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Agenda 2020 – Chancengerechtigkeit und Fachkräftesicherung – wie sollte dies aussehen?

29. PEAG Personaldebatte zum Frühstück in Berlin

Berlin - Während der heutigen PEAG Personaldebatte zum Frühstück diskutierten Professor Joachim Möller, Direktor des Instituts für Arbeit und Berufsforschung, und Jörg von Polheim, FDP-Bundestagsabgeordneter.
In der Debatte wie Chancengerechtigkeit am Arbeitsmarkt und Fachkräftesicherung zukünftig aussehen sollen, wird der Ruf nach einer Agenda 2020 immer lauter. Für Joachim Möller ist klar: "Wir brauchen einen allgemeinen, flächendeckenden Mindestlohn, der sich in Ost und West unterscheidet und die Jugendlichen raus nimmt." Nur so würden sich Auswüchse nach unten mit Stundenlöhnen von fünf Euro oder noch weniger verhindern lassen. Dem widersprach von Polheim: "Unser Arbeitsmarktmodell ist erfolgreich, weil es auf Tarifautonomie und flexiblen Tarifpartnerschaften von Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften basiert." Möller sieht Chancen für Vollbeschäftigung in Deutschland. "Die erreichen wir aber nur, wenn wir in Bildung noch einen deutlicheren Schritt nach vorne machen!" Von Polheim sprach sich dafür aus, das Instrument der Zeitarbeit stärker zu nutzen. "Zeitarbeit ändert nichts an der ganz normalen Sozialversicherungspflicht, ebenso gilt der Schutz bei Krankheit und Kündigung. Wir wollen dieses Instrument, wo es sinnvoll ist, weiter entwickeln." Dazu forderte Gerd Galonska, Geschäftsführer der PEAG Unternehmensgruppe, von der Politik: "Zeitarbeit muss als gleichwertiges Arbeitsmarktinstrument neben anderen anerkannt werden und sollte nicht für jedes kontroverse, politische Arbeitsmarktthema missbraucht werden, zumal lediglich 2,3 Prozent der gesamten Beschäftigungsverhältnissen über Zeitarbeit laufen."

In der PEAG PERSONALDEBATTE zum FRÜHSTÜCK diskutieren einmal im Monat je zwei Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft über aktuelle Positionen und gegenwärtige Herausforderungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt.

 

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