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Reisebericht Malta

In der Straße der Kreuzritter auf Rhodos erwachte in mir der Wunsch, zu sehen, wie einst aus Johannitern Malteser-Ritter wurden. Ich wollte Malta sehen.

Wie der Wind den Pflanzensamen von Eiland zu Eiland trägt, trug er hier den Samen einer ritterlichen Kultur von Rhodos über das Meer nach Malta, wo sich eine barocke Welt mit 330 Kirchen und machtvollen Palästen entfaltete.

Malta ist 325mal kleiner als Island, hat aber anderthalbmal so viel Einwohner (mehr als 300000). Die Mehrzahl sind Sarazenen, ihre Sprache ist arabisch, ihre Schrift lateinisch, und wenn in ihren Gebeten Allah angerufen wird, ist der Gott der katholischen Christen gemeint. Ihre Frauen sind schwarzhaarig, dunkeläugig, hellhäutig und fast immer »malerisch« – wenn sie sich nicht selbst allzu sehr mit Kosmetika angemalt haben. Ihre Männer sind klein, schlank, in der Jugend wie in Pastell gezeichnet. Daneben sind die blonden, hochgewachsenen durchaus nicht alle englische »Zuwanderer« aus den letzten zwei Jahrhunderten: Sie können auch aus normannischer Zeit stammen oder aus der Ritterzeit (1530 -1798), als neben den Rittern aus Italien, Frankreich, Spanien und Portugal auch Engländer und Deutsche mit ihren Mannen ein wahrhaft europäisches Regime über das Inselreich führten.

Malta, die Hauptinsel des Archipels, ist 248 Quadratkilometer groß. Im Norden liegt die Insel Gozo mit einem Viertel dieses Umfanges. Dazwischen träumt das 3 Quadratkilometer kleine Comino, mit etwa 35 Einwohnern, aber rund 200 Hotelbetten. Die Bewohner dieser kleinen Insel züchten Ziegen und jagen mit Frettchen, einer Iltisart, die als Braten begehrten Wildkaninchen. Es stimmt also nicht ganz, wenn ein Reiseführer behauptet, die einzigen Säugetiere auf Malta seien Feldmäuse. Die Kutsche jedenfalls, mit der ich an der Küste von Sliema entlangfuhr, wurde auch nicht von Feldmäusen gezogen, übrigens ist dem stillen Comino mit seinen beliebter! Badebuchten ein noch winzigeres, unbewohntes Felseneiland vorgelagert: Cominotto. Zwischen Comino und Cominotto liegt die Blaue Lagune, die ihrem Namen alle Ehre macht.

Malta hat im Südwesten bis zu 258 Meter hohe Erhebungen und Steilküsten, was den Eindruck der letzten europäischen Bastion im Süden verstärkt. Nach Nordwest zu fällt die Insel in starker Neigung ab, so dass es im nördlichen Teil auch schöne sandige Badebuchten gibt. Eine ähnliche Neigung von Südwesten nach Nordosten hat auch die Insel Gozo.

Die im Sommer recht kahl wirkenden Höhen der Inseln sind im Frühling von duftendem Thymian und Rosmarin bedeckt. Bei näherem Zusehen ist das Land nicht so eintönig braun, wie es zuerst vom Flugzeug aus scheint. Hier wuchern Disteln, dort mächtige Kakteen (Opuntien), Johannisbrotbäume, Tamarisken, Mandel- und Feigenbäume beleben das Bild, Oleander und Bambus sind nicht selten, es gibt auch vereinzelte Pinien und uralte Eichen, und jeder Besucher hat Gelegenheit, mindestens einen Baum für die Wiederaufforstung zu spenden. Die Küstengewässer sind reich an Thunfischen, Makrelen, Tintenfischen, Schwertfischen und Rochen --> Reisebericht Malta

 

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