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Hampleton M&A-Reports: Fintech und Insurtech mit Rekordinvestitionen

Hampleton Partners Insurtech M&A-Report: Wertzuwächse von Insurtech-Unternehmen nehmen Kurs auf die 6-Mrd.-USD-Schwelle

Rekordverdächtiger Transaktionswert bei Fintech / starke Fundraising-Aktivitäten bei Insurtech

Laut neuesten globalen M&A-Marktreports des internationalen Technologieberaters Hampleton Partners zu den Bereichen Fintech und Insurtech verzeichnete die erste Jahreshälfte 2019 Rekordwerte.

Drei Fintech-Megadeals im Gesamtwert von 87 Mrd. USD bildeten die Grundlage für einen rekordverdächtigen Transaktionswert von 120 Mrd. USD in diesem Zeitraum. Seit dem Einbruch im zweiten Halbjahr 2018 ist ein revitalisierter M&A-Markt sowie ein allgemeiner Trend zu größeren Deals erkennbar: 65 Prozent der Deals überstiegen im 1HJ2019 100 Mio. USD, verglichen mit nur 54 Prozent im Jahr 2018.

Der Insurtech M&A-Marktreport zeigt, dass das weltweite Fundraising im 1HJ2019 fast 3 Mrd. USD* betrug und bis zum Jahresende voraussichtlich auf einem Niveau von 6 Mrd. USD liegt. Im vergangenen Jahr stiegen die Fundraising-Aktivitäten von Insurtech um 27 Prozent, mit 257 abgeschlossenen Deals im Jahr 2018 gegenüber 202 Deals im Jahr 2017.

Fintech: Fundraising-Rekorde und Fokus auf disruptive Technologien
Das Fundraising bei Fintech setzt seinen rekordverdächtigen Kurs fort. Mit bisher 818 Fundraising-Projekten im Jahr 2019 würde die erwartete aufs Jahr hochgerechnete Zahl von 1.636 einen neuen Jahresrekord setzen und die Zahlen von 2017 (1.632) und 2016 (1.633) knapp übertreffen. Darüber hinaus verzeichnete das zweite Quartal 2019 ohne den Ant Financial Deal vom Juni 2018 mit 10,9 Mrd. USD das bisher größte Fintech-Fundraising.

Ohne die drei Megadeals in der Zahlungsverarbeitung bleibt die Unternehmensfinanzsoftware der größte Fintech-Teilsektor - mit über 75 Prozent des veröffentlichten Transaktionswertes, knapp 50 Prozent des gesamten Transaktionsvolumens und insgesamt 98 Transaktionen.

Etablierte Fintech-Player sind gezwungen, notwendige Technologie zu erwerben, um im Wettbewerb zu bestehen. Investoren und Käufer werden Ziele ins Auge fassen, die sich auf die Automatisierung durch disruptive Technologien konzentrieren - so zum Beispiel Zahlungsverarbeitungstechnologie in Echtzeit, KI-Chatbots, die Banken bis 2023 jährlich 7,3 Mrd. USD einsparen sollen sowie Mobile Banking. Für letzteres ist zu erwarten, dass die Zahl der Filialbesuche zwischen 2017 und 2021 um 36 Prozent sinken wird.

Insurtech - vieles im Wandel
Auch im Bereich Insurtech bringt der Wettbewerb von bestehenden Playern und neuen Agitatoren Bewegung. Die Technologie und Software für die Versicherungsindustrie wurde früher von traditionellen Anbietern für Unternehmenssoftware wie Vertafore und Sapiens bereitgestellt. Ihre Produkte sind typischerweise Standardlösungen für Versicherungen mit einem "one size fits all"-Angebot, das für einen Mainstreammarkt ausgerichtet ist. Allerdings haben die Verbreitung mobiler Geräte und neuer Technologien sowie die enormen Finanzierungsmittel eine ganze Armee von Start-ups hervorgebracht, die die globale Bühne für die bisherigen Anbieter von Versicherungssoftware erheblich verändert haben.

Bestehende Anbieter von Versicherungssoftware müssen sich daher an diese veränderten Gegebenheiten anpassen und neue Technologien wie AI, Blockchain Data, Predictive Analytics und IoT übernehmen. Gleichzeitig müssen sie sich auf neue Businessmodelle wie Mikro-Versicherungen, Usage-Based-Insurance (UBI), Versicherungen für Mobility-as-a-Service (MaaS) und "Pay-as-you-Drive" einstellen.

Der aktuelle Hampleton Partners Report zeigt, dass fast ein Drittel der Insurtech-Investitionen auf europäische Unternehmen abzielte, wobei der globale Investitionsanteil Europas von 23 Prozent auf 31 Prozent stieg. An der Spitze dieses Trends stehen die Insurtech-Hubs in Deutschland, Großbritannien und Frankreich - die Hälfte der zehn größten Insurtech-Investitionen floss 2018 in Unternehmen mit Sitz in Berlin.

Seit 2016 gab es 132 M&A-Transaktionen, wobei 18 Akquisiteure in den letzten drei Jahren mehr als eine Akquisition getätigt haben. Dazu gehören unter anderem Verisk, iPipeline, Solera, Applied Systems und TIA Technology. Die Finanzinvestoren bleiben aktiv - der Anteil der Private-Equity-Akquisitionen lag bei 15 Prozent, was dem in den letzten Jahren beobachteten Anteil von 13 bis 15 Prozent entspricht. Diese Käufer haben überwiegend alteingesessene Lösungsanbieter erworben, die modernisiert werden müssen.

Insur- und Fintech-M&A-Reports kostenlos herunterladen
Die Reports des internationalen Beratungsunternehmens Hampleton Partners unterstützen Unternehmensinhaber, Verkäufer, Käufer und Investoren im Technologie-Sektor bei Bewertungen sowie bei der Planung eventueller eigener M&A- oder Investitions-Aktivitäten. Hampleton Partners stellt Interessenten seine Reports kostenlos zur Verfügung.

Der aktuelle "Fintech M&A-Report" kann unter folgendem Link kostenfrei heruntergeladen werden https://www.hampletonpartners.com/de/reports/fintech-report/

Der aktuelle "Insurtech M&A-Report" kann unter folgendem Link kostenfrei heruntergeladen werden https://www.hampletonpartners.com/de/reports/insurtech-report/


*Laut den Untersuchungen von CB Insights

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Hinweis für Redakteure:
Die Daten und Informationen für den M&A-Marktreport von Hampleton Partners wurden aus der Datenbank 451 Research (www.451research.com) sowie aus CapitalIQ, ein Produkt von S&P Global, und CB Insights zusammengestellt.

 

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