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Wirtschaft/Finanzen

Nichtbesteuerung wird künftig vermieden

St. Publius Team

Steuerparadies EU

Der deutsche Durchschnittsunternehmer reibt sich bei der Meldung der Tagesschau die Augen:
"Gewinne machen, ohne Steuern zu zahlen? Das geht in der EU bislang ganz legal: Internationale Großkonzerne schieben Geld zwischen Mutter- und Tochterfirmen hin und her.

Nun haben die EU-Finanzminister beschlossen, das Schlupfloch zu stopfen." Wer bisher an die Steuergerechtigkeit in Europa glaubte wurde spätestens mit dieser Meldung eines besseren belehrt. Bundesfinanzminister Schäuble verkündete stolz: "Wir machen da einen wichtigen Schritt, um die doppelte Nichtbesteuerung ab 2016 bei hybriden Finanzierungsinstrumenten zu vermeiden."

Mit anderen Worten Konzerne können noch gut 1,5 Jahre fröhlich der "doppelten Nichtbesteuerung" in Europa fröhnen – ganz legal. Und wer 30% oder mehr an Steuern spart kann seine Produkte günstiger anbieten.

Der lokale Coffee Shop muss somit nicht nur Waren teurer einkaufen als Großkonzerne sondern zahlt auch prozentual ein vielfaches an Steuern - um genauer zu sein statt nur 2,3 oder 5% über 30%.

Selbst wenn der Finanzminister Hybride Finanzmodelle verbieten lässt. Internationale Konzerne verfügen über ein großes Spektrum an Steueroptimierungsmodellen. Das ZDF hat in einer interessanten Reportage die Strukturen des Volkswagen Konzerns näher unter die Lupe genommen. Die ca. 30 minütige Reportage fragt sich nicht zu unrecht warum ein Autokonzern gleich über mehrere Fluggesellschaften - auf den Cayman Inseln verfügt.

 

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