Aktuelle Pressemitteilungen

Wirtschaft/Finanzen

KFW-Gründungsmonitor - Gründungsdynamik in Deutschland

Neue Gründungsdynamik in Deutschland - Nebenberuflich steigt stark an

Die Anzahl der Gründer stieg im Jahr 2013 auf 886.000 - das sind 93.000, bzw. 12 %, mehr, als im Vorjahr 2012. Dieses Plus ist auf den deutlichen Zuwachs der Nebenerwerbsgründer zurückzuführen, die um 102.000 auf nun 562.000 zugelegt haben. Dem entgegen wirkt das historische Tief auf Seiten der Vollerwerbsgründer, deren Anteil sich um 9000 auf nun 306.000 reduziert hat.

Für diese Entwicklung sorgt zum einen die deutlich bessere Inlandsnachfrage sowie die gute Arbeitsmarktlage des Jahres 2013. In diesem Jahr, 2014, sollte die Anzahl aller Gründungen noch einmal leicht steigen - hauptsächlich wieder aufgrund dem steigenden Anteil der Nebenerwerbsgründer. Weiterhin zeigt die Erhebung, dass sich die Rangfolge der Bundesländer hinsichtlich der Gründerquote in den Jahren 2011-2013 im Vergleich zur Periode davor recht stark verändert hat. Trotzdem führt Berlin nach wie vor die Tabelle an und auch das Muster in der Rangfolge (Stadtstaaten, Flächenländer in Westdeutschland, Flächenländer in Ostdeutschland) bleibt erkennbar.

Gründer stellen durchschnittlich mehr Mitarbeiter ein
Im Jahr 2013 wurden von Neugründern ca. 419.000 Stellen geschaffen, die einer Vollzeitbeschäftigung entsprechen. Das ist ein Plus von 9 % gegenüber dem Vorjahr 2012. Von diesen Stellen entfallen 216.000 auf die vollerwerbsgründereigenen Stellen und 203.000 auf angestellte Mitarbeiter.

Immer mehr Gründer mit eigener Geschäftsidee
Scheinbar testen immer mehr Gründer neue Ideen im Nebenerwerb, denn mehr als die Hälfte der Gründer im Jahr 2013 hat ein Gründungsprojekt umgesetzt, welches auf einer expliziten Geschäftsidee fundiert. Das ist mit 2012 der zweite signifikanter Anstieg des Chancengründeranteils in Folge. Insbesondere Nebenerwerbsgründer zeigen sich im Jahr 2013 ideenreich. Die meisten Gründer setzen somit nicht mehr auf Risiko, sondern testen Ihre Idee im Nebenerwerb. So viele erwerbsinaktive Gründer gab es seit sieben Jahren nicht mehr: Circa die Hälfte aller Gründer ging vor der Selbstständigkeit einem Beruf in Abhängigkeit nach.

Frauen und Männer gründen im Nebenerwerb gleich häufig, im Vollerwerb ist jeder dritte Gründer weiblich
Im Jahr 2013 wurden 43 % aller Existenzgründung durch Frauen vorgenommen, was der bisher höchste gemessene Anteil ist. Im Nebenerwerb hingegen sind Männer wie Frauen das zweite Mal nach dem Jahr 2007 zu gleichen Anteilen vertreten.

Im Jahr 2013 starteten 77 % aller Gründer allein in die Selbstständigkeit im Vollerwerb. Insbesondere Sologründer stellen laut Statistik immer mehr Mitarbeiter ein. So startete bis 2007 in etwa jeder fünfte Gründer im Vollerwerb allein und mit Mitarbeitern, während im Jahr 2013 27 % Sologründer und Arbeitgeber in einem sind.

Laut Gründungsmonitor dominieren Dienstleistungen die Gründungsbranchen
70 % aller Gründungen im Jahr 2014 fällt auf die Branche der Dienstleistungen, 31 % davon auf wirtschaftliche Dienstleistungen, 30 % auf persönliche Dienstleistungen, 3 % auf Finanzdienstleistungen und 5 % auf Verkehr und Nachrichtenübermittlung. Die restlichen 30 % teilen sich zu 7 % das verarbeitende Gewerbe, zu 3 % das Baugewerbe und zu 4 % das sonstige produzierende Gewerbe inklusive der Überproduktion sowie zu 16 % die Branche des Handels. Fast verdreifacht hat sich seit 2009 der Anteil der Gründer, die überregionalen Marktneuheiten inne haben. Mit 11 % ist dieser Anteil auf einem historischen Hoch.

Immer mehr externe Mittel wenn es um das Startkapital geht - insgesamt 10 Milliarden €
Eine Gründung braucht Geld. Die eingesetzten Finanzmittel im Jahr 2013 summieren sich auf fast 10 Milliarden €, wobei der Anteil der externen Finanzmittel von 31 % (2009) auf 52 % im Jahr 2013 gestiegen ist. 90 % aller Mittel kommen dabei Investitionen zugute.

>>> erfolgreich gründen mit alg-zuschuss.de und Zuschüssen des Arbeitsamts

 

Disclaimer: Diese Pressemitteilung wird für den darin namentlich genannten Verantwortlichen gespeichert. Sie gibt seine Meinung und Tatsachenbehauptungen und nicht unbedingt die des Diensteanbieters wieder. Der Anbieter distanziert sich daher ausdrücklich von den fremden Inhalten und macht sich diese nicht zu eigen.