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TOP - Anwälte Ciper & Coll., die Anwälte f. Medizinrecht erneut erfolgreich vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth

Qualifizierte Rechtsberatung und -vertretung in einem Arzthaftungsprozess ist wichtig, um sich gegen die regulierungsunwillige Versicherungswirtschaft durchzusetzen. Informationen von Ciper & Coll.:

Ärztliche Kunstfehler haben oft erhebliche Konsequenzen für die Betroffenen. Da Haftpflichtversicherer der Ärzte und Krankenhäuser aussergerichtliche Regulierungen in den meisten Fällen verweigern, ist der Patient sodann gezwungen, gerichtliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Was Versicherungen im Vorfeld vielfach als "schicksalhaftes Geschehen" abgetan hatten, stellt sich vor Gericht in vielen Fällen als eine Fehlbehandlung dar, die für den geschädigten Patienten zu Schadenersatz und Schmerzensgeld führt. Dr. Dirk C.Ciper LLM, Fachanwalt für Medizinrecht, stellt im nachfolgenden einen aktuellen Prozesserfolg der Anwaltskanzlei Ciper & Coll. vor. Der Kanzleihomepage www.ciper.de sind im übrigen mehrere hunderte weitere Prozesserfolge zu entnehmen:

Landgericht Nürnberg-Fürth - vom 21. Juli 2016
Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Schmerzensgeld - Geburtsschaden:
Tod eines neugeborenen Kindes wegen unterlassener Sectio, 50.000,- Euro, LG Nürnberg-Fürth, Az.: 4 O 1742/16

Chronologie:
Die Kläger nahmen die Beklagte auf Ersatz der immateriellen und materiellen Schäden in Anspruch, die ihnen in Folge der fehlerhaften Behandlung ihrer verstorbenen Tochter entstanden sind.

Der Beklagten wurde ein grober Behandlungsfehler vorgeworfen, da über einen Zeitraum von mehreren Stunden die gebotene adäquate Überwachung durch qualifizierte geburtshilfliche Mitarbeiter/Innen (Ärzte, Hebammen) nicht geregelt war. Bei diesem Versäumnis handelt es sich um einen Verstoß gegen die in einer Fachklinik einzuhaltende Sorgfaltspflicht.

Ferner wurde vorgeworfen, dass auf eine Sectio verzichtet worden ist. Insgesamt lagen mehrere Faktoren vor, die - zumindest in der Gesamtbetrachtung - die Annahme eines komplikationslosen Geburtsverlaufs nicht mehr rechtfertigten und die Indikation einer Sectio gaben. Spätestens als der Geburtsverlauf gegen 18:30 Uhr ins Stocken geriet, wäre eine Sectio relativ indiziert gewesen.
Insoweit wird auf das Urteil des BGH vom 17.05.2011, Az.: VI ZR 69/10 verwiesen. In dieser Entscheidung wurde festgehalten, dass bei Vorliegen einer relativen Indikation für eine Schnittentbindung eine Pflicht zur Aufklärung der Mutter hierüber besteht. In diesem Urteil heißt es:

"Nach ständiger Rechtsprechung des erkennenden Senats ist eine Unterrichtung über eine alternative Behandlungsmöglichkeit erforderlich, wenn für eine medizinisch sinnvolle und indizierte Therapie mehrere gleichwertige Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen, die jeweils zu unterschiedlichen Belastungen des Patienten führen oder unterschiedliche Risiken und Erfolgschancen bieten. Gemäß diesem allgemeinen Grundsatz braucht der geburtsleitende Arzt zwar in einer normalen Entbindungssituation, bei der die Möglichkeit einer Schnittentbindung medizinisch nicht indiziert und deshalb keine echte Alternative zur vaginalen Geburt ist, ohne besondere Veranlassung die Möglichkeit einer Schnittentbindung nicht zur Sprache zu bringen. Anders liegt es aber, wenn für den Fall, dass die Geburt vaginal erfolgt, für das Kind ernstzunehmende Gefahren drohen, daher im Interesse des Kindes gewichtige Gründe für eine Schnittentbindung sprechen und diese unter Berücksichtigung auch der Konstruktion und der Befindlichkeit der Mutter in der konkreten Situation eine medizinisch verantwortbare Alternative darstellt. Dabei macht es keinen Unterschied, ob die Risiken für die Mutter oder das Kind entstehen, weil die Mutter die natürliche Sachwalterin der Belange auch des Kindes ist." Weiter heißt es in dieser Entscheidung: "das Recht der Mutter muss möglichst umfassend gewährleistet werden".

Verfahren:
Außergerichtich war der Haftpflichtversicherer der Beklagten nicht zur Haftungsanerkennung bereit, weshalb die Kläger gerichtliche Hilfe beanspruchen mussten. Daraufhin zeigte sich die Beklagte vergleichsbereit. Die Parteien einigten sich schließlich auf einen Gesamtabfindungsbetrag in Höhe von 50.000,00 € zzgl. außergerichtlicher Rechtsanwaltskosten.

Anmerkungen von Ciper & Coll.:
Es ist bedauerlich, dass Haftpflichtversicherer auch in eindeutigen Fallkonstellationen die betroffenen Patienten außergerichtlich nicht angemessen regulieren wollen. In solchen Fällen sind gerichtliche Inanspruchnahmen indiziert, so wie hier, stellt die sachbearbeitende Rechtsanwältin Irene Rist, Fachanwältin für Medizinrecht heraus.

Medizingeschädigte Patienten sollten bei der Suche des zu vertretenden Anwaltbüros vor allem auf folgende fünf Punkte achten:

1. Kompetenz
Diese basiert auf dem Erfahrungsschatz der Kanzlei auf dem Gebiet des Medizinrechtes. Jahrzehntelange Erfahrungen zahlen sich eher aus, als wenige Berufsjahre.

2. Qualifizierung
Diese basiert auf der Erfolgsstatistik: Mehrere hunderte nachweisbare Prozesserfolge in wenigen Jahren lassen eher auf die Qualität der Kanzlei schließen, als beispielsweise ein gutes Dutzend aufgeführte Fälle.

3. Fachanwaltschaft
Rechtsanwälte, die den Titel "Fachanwalt für Medizinrecht" tragen, weisen nach, dass sie auf diesem Gebiet über besondere praktische und theoretische Kenntnisse verfügen, die Anwälte ohne diesen Titel gerade nicht vorweisen können.

4. Teamarbeit
Es ist einleuchtend, bei der Auswahl des Anwaltbüros auf ein Team erfahrener Rechtsanwälte zurückzugreifen. Nur so ist gewährleistet, dass durch regelmäßigen kanzleiinternen Austausch und Hilfestellungen untereinander das bestmögliche Ziel für den Mandanten erreicht wird. In Klein-, oder Kleinstkanzleien fehlt gerade diese Möglichkeit, ganz unabhängig von den Komplikationen in Urlaubs-, oder Krankheitsfällen, sowie sonstigen Abwesenheiten des Bearbeiters.

5. Ortsnähe
Schließlich liegt es bereits aus pragmatischen Gründen auf der Hand, dass ein medizingeschädigter Mandant aus z.B. Südbayern nicht unbedingt eine Kanzlei an der Nordseeküste involvieren sollte und umgekehrt.