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Deutsches Tierschutzbüro kritisiert „Kaufland-Umweltmobil“ mit lebendem Uhu

Am 18. und 19.06.2013 kommt das Umweltmobil der „Kaufland“-Warenhauskette nach Berlin. Station macht es auf dem Parkplatz vor der Kauflandfiliale an der Sewanstraße.

Mit dabei ist der unfreiwillige "Kaufland-Umweltbotschafter" Uhu "Ben". Das Deutsche Tierschutzbüro e.V. kritisiert die Zurschaustellung des lebenden Vogels als tierschutzwidrig.

Von Mai bis Oktober tourt das Umweltmobil der Kaufland-Warenhäuser durch Deutschland. "Erlebnis Umwelt" heißt das Umweltpädagogikprogramm der Warenhauskette, das Kindern Natur- und Umweltthemen auf spielerische Weise vermitteln soll. Mit dabei ist Ben, ein lebender Uhu und unfreiwilliger "Kaufland-Umweltbotschafter".
Am 18. und 19. Juni macht das Kaufland-Umweltmobil Station in Berlin. Der Tierschutzverein Deutsches Tierschutzbüro e.V. kritisiert die Zurschaustellung des lebenden Uhus als tierschutzwidrig.
Stefan Klippstein, Sprecher des Deutschen Tierschutzbüros e.V., erklärt: "Während der mehrmonatigen Umweltmobil-Tour wird der Uhu unter beengten, artwidrigen Bedingungen gehalten. Das Tier kann seine natürlichen Verhaltensweisen nicht frei ausleben. Er kann nicht richtig fliegen, nicht jagen, hat keinen Kontakt zu einem Artgenossen."
Dass der Uhu laut Kaufland eine an den Menschen gewöhnte Handaufzucht ist, ist aus Sicht des Deutschen Tierschutzbüros irrelevant. "Das ändert nichts an den arteigenen Bedürfnissen dieses Tieres", so Klippstein.
Auch der NABU-Artenschutzexperte Helmut Brücher kritisiert die Zurschaustellung des Vogels: "In freier Natur ziehen sich die Uhus tagsüber zurück und verstecken sich in Baumwipfeln oder Felsnischen. Dieses natürliche Verhalten wird zwangsweise ins Gegenteil verkehrt. Ben wird über 80 Tage im Jahr in Schulen, Kindergärten und Kauflandfilialen ausgestellt. Schaulustige dürfen das an sich scheue Tier sogar streicheln. Dies stellt eine andauernde Tierquälerei dar."

Das Deutsche Tierschutzbüro e.V. fordert, dass Kaufland die Zurschaustellung des lebenden Uhus beendet.
"Die Präsentation des lebenden Uhus auf einem Supermarktparkplatz ist aus unserer Sicht nicht nur tierschutzwidrig, sondern auch kein sinnvoller Beitrag zur Umweltpädagogik", so Klippstein. "Statt Kindern Respekt vor den Bedürfnissen von heimischen Wildtieren zu vermitteln, zeigt Kaufland ihnen, wie man ein Tier den menschlichen Bedürfnissen unterwirft und vermarktet."

Das Deutsche Tierschutzbüro hat die Bevölkerung dazu aufgerufen, sich bei einer Online-Mailaktion gegen Kaufhof zu beteiligen, in den ersten Tagen haben bereits über 4500 Menschen daran teilgenommen. Direkt-Link zu Mailaktion: http://www.tierschutzbuero.de/kaufland-uhu-ben/

 

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