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PEAG Personaldebatte zum Frühstück: Zeitarbeit - Welche Konsequenzen haben die Vorschläge der großen Koalition

DGB-Vize Stefan Körzell diskutierte mit Gesamtmetall-Geschäftsführer Oliver Zander

Berlin – Die Große Koalition will die Zeitarbeit stärker regulieren. So spiegelt der geltende Koalitionsvertrag unter anderem die Pläne einer Begrenzung der Überlassung von Arbeitnehmern auf 18 Monaten wider. Im Rahmen der PEAG PERSONALDEBATTE zum FRÜHSTÜCK diskutierten Stefan Körzell, Mitglied des Geschäftsführenden DGB-Bundesvorstandes und der Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall Oliver Zander die möglichen Konsequenzen der geplanten Regulierung.

Oliver Zander sprach sich gegen eine stärkere Regulierung der Zeitarbeit aus. "Weitere Regulierungen gehen zu Lasten der Flexibilität der Unternehmen in Deutschland. Das schlägt im Endeffekt wieder auf den Arbeitsmarkt zurück. Das vom Arbeitgeberpräsident Kramer geforderte Belastungsmoratorium ist deshalb der richtige Weg."

"Der DGB lehnt Leiharbeit nicht grundsätzlich ab, z.B. zum Abarbeiten von Auftragsspitzen", so Stefan Körzell. "Eine stärkere Regulierung ist jedoch notwendig, um einer Aushöhlung der Arbeitnehmerüberlassung Einhalt zu gebieten. Im Übrigen bietet der Arbeitsmarkt genügend Flexibilisierungsinstrumente, die auch bei langfristigen Projekten nutzbar sind."

Sven Kramer, PEAG Geschäftsführer sowie stellvertretender Bundesvorsitzender des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen: "Die Zeitarbeitsbranche ist den Plänen der Großen Koalition weit voraus. Die Branchentarifverträge sehen beispielsweise eine gleiche Bezahlung von Zeitarbeitern und Stammbelegschaft vor. Dies sollte anerkannt werden, denn damit sind gesetzliche Regelungen hinfällig."

In der PEAG PERSONALDEBATTE zum FRÜHSTÜCK diskutieren einmal im Monat je zwei Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft über aktuelle Positionen und gegenwärtige Herausforderungen

 

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