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Bericht zu 40 Jahre Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft

Bei Verbandsjubiläen werden im Gegensatz zu Bundesparteitagen keine Beschlüsse gefasst. Sie senden aber mit Hinweis auf langjährige Traditionen ein kraftvolles Signal in die Zukunft.

14. April 1973, Stadthalle Hannover, die Delegierten wählen Bundeskanzler Willy Brandt erneut zum Vorsitzenden. Dabei ist ein Bundesparteitag immer für Überraschungen gut. Auch dieser der SPD, das zeigt der Antrag 296 aus dem Bezirk Hessen-Süd.

"Die Ausübung des Gewerbes zur Vermittlung von Grundstücken und Wohnungen ist gesetzlich zu unterbinden. Eine öffentliche Vermittlungsstelle ist einzurichten."

Der Antrag wird angenommen. Gilt hier noch die wirtschaftspolitische Maxime von Staatssekretär Hans Apel "Wettbewerb soweit wie möglich, Planung soweit wie nötig"? Oder ist der Weg nach links bestätigt, wie es Oppositionsführer Helmut Kohl sieht?

Verbandsgründung

Darum wird die Aktionsgemeinschaft Wirtschaftlicher Mittelstand (AWM), die Vorgängerorganisation des BDWi, noch 1973 vom Bundesverband der Versicherungskaufleute (BVK) und dem Ring Deutscher Makler (RDM) gegründet. Was in den ersten vier Jahren nur ein loses Aktionsbündnis ist, entwickelt sich ab 1977 zu einem schlagkräftigen Verband.

Ehren- und Hauptamt

BVK-Präsident Max Engl und RDM-Präsident Horst Angermann sind in den ersten Jahren des Verbandes die prägenden Persönlichkeiten. Ludger Theilmeier organisiert zeitgleich mit Parlament und Regierung den Umzug von Bonn nach Berlin. Werner Küsters vollendet schließlich 2006 die Umwandlung der Aktionsgemeinschaft Wirtschaftlicher Mittelstand in den Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft. Amtierender Präsident des Verbandes ist Michael H. Heinz.

Genau wie im Ehrenamt zeichnet sich der Verband auch im Hauptamt durch langjährige Kontinuität aus - mit Dr. Hermann Kurth, Markus Guhl und nunmehr Ralf-Michael Löttgen als Bundesgeschäftsführer.

Ein Netzwerk entsteht

Die Strategie des Verbandes stützt sich von Anfang an auf verschiedene Aktivitäten. Vor allem schafft der Verband den Rahmen für persönliche Gespräche. Es entsteht ein Netzwerk, in dem die Branchenvertreter des Dienstleistungssektors mit politischen Entscheidern zusammentreffen. Hier wird auf "Betriebstemperatur" miteinander diskutiert. Experten und Unternehmer aus den Mitgliedsverbänden bringen ihre Themen selber auf den Punkt.
Wichtig sind auch Kampagnen für politische Anliegen. Maßnahmen sind unter anderem Fachpublikationen, Veranstaltungen, Pressearbeit und Online-Kommunikation. In den Siebziger- und Achtzigerjahren standen dabei steuerpolitische Fragen häufig im Mittelpunkt. In den letzten Jahren hat der Arbeitsmarkt an Bedeutung gewonnen, zum Beispiel mit dem Thema Fachkräftemangel.

Von Bonn nach Berlin

Berlin ist nicht Bonn. Während Bonn sich immer seine Überschaubarkeit bewahrt hat, verzeichnet alleine die Lobbyliste des Bundestages in Berlin 2.142 Organisationen. Der Wettbewerb um die knappen Zeitbudgets der Abgeordneten hat sich deutlich verschärft. Während in Bonn ein bis zwei hochkarätige politische Veranstaltungen am Abend die Regel waren, sind es in Berlin an manchen Abenden in den Sitzungswochen 10, 20 oder noch mehr.
Der BDWi hat sich an die veränderten Bedingungen angepasst. In Bonn haben die großen parlamentarischen Abende mit vielen Teilnehmern und Themen gut funktioniert - in Berlin sind kleine Fachgespräche und Veranstaltungen zu Einzelthemen die Regel.

Fazit

Bei Verbandsjubiläen werden im Gegensatz zu Bundesparteitagen keine Beschlüsse gefasst. Sie senden aber mit Hinweis auf langjährige Traditionen ein kraftvolles Signal in die Zukunft.

Link direkt zum Text: http://www.bdwi-online.de/schwerpunkt/zur-kenntnis/in-der-debatte/datum////40-jahre-bundesverband-der-dienstleistungswirtschaft-1/

 

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