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IDV Privatinstitut für Deutsche Verbraucher: Neuer Generationenvertrag nötig

© IDV Privatinstitut für Deutsche Verbraucher GmbH

Die IDV Privatinstitut für Deutsche Verbraucher GmbH aus Köln erklärt, warum wir einen neuen Generationenvertrag brauchen. Genutzt wird dessen Meinungsbefragung Anfang 2014.

Umfragen des IDV Privatinstitut zufolge finden die Pläne der Regierung, das Renteneintrittsalter auf 63 Jahre herabzusetzen, bei den Wählern breiten Anklang. Von bis zu 90 Prozent Zustimmung ist die Rede bei der IDV. Entsprechend zurückhaltend geben sich viele Kritiker, welche die zusätzlichen Kosten von 160 Milliarden Euro bis zum Jahr 2030 zu bedenken geben und an die Folgen des demografischen Wandels erinnern. Denn die zunehmende Überalterung der Gesellschaft ist eine Realität, an der sich nicht rütteln lässt. Das bestätigt auch die IDV Köln in weiteren Befragungen. Da aber weiterhin viele Arbeitnehmer von ihren Betrieben möglichst frühzeitig in den Ruhestand geschickt werden um Platz für jüngere frische Kräfte zu schaffen, geht es den meisten Angestellten vor allem um das höhere Maß an finanzieller Sicherheit, welches mit einem geringeren Eintrittsalter in die Rente verbunden ist.

Immer mehr Pensionäre arbeiten weiter

Vollständig mit dem Arbeiten aufzuhören ist in vielen Lebensplanungen nicht mehr vorgesehen. Zu zahlreich sind meist die Beispiele im eigenen Verwandtschafts- und Bekanntenkreis, bei denen körperlich gesunde und mental rege Menschen im Alter mit ihrer vielen Freizeit oft wenig anzufangen wissen. Gut 1,3 Millionen Menschen sind derzeit in Deutschland beschäftigt, obwohl sie sich bereits im Rentenalter befinden. Gegenüber dem Stand vor zehn Jahren haben sich damit die Zahlen verdoppelt. Dieser Wille zu einem aktiven Lebensabend ist einer der wichtigsten Schlüssel, um die in den kommenden Jahren und Jahrzehnten auf Deutschland zukommenden Probleme in Sachen sozialer Gerechtigkeit vernünftig in den Griff zu bekommen. Und oft ist es auch keine Frage des Wollens, sondern vielmehr des Müssens, so das Privatinstitut aus Köln.

Von allen wird mehr gefordert werden müssen

Da das Rentensystem in Deutschland auf einer Umlagefinanzierung beruht, ist es auf eine entsprechend breite Masse an Einzahlern angewiesen. Die durch stagnierende Geburtenzahlen entstehende Lücke wird sich nicht ausschließlich durch vermehrte Zuwanderung schließen lassen. Dies gilt umso mehr, als auch diese Zugewanderten später zu Beziehern von Alterseinkünften werden. Insofern, führt die IDV weiter aus, führt kein Weg an einer grundsätzlichen Neuaufstellung der Altersversorgung in Deutschland vorbei. Jüngere Arbeitnehmer werden sich dabei genauso auf höhere Zahlungen einstellen müssen wie Rentner auf niedrigere Auszahlungen. Wichtig ist vor allem, dass der hierzu notwendige politische Prozess möglichst transparent verläuft. Anderenfalls werden einzelne Gruppen oder im schlimmsten Fall sogar alle Beteiligten sich als die Verlierer dieser Reform begreifen und für politischen Gegendruck sorgen. Dies kann allerdings in Niemandes Interesse sein, weil die gegenseitigen Blockaden in Bezug auf die Rentenpolitik das Problem seit Jahrzehnten weiter verschleppen.

Die Zeit zum Handeln ist da

Je früher eine echte Reform kommt, so die Meinung der vom IDV Privatinstitut für Deutsche Verbraucher Befragten, desto geringer werden die persönlichen Einschnitte ausfallen. Denn ein Zuwarten bedeutet lediglich, dass das Problem vertagt wird und sich in dieser Zeit potenziert. Allerdings genügt es nicht, lediglich eine neue Rentenformel aufzusetzen. Parallel hierzu muss in der Gesellschaft und vor allem der Wirtschaft ein grundsätzlicher Mentalitätswandel erfolgen. Denn nur wenn es gelingt, ältere Arbeitnehmer möglichst lange zu beschäftigen, hat das derzeitige Sozialsystem eine Chance die Mitte des Jahrhunderts nicht nur zu überleben, sondern sogar gestärkt aus diesem Prozess hervorzugehen. Was von immer mehr jüngeren Angestellten eingefordert wird, ist für ältere Arbeitnehmer noch in weit größerem Maße wichtig: eine vernünftige Work-Life-Balance. Im Alter können sich daher die Arbeitszeiten nicht ausschließlich nach den betrieblichen Erfordernissen richten, sondern müssen die individuelle Leistungsfähigkeit des Einzelnen deutlich stärker berücksichtigen. Denn nur wenn es gelingt, dem Thema Altersteilzeit mehr Raum in der gesellschaftlichen Debatte einzuräumen, haben Reformen im Bereich der Altersversorgung tatsächlich eine realistische Chance.

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