund gestellt werden? Die Frage müssen wir mit einem klaren JA beantworten.

Die Realität in den Unternehmen sieht dagegen, wie schon aufgezeigt, leider anders aus. Das Finanzcontrolling alleine saugt 95% aller Investitionen (Zeit & Geld) auf. Sicherlich ist dieses verheerende Resultat auch ein Ergebnis einer egoistischen Geschäftspolitik großer ERP- Systemanbieter der letzten 15-20 Jahren.

Es fehlt daher z.Zt. in den meisten Unternehmen ein effektives Business- und Risikocontrolling mit dem aktiven und alles überwachenden Controller als Businessmanager. Das Problem wird noch verstärkt: gleichzeitig fehlen die notwendigen Controllings- und Kalkulationswerkzeuge in den meisten Unternehmen und damit zentral wichtige Führungs- und Entscheidungsinformationen für Erfolg und Risikoreduzierung. Obwohl sie exzellent funktionieren, wie z.B. 'PaCT'.

ERP- Systeme haben - neben dem Nachteil einer fehlenden Transparenz durch den Aufbau einer unakzeptablen Komplexität - den gravierenden Nachteil einer stark beschränkten Szenario- und Anpassungsfähigkeit. Ohne Simulation von Veränderungen gibt es aber keine Erfolgs- und Risikoaggregation, um z.B. vorhandene Erfolgsfaktoren oder eine Bedrohung des Unternehmens frühzeitig erkennen zu können. In auftretenden Krisensituationen fehlen zusätzlich notwendige Entscheidungsinformationen.

Unternehmen sind heute mit einem Markt konfrontiert, der permanent wettbewerbsintensiver, globaler und vergleichbarer wird. Die Wettbewerbsfähigkeit, gerader deutscher Fertigungsstandorte, muss sich daher in der heutigen Globalisierung stets am internationalen Leistungsstand orientieren. Ohne sichere Führungs-und Entscheidungsinformationen aus globalen Wettbewerbs- und Leistungsvergleichen werden Unternehmer oft falsch, oder gar zu spät reagieren.

Die bisherige Methodik der Betriebsbuchhaltung (BAB) und der Kalkulations-systematiken bieten bislang keine Möglichkeiten zur Durchführung von den zentral wichtigen Wettbewerbsanalysen, internationalen Leistungs- und Standortvergleichen oder Make-or-Buy-Analysen.

Bei genauer Betrachtung erkennt man leicht, dass die gängigen Basislösungen im Controlling und der Kalkulation rund 90 Jahre lang nicht verändert wurden. Bei der Entwicklung, z.B. der heutigen Betriebsbuchhaltungslösung (BAB) und der Kostenträgerkalkulation mit Maschinenstundensatz (Entwicklungsbasis ca. 1930), gab es weder Globalisierung der Märkte, noch einfachste Logistik- und Informationsmöglichkeiten oder gar hochkomplexe intransparente ERP-Systeme.

Der Fachmann im Controlling Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Weber bestätigt: 'Für eine Wettbewerbsanalyse ist die laufende Kostenrechnung allerdings überhaupt nicht gedacht. Sie ist alleine auf die operative Regelsteuerung gerichtet.'

Ein weiteres Beispiel für notwendige IT- Updates in Unternehmen ist die fehlende Möglichkeit zur Kostenerfassung und -bewertung einer Auslastungsveränderung. Eine Auslastungsreduzierung ist der meist unterschätzte Hauptkostentreiber. Unter Berücksichtigung, dass eine Auslastungsreduzierung um 15-20% direkt insolvenzgefährdend für das jeweilige Unternehmen ist, kann man die vorhandene Tragweite und Risiken durch die bisherigen statischen Methoden & Systematiken für die Unternehmen erkennen. Erfasst werden diese Kostenauswirkungen heute in den neuen digitalen IT- Lösungen in der vierten Gemeinkostengröße ‚Verlustleistung'.

Schon im Jahre 1999 wies Prof. Udo Koppelmann ebenfalls nach, dass 'die alten Kalkulationslösungen signifikante Schwächen und Fehler aufweisen und den gestiegenen Anforderungen eines effektiven Erfolgscontrollings im Industriestandard 4.0 nicht erfüllen.'

Im Jahre 2012 veröffentlichte der Rechnungswesensspezialist, Prof. Thomas Obermeier in Fachartikeln der SAP-nahen Fachzeitschrift E3, dass die alten Kostenrechnungsmethoden nicht länger unterstützt werden dürfen und dringend gegen heute benötigte IT- Lösungen ausgetauscht werden müssen.

Ein weiteres Vorbild in der Aufklärungsarbeit ist Prof. Dr. Willi Muschinski. Er stellte nach einer intensiven 8-Jähriger intensiver Forschungsarbeit fest, dass in den bisherigen, fast 100-jährigen Lösungen massive Schwächen und Fehler existent sind. Er statuierte und bestätigte die Fachaussage von Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Weber: ‚Fatal zudem, dass die Möglichkeiten zur Durchführung von internationalen Wettbewerbs- und Leistungsanalysen mit den bisherigen Lösungen ausgeschlossen sind'. Inakzeptabler Missstand in der heutigen Globalisierung

Viele Firmen in Deutschland müssen sich in einem global geführten und immer härter werdenden Wettbewerb behaupten. Zudem haben verschiedene Länder (u.a. China) zentralstaatlich koordinierte Förderprogramme initiiert, um so schnell wie möglich den technologischen Wettbewerbsnachteil der Vergangenheit aufzuholen. Strategisch haben sie die Trägheit deutscher Unternehmen eingeplant um dann plötzlich und unerwartet mit Kosten- und Technikführerschaft den Markt zu beherrschen. Dafür gibt es zahlreiche Beispiele wie ICE, Transrapid, TFF-Displays, usw.

Deutsche Unternehmer müssen unverzüglich damit starten, an ihrem Kostennachteil auf Basis verlässlicher Analyse- und Informationsdaten zu arbeiten. Target bleibt die ‚internationale Wettbewerbsfähigkeit'.

Eine wichtige Aufklärung über die festgestellte Problematik (die Unternehmen latent und unbemerkt bis zur Insolvenz gefährden) gab es in der  Fachzeitschrift ‚CONTROLLING', z.B. in Heft 01/17 mit dem Schwerpunktthema ‚Neue Wege der Kalkulation'.

Prof. Dr. A. Hoffjan, Lehrstuhl für Unternehmensrechnung und Controlling: ,Die bisherigen Kalkulationssystematiken kalkulieren über den Daumen'.

Mit der Einführung der ‚Praktischen Kalkulationsgüte (PKG)' kann heute nachgewiesen werden, dass sich die bisher in den Unternehmen vorhandenen Methoden des Rechnungswesens negativ verselbstständigt und das damit verbundene Unternehmensrisiko den Status ‚Insolvenzgefahr' hat.

Damit Unternehmen, Fachberatungen, die Politik und ERP- Systemanbieter endlich reagieren, hat Prof. Marco Boehle 2019 das Research Center Profit Management ( https://cpm-center.de ) gegründet. Resümee auch von Prof. Boehle: ,Wir müssen es so hart sagen, wie es ist. Unternehmen agieren mit den bisherigen Lösungen permanent mit einem latent hohen Insolvenzrisiko'.

Für viele Unternehmer und für den Wirtschaftsstandort Deutschland wird die Zeit knapp.

Oliver Gaebe von bellacoola.de: "Herr Bürger, können Sie uns abschließend noch einen Tipp geben, wie Arbeitsplätze, Unternehmen und der gefährdete Wirtschaftsstandort Deutschland in einer immer volatileren Globalisierung gegen immer aggressivere Wettbewerber abgesichert werden können?'"

Frank Bürger: "Sofort reagieren! Die Unternehmen müssen schnellstens ihre ‚internationale Leistungsfähigkeit' überprüfen, die Schieflage im Controlling und in der Funktion ‚Kalkulation' eliminieren und das notwendigen IT-Update im Enterprise Kostenmanagement umsetzen.

Wer heute z.B. den internationalen Leistungsabstand zu seinem vorhandenen oder möglichen Wettbewerber nicht sicher analysieren kann, agiert fahrlässig und riskiert sein anvertrautes Unternehmen mit einem latent nachweisbaren Insolvenzrisiko. Was wir hier diskutieren, ist daher auch ein interessantes Thema im Bereich der privaten Haftung von Entscheidern (D&O-Versicherung)."

Oliver Gaebe: "Herr Bürger, vielen Dank für das interessante Gespräch!"

 

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