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„Sozialer Arbeitsmarkt - Sinnvolle Beschäftigung statt Arbeitslosigkeit finanzieren?“

11. Personaldebatte zum Frühstück

Düsseldorf – Die prognostizierten Arbeitsmarktzahlen sind erschreckend: Bundesweit werden bis zu 450.000 Menschen keinen Zugang zum ersten Arbeitsmarkt bekommen. In NRW soll das Programm "Soziale Arbeit NRW" diesen Menschen helfen. Über die Frage "Sozialer Arbeitsmarkt – Sinnvolle Beschäftigung statt Arbeitslosigkeit finanzieren" diskutierten bei der PEAG-Personaldebatte der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes NRW, Andreas Meyer-Lauber und der Sprecher für Mittelstand und Handwerk der FDP-Landtagsfraktion NRW, Ralph Bombis.

Ralph Bombis erklärte: "Es darf kein Schattenarbeitsmarkt entstehen, der bestimmten Unter-nehmen durch das Programm der Landesregierung Aufträge der öffentlichen Hand verschafft!" Er fürchtet, dass dies eine Wettbewerbsverzerrung und eine Verdrängung von sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten zur Folge hätte und den gewachsenen Mittelstand in NRW schwächen würde. Andreas Meyer-Lauber betonte: "Arbeit muss im Vergleich zum Bezug von Hartz 4 attraktiv sein. Das Programm "Soziale Arbeit NRW" ist ein Schritt in die richtige Richtung." Und weiter: "Kern der Lösung muss aber ein Zuwachs an Beschäfti-gungsmöglichkeiten auf dem ersten Arbeitsmarkt sein!"

Für Dr. Benedikt Jürgens, Geschäftsführer der PEAG HR, ist das Programm richtig. Jürgens: "Für Langzeitarbeitslose ist es auf Dauer nicht zufriedenstellend, zu Hause sitzen zu müssen und keine Anerkennung durch Arbeit zu bekommen. Aber aus der Sicht der Gesellschaft kann das Programm hilfreich sein, wenn es gelingt, Langzeitarbeitslose dadurch wieder in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren und auf diese Weise die Sozialsysteme zu entlasten!"

In der PEAG PERSONALDEBATTE zum FRÜHSTÜCK diskutieren in Düsseldorf einmal im Monat je zwei Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft über aktuelle Positionen und gegenwärtige Herausforderungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt.
In Berlin findet diese arbeitsmarktpolitische Debatte bereits seit Januar 2011 großen An-klang.

 

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