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Crowdfunding - wenn die Bank "NEIN" sagt

Beim Crowdfunding, im Deutschen auch Schwarmfinanzierung genannt, handelt es sich um eine alternative Form der Fremdfinanzierung, die aus den USA stammt und mittlerweile auch in Europa Einzug hält.

Diese Form der Finanzierung macht sich das Internet und das Potential der Massen zunutze. Eine Unternehmensidee kann via Internet einer breiten Menschenmasse vorgestellt werden, und mithilfe vieler kleiner Beträge lässt sich ein beachtliches Kapital ansammeln.

Echte Alternative zur klassischen Bankenfinanzierung
Das Crowdfunding funktioniert schnell; kann man mit einer Idee die Investoren überzeugen, lässt sich binnen kurzer Zeit das zu deren Verwirklichung benötigte Kapital einsammeln. Es gibt dabei keine Hindernisse wie Schufa, fehlende Kreditsicherheiten, zu hohe Eigenbeteiligungen und hohe Kreditzinsen. Gerade für Unternehmensgründer, bei denen die Kreditinstitute eher zurückhaltend agieren, stellt das Crowdfunding eine große Chance dar. Zudem ist der finanzielle Aufwand, der mit dem Crowdfunding bzw. der Präsentation der Unternehmensidee verbunden ist, verschwindend gering. So kann es bspw. ausreichen, in Eigenregie einen Videoclip zu drehen.


Crowdfunding Plattformen
Das Crowdfunding erfolgt online, auf speziellen Plattformen. Als Marktführer gilt die Plattform Seedmatch. Investitionen sind hier bereits ab 250 € möglich. Mit der Bereitstellung ihres Kapitals erwerben die Investoren Unternehmensanteile und hoffen auf eine Rendite, d. h. darauf, dass der Unternehmenswert steigt. Bei anderen Varianten des Crowdfunding –sie kommen in der Regel bei künstlerischen Projekten zum Tragen – wird der Kapitaleinsatz der Investoren in Form einer Sachleistung abgegolten. Eine führende Plattform in diesem Bereich ist Startnext. Seitdem Seedmatch 2011 an den Start ging, hat es über 7,3 Millionen Euro einsammeln können. Ein durchschnittlicher Investor investiert rund 2000 € in verschiedene Start up Unternehmen.


Vor und Nachteile
Die Unternehmensbeteiligung erfolgt über ein patriarchisches Nachrangdarlehen; dies bringt für den Unternehmensgründer den Vorteil mit sich, dass die Liquidität seines Unternehmens nicht zusätzlich belastet wird – ein in der Startphase nicht zu unterschätzender Punkt. Die Investoren müssen den Nachteil des höheren Ausfallrisikos in Kauf nehmen; im Insolvenzfalle werden zuerst die anderen (vorrangigen) Gläubiger bedient. Andererseits haben sie im Erfolgsfall eine höhere Rendite als bspw. bei einem festverzinslichen Darlehen. Für die Unternehmensgründer ergibt sich der finanzielle Vorteil der (eventuell) entfallenden Verpflichtung zur Erstellung eines Wertpapierprospekts (Prospektpflicht). Dies ist dann der Fall, wenn das Finanzierungsvolumen unter 100.000 € liegt. Angesichts des geringen finanziellen Aufwandes für die Unternehmensgründer ist auch ein finanzieller Totalschaden zu verkraften. Aufgrund der relativ kleinen Darlehensbeträge hält sich auch für die Investoren der Schaden in Grenzen. Allerdings ist in Zukunft im Sinne des Anlegerschutzes mit einer Ausweitung der Prospektpflicht seitens der BaFin zu rechnen.

Die Crowdfunding Branche hat ein enormes Wachstumspotential. Die Finanzierungsvolumina und die Anzahl der Neugründungen werden sich aufgrund des Crowdfunding Erfolges aller Wahrscheinlichkeit nach erhöhen. Zu beachten ist jedoch, dass Crowdfunding allein kein Erfolgsgarant ist. Für eine erfolgreiche Unternehmensgründung ist eine tragfähige Geschäftsidee und deren überzeugende Präsentation notwendig. Dazu bedarf es eines klassischen Businessplans und eventuell einer vorangehenden Marktanalyse. Höchstmögliche Transparenz ist auch ohne Prospektpflicht wichtig, um das Vertrauen der Investoren zu gewinnen.

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