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Neue Heiratsregeln: Dänemark nimmt Scheinehen schärfer ins Visier

Traumhochzeit in einem verschneiten Ferienhaus an der dänischen Nordsee

Das Königreich Dänemark will ab Januar 2019 schärfere Heiratsregeln anwenden. Betroffen sind heiratswillige Paare aus aller Welt und dänische Hochzeitsorte. Paaren bleibt nur eine kurze Übergangsfrist

"Dänemarks Regierung lässt schon seit Monaten an schärferen Regeln feilen", weiß Dänemark-Kenner Wolfgang Dahl. "Erklärtes Ziel ist es die Zahl der Scheinehen weiter zu senken. Gut 10.000 internationale Paare sind im Jahr 2017 allein in die zehn größten dänischen Hochzeitsorte gereist. Ein Jahrzehnt zuvor war es gerade einmal die Hälfte.
Durfte bisher jeder dänische Hochzeitsort teilweise ein wenig andere Heiratsregeln aufstellen, so kommen die neuen Bestimmungen von "ganz oben". Um Scheinehen weiter einzudämmen, wird der gesamte ausländische "Hochzeitstourismus" abgebremst. "Vielleicht auf ein Niveau von vor zehn Jahren", schätzt Wolfgang Dahl, Inhaber einer grenznahen Heiratsagentur. "Es kann sein, dass das Kind mit dem Bade ausgeschüttet wird."
"Betroffen sein werden vor allem Paare sein", prognostiziert Dahl, Inhaber einer Heiratsagentur für internationale Paare. "Diese Menschen müssen vor Anforderungen etwa deutscher Standesämter kapitulieren. Zu den wirtschaftlichen Verlierern dürften allerdings auch vorwiegend ländlich strukturierte Bereiche Dänemarks gehören."
Insbesondere für Hochzeitsorte in "Randdänemark", fern der Hauptstadt Kopenhagen, brachte der boomende "Hochzeitstourismus" nicht nur im letzten Jahrzehnt Arbeitsplätze und neue Einnahmen. Hotels wie Privatvermieter profitierten beinahe ganzjährig von notwendigen Übernachtungen der Hochzeitspaare. Ebenso Blumenläden, Friseurstudios, Fotografen und nicht zuletzt Gastronomiebetriebe. Standesamtsgebühren, Steuern und Abgaben flossen in die Gemeindekassen. Kommen weniger Hochzeitspaare nach Dänemark, werden auch diese Einnahmen spürbar sinken.
So wird die althergebrachte Standesamtsgebühr eines jeden Paares zwar etwa verdoppelt, aber künftig nicht mehr in die Gemeinde fließen. Empfänger ist künftig die dänische Staatskasse. So hat denn auch in manchen dänischen Standesämtern ein vorsorgliches Stühlerücken begonnen. Als ausgebildete Verwaltungsfachleute lassen sich Standesbeamte schließlich auch in anderen Bereichen eines Rathauses einsetzen.
Für betroffene Hochzeiter hat Wolfgang Dahl einen Rat: "Es gibt ein Entrinnen vor den neuen Regeln - allerdings nur für kurze Zeit." Heiratswillige Paare, deren Papiere noch in 2018 in Dänemark standesamtlich geprüft wurden, dürfen in manchen dänischen Standesämtern in den ersten Monaten des neuen Jahres zu alten Regeln heiraten.

 

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