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IDV Köln: Das Aus der Lebensversicherung

IDV Köln

Die goldenen Zeiten der Lebensversicherungen sind vorbei. Durch Niedrigzins und gute Alternativen gehen die Abschlüsse zurück und die Kündigungen häufen sich.

(Köln, IDV) Bis vor wenigen Jahren zählte die Kapitallebensversicherung zu den beliebtesten Sparprodukten der Deutschen: Ein traumhafter Garantiezins von bis zu vier Prozent, zuzüglich Überschussbeteiligung, ließ die Lebensversicherung für Sparer äußerst attraktiv erscheinen. Dank der EZB sind diese goldenen Zeiten jedoch vorbei, die Kapitallebensversicherung hat ausgedient.

Das langsame Sterben der Lebensversicherung

Die Kapitallebensversicherung stirbt langsam, eine Heilung des kranken Patienten ist laut der IDV Köln nicht in Sicht. Noch 1995 boten insgesamt 120 deutsche Versicherungsunternehmen ein Lebensversicherungsprodukt an - immerhin versprach das Produkt nicht nur den Sparern sehr gute und sichere Renditen, sondern bescherte auch den Unternehmen traumhafte Gewinne - 2013 bieten nur noch 93 Unternehmen eine Police an, Tendenz weiter sinkend. Immer weniger Menschen schließen eine neue Lebensversicherung ab, zudem steigt die Zahl derjenigen, die ihre alten Policen vorzeitig verkaufen. Aus einer Befragung der IDV mit Sitz am Hansaring in Köln geht hervor, dass immer mehr Deutsche mit diesem Produkt unzufrieden sind, kündigen oder nach Alternativprodukten suchen. Angesichts eines Garantiezinses von lediglich 1,75 Prozent scheint das Produkt nicht länger attraktiv zu sein, zumal dieser voraussichtlich noch weiter sinken wird. Manche Versicherer bieten mittlerweile sogar Policen ganz ohne Garantiezins an. Für die Versicherungsunternehmen stellen die versprochenen Zinsen ein nicht länger kalkulierbares wirtschaftliches Risiko dar, sinkt doch der Leitzins seit Jahren und ein Ende dieser Talfahrt ist nicht abzusehen. Doch obwohl die Versicherer aufgrund der sinkenden Zinsen immer weniger Erträge erwirtschaften, müssen sie die garantierten Zinsen weiterhin ausschütten - ein gefährliches und ruinöses Unterfangen. In Verbindung mit den sehr langen Laufzeiten von mindestens 15 Jahren - meistens sind es mehr - hat das Produkt seine Attraktivität verloren, zumal das mühsam Angesparte bei der Ausschüttung unter Umständen auch noch in vollem Umfang der Kapitalertragssteuer unterliegt.

Alte Lebensversicherung verkaufen - ja oder nein?

Angesichts derartiger Fakten bekommen es viele Anleger mit der Panik zu tun, sie verkaufen ihre alten Policen vorzeitig oder lösen sie auf. Dies allerdings ist nicht anzuraten, warnt das Privatinstitut für Deutsche Verbraucher aus Köln: Eine vorzeitige Beendigung ist immer mit drastischen Verlusten verbunden. Zumal die Bedingungen aus den Altverträgen weiterhin gelten, insbesondere, wenn die Versicherung vor 2005 abgeschlossen wurde. Auf diese Policen müssen Anleger bei der Ausschüttung nämlich keine Steuern entrichten, außerdem ist der Garantiezins noch so hoch, dass sich das Ansparen weiterhin lohnt. Statt die Police zu kündigen oder weiter zu verkaufen, sollten Inhaber bei Bedarf lieber die Möglichkeit prüfen, mit der Beitragszahlung auszusetzen. Bei dieser Variante ist das bereits eingezahlte Geld nicht verloren und wird weiterhin zum vertraglich vereinbarten Garantiezins verzinst, so der Tipp der IDV.

Welche Alternativen gibt es?

Im Moment sieht es angesichts der niedrigen Zinsen nirgendwo auf dem Kapitalmarkt wirklich rosig aus. Allerdings sind im Vergleich zur Kapitallebensversicherung durchaus höhere Renditen bei niedrigeren Laufzeiten zu erzielen. Investitionen auf dem Aktienmarkt können sich lohnen, so Anleger ihr Erspartes breit streuen - und nicht etwa alles bei einem Unternehmen investieren - und die Anlagewerte klug prüfen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, investiert bei solventen Konzernen und anderen Großunternehmen wie beispielsweise Siemens und Co. Wer fürs Alter ansparen möchte, dem seien Riester- bzw. Rürup-Rente (auch Basis-Rente genannt) ans Herz gelegt. Beide Produkte werden durch den Staat stark gefördert, Sparer erhalten entweder saftige Zulagen (Riester-Rente) oder steuerliche Vergünstigungen (Rürup-Rente). Beide Angebote sollten jedoch vor Vertragsabschluss gründlichst geprüft werden: Vergleichen Sie die verschiedenen Angebote mehrerer Versicherer - denn die Erträge können sehr unterschiedlich ausfallen.

 

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