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Wirtschaft/Finanzen

Aktives Schuldenmanagement in Schiffweiler erfolgreich

Gerade die Kommunen im Saarland hat der Strukturwandel besonders hart erwischt. Neue Strategien sind gefragt, neue Wege müssen gegangen werden.

Investitionen sind gefragt und Investitionen bedeuten Schulden. Von 52 Gemeinden im Saarland sind 32 Sanierungsfälle! Die Schulden und der daraus resultierende Schuldendienst zwingt zum Umdenken. Die Gemeinde Schiffweiler ist eine der ersten, die aktiv den Risiken möglicher Zinsänderungen entgegengetreten ist.Bürgermeister Fuchs entschied sich bereits 2011 für die Hilfe von Spezialisten in der Absicherung von Zinsänderungsrisiken. "Die Ausgangslage war kritisch: Gemeinde Schiffweiler hatte eine Gesamtverschuldung von annähernd 70 Millionen € (80 Darlehensverträge mit unterschiedlichsten Zinsbindungs- und Tilgungsstrukturen). Daraus ergab sich eine jährliche Zinsbelastung von fast 3 Mio. €. Bedenkt man, dass derzeit die größte Einzelinvestition in der Gemeinde der Neubau einer Kindertagesstätte mit ca. 4,1 Mio. € ist – für die wir lange gekämpft haben - so sieht man mehr als deutlich, welchen Stellenwert eine Zinssteuerung im kommunalen Finanzmanagement mittlerweile hat. Der Neubau der Kindertagesstätte wäre - rein fiktiv natürlich - mit der Zinslast von noch nicht einmal zwei Jahren zu finanzieren."
Warum ein externer Dienstleister?
"Aktives Schuldenmanagement verlangt Ressourcen, Personal und spezielle IT-Infrastruktur. Bei der Größe der Gemeinde Schiffweiler und dem genannten Schuldenvolumen ist der Einsatz von externem Fachwissen zu favorisieren.
Die Wahl für die MAGRAL AG war eine Entscheidung der Transparenz. Die MAGRAL Finanzexperten zeigten anschaulich die in unserem Darlehensportfolio versteckten Risiken und auch die Möglichkeiten, hier gegenzuwirken.
Die Risikofaktoren wurden durch die MARAL AG deutlich und verständlich dargelegt. So war die an und für sich komplexe Materie auch bei der Entscheidungsfindung zum Abschluss eines Beratungsvertrages in den Gremien durchaus nachvollziehbar."
Effizienz und Effektivität stehen im Vordergrund.
"Durch die Vorgaben der kommunalen Schuldenbremse müssen die Gemeinden Maßnahmen umsetzen, mit der sie in der Lage sind, ab dem Jahr 2020 ohne neue Liquiditätskredite wirtschaften zu können. Das heißt, der oben aufgeführte Schuldenberg wird sich voraussichtlich weiter erhöhen und muss dann sukzessive abgebaut werden. Wir als Verantwortliche der kommunalen Finanzen sind auf werthaltige und aktuelle Informationen angewiesen. Mit unserem Zinssteuerungs-Dienstleister sind wir jederzeit in der Lage, die Entwicklung und den aktuelle Stand der Zinssicherungsinstrumente zu beurteilen.
Grundsätzlich beinhaltet jedes Darlehensportfolio ein Zahlungsstromänderungsrisko (für nicht feste Darlehen bei steigenden Zinsen) und ein Wertänderungsrisiko (für feste Darlehen bei sinkenden Zinsen). Betrachtet man sich die Zinsentwicklung in den vergangenen 30 Jahren so wurde aus meiner Sicht insbesondere das Wertänderungsrisiko in der Vergangenheit zu wenig beachtet bzw. von den entsprechenden Marktteilnehmern teilweise auch geleugnet. Somit dürften viele Darlehensportfolios teilweise erhebliche Opportunitätskosten enthalten."
Schiffweiler war Vorreiter – ein gutes Beispiel für andere saarländische Kommunen
Im Saarland fand organisiert durch den Dachverband, dem "Saarländischen Städte- und Gemeindetag", ein mehrwöchiger Workshop zum Thema interkommunale Zusammenarbeit beim Schuldenmanagement statt. Wegen des Haftungsfrage ist ein gemeinsames Schuldenmanagement derzeit nur schwer vorstellbar. Die Schulungsreihe lief jedoch unter der Überschrift: "Vom Passiven Schuldenmanagement ... zum aktiven Schuldenmanagement". Das Wissen um die Notwendigkeit der Zinssicherung war gelegt.
"Unser erfolgreicher Weg in der Zusammenarbeit mit der MAGRAL AG ist exemplarisch. Andere Gemeinden betreiben mittlerweile – ebenso erfolgreich – die Absicherung Ihrer Zinsen mittels externer Dienstleister."
Eine Strategie für die nächsten Jahre
"Es wird weiterhin eine streng konservative Strategie in der Zinssteuerung eingehalten werden, bei der nur sogenannte Plain-Vanilla Swaps, also Standardzinstauschverträge zum Einsatz kommen werden. Dies sind der Payer- (= Festzinszahler) und der Receiver- (= Festzinsempfänger) Swap, mit denen ein gesundes Mischverhältnis in der Zinsbindungsstruktur zwischen Zahlungsstrom- und Wertänderungsrisko gefunden werden soll.
Die Zahlen geben uns Recht. Veränderungen des Zinsniveaus sind für unseren kommunalen Haushalt keine Gefahr mehr. Gerade bei dem aktuellen, weltweiten Zinstief ist dies ein beruhigender Gedanke."

 

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