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Dieselpreis im Juli erstmals seit vier Monaten unter 2-Euro-Marke

Städteranking der Spritkosten für Juli 2022. (© infoRoad GmbH / Clever Tanken)

Autofahrer konnten im Juli durchatmen. Denn beim Stopp an der Tankstelle zeigten die Preistafeln an den Zapfsäulen deutlich geringere Werte an als in den Monaten zuvor.

* Auswertung von Clever Tanken zeigt: Super E10 rund 11 Cent, Diesel rund 6 Cent günstiger als im Juni
* Super E10 am günstigsten in Berlin, Mannheim und Bonn
* Super E10 am teuersten in München, Hannover und Bremen
* Diesel am günstigsten in Bonn, Bochum und Berlin
* Diesel am teuersten in München, Nürnberg und Leipzig

Nürnberg, 1. August 2022. Autofahrer konnten im Juli durchatmen. Denn beim Stopp an der Tankstelle zeigten die Preistafeln an den Zapfsäulen deutlich geringere Werte an als in den Monaten zuvor. Nach Auswertung des Verbraucherinformationsdienstes Clever Tanken kostete der Liter Super E10 im bundesweiten Monatsmittel 1,7975 Euro. Das war der niedrigste Wert seit Februar. Gegenüber Juni kostete Super E10 damit rund 11 Cent weniger. Der Liter Diesel verbilligte sich gegenüber dem Vormonat um etwa 6 Cent und kostete im Schnitt 1,9605 Euro. Das war das erste Mal seit Februar, dass sich der Dieselpreis wieder unter der 2-Euro-Marke bewegte. "Die Kraftstoffpreise sind im Juli den zweiten Monat in Folge gefallen. Während der Preisrutsch im Juni vorrangig an der Einführung des Tankrabatts lag, war der Hauptgrund im vergangenen Monat der Ölpreis. Pro Barrel der für Deutschland relevanten Nordseesorte Brent wurden im Juli kurzzeitig und erstmals seit Februar nur rund 95 US-Dollar aufgerufen", erklärt Steffen Bock, Gründer und Geschäftsführer von Clever Tanken. 

Als Ursachen für den gefallenen Ölpreis nennt Steffen Bock die Unsicherheiten wegen des Ukrainekrieges, die hohe Inflation sowie die Zinserhöhungen wichtiger Notenbanken. Das habe an den Märkten die Furcht vor einer weiteren Abkühlung der Weltwirtschaft geschürt, die die Nachfrage nach Erdöl, Benzin und Diesel trüben würde. Zusätzlich angeheizt worden seien diese Sorgen durch weitere Lockdown-Maßnahmen in China aufgrund neuer Covid-19-Ausbrüche. 

Benzin-Diesel-Schere weiterhin umgedreht

Der Preisunterschied zwischen Super E10 und Diesel lag im Juni bei minus 0,1630 Euro pro Liter. Gegenüber dem Vormonat klaffte die Benzin-Diesel-Schere damit rund 5 Cent zuungunsten von Diesel auseinander. Zum Vergleich: Im Juni war Diesel noch rund 14 Cent teurer als Super E10 gewesen. Dass Diesel teurer ist als Benzin, ist jedoch nach März, April und Juni im vergangenen Monat erst zum vierten Mal seit dem Start der regelmäßigen Monatsauswertungen von Clever Tanken im Juni 2012 eingetreten. "Normalerweise stocken die Haushalte ihre Heizölvorräte im Herbst auf. In diesem Jahr aber tun sie das bereits seit dem Frühjahr aus Angst vor weiter steigenden Preisen aufgrund der Ukrainekrise. Das stützt den Dieselpreis und verteuert ihn gegenüber Super E10", erläutert Steffen Bock. 

Günstigste und teuerste Tanktage

Der teuerste Tanktag für Super E10 war Freitag, der 1. Juli. 1,8480 Euro kostete der Liter an diesem Tag im bundesweiten Schnitt. Diesel hingegen kostete mit 2 Euro pro Liter am meisten am Montag, den 4. Juli. Das war sogleich der einzige Tag im vergangenen Monat, an dem der Dieselpreis die 2-Euro-Marke knackte. Am wenigsten zahlten Autofahrer für den Liter Super E10 am Samstag, den 30. Juli (1,7380 Euro), und für den Liter Diesel am Dienstag, den 26. Juli (1,9290 Euro). 

Städteranking 

Mit durchschnittlich 1,7442 Euro pro Liter Super E10 belegte Berlin beim monatlichen Preisvergleich der 20 größten deutschen Städte von Clever Tanken im Juli den ersten Platz der günstigsten Super-E10-Tankstädte. Dahinter reihten sich Mannheim (1,7511 Euro) und Bonn (1,7552 Euro) ein. Teuerste Tankstädte wurden hingegen München (1,8565 Euro), Hannover (1,8388 Euro) und Bremen (1,8313 Euro). Für vier Tankfüllungen à 60 Liter Super E10 bezahlten Autofahrer im teuren München rund 445,56 Euro und damit etwa 26,95 Euro mehr als im günstigeren Berlin.

Der Liter Diesel war im Juli am günstigsten in Bonn (1,9219 Euro), Bochum (1,9255 Euro) und Berlin (1,9261 Euro). Am meisten zahlten Dieselfahrer hingegen in München (2,0247 Euro), Nürnberg (1,9924 Euro) und Leipzig (1,9886 Euro).

Ausblick 

"Zwar ist der Rohölpreis in den vergangenen Wochen unter Druck geraten. Er bewegt sich jedoch weiterhin auf einem deutlich höheren Niveau als zu Jahresbeginn. Die Hauptursache dafür ist das durch den Ukrainekrieg geringe Angebot an russischem Erdöl. Das dadurch weltweit knappe Angebot wird die Rohölpreise auch im August weiter auf einem hohen Niveau halten - und damit die Preise an den Zapfsäulen. Hinzu kommt die ‚Driving Season' in den Sommerferien, während der die Kraftstoffpreise von jeher anziehen. In Schach gehalten werden dürfte der Preisanstieg hingegen von den zunehmenden Rezessionsängsten an den Börsen, die die Rohölnotierungen bereits seit Mitte Juni belasten", sagt Steffen Bock. 

Bock rät Autofahrern daher, die Kraftstoffpreise entlang geplanter Fahrtrouten regelmäßig zu vergleichen oder wiederkehrend genutzte Tankstellen dauerhaft im Blick zu behalten. "Über Apps, das Navigationsgerät oder das Internet lassen sich die günstigsten Tankstellen der Umgebung ermitteln. Zudem können Tankstellen in der App von Clever Tanken als Favoriten angelegt werden. Diese können Autofahrer dann beobachten und so günstige Tankzeiten ermitteln. Teure Autobahntankstellen sollten sie jedoch stets meiden, wenn das ohne Umwege möglich ist."

Beachten sollten Autofahrer zudem, dass es seit langem mancherorts bis zu sechs Preisspitzen am Tag gibt - insbesondere an den Markentankstellen. Steffen Bock: "Teilweise kommt es an ein und derselben Tankstelle zu Unterschieden von bis zu 15 Cent pro Tag. Beim Vergleich aller Tankstellen einer Stadt sind innerhalb von 24 Stunden auch schon mal bis zu 22 Cent drin." Günstige Tankzeiten bieten sich oft im Zeitraum zwischen 8 und 10 Uhr, 12 und 13 Uhr sowie 20 und 22 Uhr. Allerdings sind Abweichungen von diesen Regeln immer möglich.

 

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