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Tierschützer demonstrierten gegen Bau eines neuen Tierversuchslabors in Berlin

Tierschützer demonstrierten gegen Bau eines neuen Tierversuchslabors in Berlin

Heute haben Aktivisten des Bundes gegen Missbrauch der Tiere e.V. vor dem Berliner Max-Delbrück-Centrum und dem Roten Rathaus gegen den geplanten Bau eines neuen Tierversuchslabors demonstriert.

Das Berliner Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin ist eine der größten tierexperimentellen Einrichtungen Deutschlands. Jetzt plant das Centrum zusätzlich den Neubau eines weiteren riesigen Tierversuchslabors. In dem geplanten „In-Vivo-Pathophysiologielabor“ wollen die Forscher künftig über 64.000 Tiere für Versuchszwecke halten. Damit wäre das Max-Delbrück-Centrum Deutschlands größtes Tierversuchslabor.

Der „Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V.“ lehnt den Neubau entschieden ab. Verkleidet als Forscher mit blutigen Händen demonstrierten Vereinsmitglieder heute vor dem Max-Delbrück-Centrum und dem Roten Rathaus in Berlin. Ihre Forderung: „Folterbau verhindern – für eine Forschung ohne Tierversuche“.

Petra Zipp, Vorsitzende des bmt, erklärt: „Wird das neue Tierversuchslabor gebaut, werden dort jährlich Hunderttausende Tiere leiden und sterben. Wissenschaftliche Forschung ist wichtig, aber Tierversuche sind ein Irrweg, darauf wollten wir heute aufmerksam machen.“

Zuspruch erhielten die Tierschützer von zahlreichen Passanten. „Den meisten Berlinern ist nicht bekannt, dass hier Deutschlands größtes Tierversuchslabor entstehen soll“, so Petra Zipp. „Besonders empört waren die Passanten darüber, dass dieses Vorhaben mit 25 Millionen Euro öffentlicher Gelder finanziert werden soll, während der Staat die tierversuchsfreie Forschung nur mit vier bis fünf Millionen Euro unterstützt.“

Der „Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V.“ fordert von der Berliner Regierung, dass der Neubau nicht genehmigt und stattdessen die Entwicklung tierversuchsfreier Methoden weiter ausgebaut und gefördert wird – ein Versprechen, das Politiker übrigens vor jeder Wahl wiederholen.

 

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