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Was hat sich Louis Vuitton da in Moskau erlaubt?

Die PR-Manager von LV rieben sich zu Beginn wohl die Hände, als Ihr riesiger Vuitton-Koffer mitten am Roten Platz in Moskau fertig war. Das gibt Presse - weltweit! Gab und gibt es, aber negativ!

Alois Gmeiner ist der Presse- und Werbetherapeut und stösst sich am Zynismus dieser Aktion: "Als Pressetherapeut http://www.pressetherapeut.com stört mich an der Sache weniger die Dimensionen (Louis Vuitton hat ja Kohle), es stört mich auch nicht, dass diese Werbeaktion mitten am Roten Platz stattfindet, mich stört, dass eigentlich kein Mensch über die eigentliche Intention dieser Aktion sprechen und sich darüber aufregen."

Der Megakoffer war und ist tatsächlich als Charity-Aktion gedacht. Charity? Wie - wo - was?
Genau, der riesige Reisekoffer der Luxusmarke, der neun Meter hoch und 30 Meter lang ist und direkt neben dem Lenin-Mausoleum platziert wurde, sollte eigentlich Spenden sammeln.

Millionen für die Eigen-PR - Krümel für die Krümel!
In dem überdimensionalen Protz-Koffer sollen vom 2. Dezember bis zum 19. Januar Vintage Vuitton-Koffer ausgestellt werden - gut und schön wie Gmeiner feststellt. Die Erlöse aus dem "Kartenverkauf" gehen komplett an die Stiftung "Naked Hearts" des russischen Models Natalja Wodjanowa, die sich um benachteiligte Kinder in Ruslland kümmert. Eigentlich doch auch gut - und schön Hr. Gmeiner oder?

Mehr Zynismus geht nicht!
"Sorry, ich bin ja auch eine PR-Hure und mach für eine Headline meiner Kunden wirklich viel Quatsch und weiß, wie Zeitungen und Medien ticken, aber wenn man sich mal die Millionenkosten für diesen temporären Bau ansieht und dann die möglichen relativ übersichtlichen Erlöse aus dem Kartenverkauf gegenüberstellt, dann bleiben wohl gravierende Zweifel an dem ach so ehrenwerten Hilfs-Gedanken, den da ein Luxuskonzern an kleine arme Kinder verschwendet."

Hilf und hilf gerne!
Pressetherapeut Gmeiner: "Ich selbst sage meinen Kunden bei Charity-Aktionen immer wieder - Hilf - aber Hilf auch gerne. Lass die Sache nicht zum Alibi verkommen. Gerade jetzt in der Weihnachtszeit, in der - und auch hier ist die Gedankenlosigkeit unserer heutigen Überflussgesellschaft erkennbar - allerorten Charity-Fress-Gelage, Charity-Punsch, Charity-Marmelade und was weiß ich noch verkauft wird - zum Wohle der Notleidenden und Hungernden dieser Welt. Hallo - Fressen um die Hungernden zu unterstützen. Nicht schlecht, meist werden diese Aktionen im Geleit TV geiler Promis und Küchendiven zelebriert und alle umarmen sich, weil sich doch so wohltätig sind. Eigentlich zum Kotzen - oder?"

Gmeiner spendet daher ein Lob an Leute wie Frank Zander, der jedes Jahr ein Weihnachtsessen MIT und FÜR Obdachlosen organisiert, damit die sich mal sattessen können. Und eben kein Luxus-Gelage für Besserverdiener veranstaltet, um dann das Trinkgeld des Bacchanals, an eine dankbare Organisation zu spenden.

Aufruf:
Gmeiner: "Mehr Empathie in der Adventszeit - auch in unserer Mediengeilen Branche, mehr an die denken, denen es nicht so gut geht! Ohne Zynismus, aber mit echtem menschlichen Mitgefühl."

 

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