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Ausgezeichnet! Zwei neue UNESCO-Welterbestätten für Kanada - Anticosti in Québec & Tr'ondëk-Klondike im Yukon

Leuchtturm auf der Insel Anticosti, Fotograf: Sébastien St-Jean Leuchtturm auf der Insel Anticosti, Fotograf: Sébastien St-Jean

Die UNESCO nahm die zur Provinz Québec gehörende Insel Anticosti im Sankt-Lorenz-Golf sowie die Region Tr'ondëk-Klondike im Yukon-Territorium in ihre Liste schützenswerter Natur- & Kulturstätten auf.

Die Insel Anticosti in Québec errang den Titel vor allem wegen ihrer einzigartigen Fossilien. Die Insel beherbergt den umfassendsten Fossilienbestand von Meereslebewesen, die vor 447 bis 437 Millionen Jahren existierten. Dieser Abschnitt der Erdgeschichte ist mit der Anticosti-Insel damit erstmals auf der Liste des UNESCO-Welterbes vertreten. Die Fossilien der Insel gelten auch als ein Beleg für das erste globale Massensterben von Tieren auf der Erde. Veränderungen des globalen Klimas und der Anstieg des Meeresspiegels verursachten seinerzeit am Ende des sogenannten Ordoviziums das Aussterben fast aller Meeresbewohner des Planeten.

Bislang wurden auf der Anticosti-Insel (Île d'Anticosti) rund 1.140 fossile Arten aus der fraglichen Periode entdeckt - eine wahre Fundgrube für Paläontologen aus aller Welt. Auch sonst bietet die Insel Naturwunder in Hülle und Fülle: tiefe Schluchten, hohe Wasserfälle und zahlreiche Höhlen. Auf der Insel wohnen derzeit nur etwa rund 200 Menschen. Bekannt ist sie auch für ihre üppige Population an Rotwild. Anticosti umfasst mehr als 9.200 Quadratkilometer Fläche und hat eine Küstenlinie von mehr als 550 Kilometern.

Die Region Tr'ondëk-Klondike liegt rund um die alte Goldgräberstadt Dawson im Yukon-Territorium in der Subarktis Kanadas. Ausgezeichnet wurde die Region vor allem wegen ihres reichen indigenen Erbes. Im Fokus stehen dabei die Geschichte und die Erfahrungen des Tr'ondëk Hwëch'in-Volkes, das seit tausenden Jahren an den Ufern des Yukon River lebt. Die Lebenswelt der indigenen Bewohner veränderte sich dramatisch, als in der entlegenen Region am Ende des 19. Jahrhunderts der Klondike Goldrausch ausbrauch und Glücksritter aus aller Welt dort nach Mineralien und neuem Wohlstand suchten.

Ausgewählt als Welterbestätten wurden acht Standorte am Yukon River und Blackstone River, die insgesamt 334 Hektar umfassen. Sie veranschaulichen verschiedene Aspekte der Kolonisierung des Gebietes. Einige der Orte stehen für den kulturellen Austausch zwischen der indigenen Bevölkerung und den Siedlern. An anderen wiederum passten sich die Tr'ondëk Hwëch'in an die koloniale Präsenz an. Beliebt bei Besuchern ist die Region rund um Dawson wegen ihrer indigenen Kultur, den weiten und wilden Naturlandschaften und der einmaligen Geschichte des Goldrausches in Nordamerika.

Anticosti und Tr'ondëk-Klondike gehören damit jetzt zu einer wachsenden Liste an UNESCO-Welterbestätten in Kanada. Besonders populär wegen ihrer gewaltigen Naturlandschaften sind unter anderem die Nationalparks Banff, Jasper, Yoho und Kootenay in den Rocky Mountains sowie Wood Buffalo und Waterton Lakes in Alberta. Auch urbane Stätten befinden sich auf der UNESCO-Liste: In Kanada gehören dazu unter anderem die Altstadt von Québec, die historische Fischersiedlung Lunenburg in Nova Scotia sowie der Rideau Canal zwischen der Hauptstadt Ottawa und Kingston am Ontario-See.

Federführend bei der Umsetzung der Welterbekonvention in Kanada ist Parks Canada, eine Regierungsorganisation, die sich um den Schutz des bedeutsamen Kulturbesitzes und Naturerbes kümmert. Parks Canada verwaltet zwölf der jetzt 22 kanadischen Welterbestätten.


Informationen für die Redaktion:
Bilder zur PM gibt es hier. Details zu allen neuen Welterbestätten finden sich auf den Seiten der UNESCO.

 

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