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Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V. stellt Strafanzeige gegen Veterinäramt Borken (NRW)

Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V. stellt Strafanzeige gegen Veterinäramt Borken (NRW)

Nachdem der Arbeitskreis humaner Tierschutz vor ein paar Tagen Strafanzeige gegen den Betreiber der Nerzfarm in Borken gestellt hatte, wurde nun auch Strafanzeige gegen das Veterinäramt eingereicht

Nerze haben meist ein kurzes und qualvolles Leben in Deutschland. Sie werden auf Farmen in engen Drahtkäfigen gehalten. In freier Wildbahn ist ihr Revier bis zu 20 Quadratkilometer groß – in deutschen Farmen beschränkt sich ihr „Revier“ auf wenige Zentimeter nach vorne und zurück. Der Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V. kritisiert seit Jahren diese Haltung und fordert eine Schließung aller Nerzfarmen. Auch die Politik hatte die Zeichen der Zeit erkannt und änderte vor einigen Jahren die Tierschutznutztierverordnung – allerdings mit langen Übergangsfristen für Betreiber. Am 11.12.2011 endete solch eine Übergangsfrist, und den Nerzen müssen nun deutlich größere Käfige zur Verfügung stehen. „Dass die Pelzindustrie mit allen Mitteln versucht, das Gesetz zu umgehen, war abzusehen; schließlich bedeutet mehr Platz für Tiere weniger Profit für den Pelzfarmer. Aber: Gesetz bleibt Gesetz“, so Stefan Klippstein, Pressesprecher vom Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V.

Der „Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V.“ überprüft im Rahmen einer bundesweiten Recherche alle noch bestehenden Nerzfarmen auf die Einhaltung des Gesetzes. In Borken (NRW) konnte dokumentiert werden, dass die Nerze weiterhin in engen Käfigen leiden – ein klarer Verstoß gegen geltendes Recht. „Der Arbeitskreis humaner Tierschutz hat darum Strafanzeige bei der zuständigen Staatsanwaltschaft gestellt und das Videomaterial als Beweis vorgelegt“, so der gelernte Tierpfleger Stefan Klippstein.
Darüber hinaus wurde auch Strafanzeige gegen das zuständige Veterinäramt in Borken gestellt. „Der Behörde ist bekannt, dass der Betreiber der Nerzfarm gegen das Gesetz verstößt, und sie handelt nicht“, so Klippstein. Laut einem Rechtsgutachten des Berliner Anwalts Rolf Kemper über „Die Garantenstellung der Amtstierärztinnen und Amtstierärzte im Tierschutz“ machen sich Amtsveterinäre, die Verstöße nicht ahnden, genauso strafbar wie die Tierhalter und können daher ebenso zur Rechenschaft gezogen werden.

Weitere Informationen unter: http://www.tierschutzbuero.de/strafanzeige-gegen-nerzfarmer/

Der Arbeitskreis hat in den letzten Wochen folgende Anzeigen gestellt:
Am 09.01.2012 Anzeige beim Veterinäramt gegen die Nerzfarm in Nettetal (NRW), siehe http://www.arbeitskreis-tierschutz.de/Startseite/Aktionen/Newsletter.htm
Am 07.02.2012 Strafanzeige gegen die Nerzfarm in Borken (NRW), siehe http://www.tierschutzbuero.de/strafanzeige-gegen-nerzfarmer/
Am 20.02.2012 Strafanzeige gegen die Nerzfarm in Wesenberg-Zirtow (Mecklenburg-Vorpommern)
Am 20.02.2012 Strafanzeige gegen die Nerzfarm in Seelitz-Döhlen (Sachsen)
Am 20.02.2012 Strafanzeige gegen die Nerzfarm in Gütersloh (NRW), siehe: http://www.tierschutzbuero.de/illegale-nerzfarmen/

 

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