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Mundschenk leistet Beitrag zur Nachhaltigkeit - Wittenberger Druckereiunternehmen nach FSC-COC zertifiziert

Zertifikat MUNDSCHENK Druck+Medien FSC Chain of Custody

Druckereien haben einen großen Anteil am Papierverbrauch in Deutschland. MUNDSCHENK garantiert mit dem FSC-COC-Zertifikat, dass nur auf Papier aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern gedruckt wird.

(Lutherstadt Wittenberg, 23. Juni 2016) "Schaut man sich die Zahlen zum Papierverbrauch an, wird einem Angst und Bange", so Martina Radlbeck, Geschäftsführerin MUNDSCHENK Druck+Medien. Mit 20 Millionen Tonnen pro Jahr ist Deutschland einer der Spitzenreiter weltweit. "Wir brauchen ein Bewusstsein für den nachhaltigen Umgang mit unseren Wäldern. Das betrifft alle Unternehmen, die sich in der Produktkette von der Abholzung bis zum Endkunden befinden", appelliert Radlbeck. "Besonders Druckereien, die einen bestimmt nicht unerheblichen Anteil am Papierverbrauch haben, sollten sich das auf die Fahne schreiben." Das Wittenberger Druckereiunternehmen ließ sich aus diesem Grund Anfang Juni mit dem FSC-COC-Zertifikat auszeichnen: "Damit garantieren wir, dass wir nur auf Papier aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern drucken", ergänzt Radlbeck. Nach den Regeln des Forest Steward Council, kurz FSC, bedeutet das: kein unkontrolliertes und illegales Abholzen, keine Verletzung der Menschenrechte und keine zu große Umweltbelastung.

Druckmaterialien aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern

In zahlreichen Unternehmen sind FSC-Produkte wie beispielsweise Papier und Holz bereits ein fester Bestandteil des Sortiments. "Hierunter gehören Druckereien zu einer der großen Unternehmensgruppen - denn tagtäglich verlassen tausende Auflagen von Magazinen, Prospekten, Flyern und Plakaten die Produktionshallen", betont die Geschäftsführerin des Wittenberger Druckereiunternehmens. Mit der sogenannten COC-Zertifizierung, Chain of Custody, vom Forest Steward Council unterstützt Mundschenk das Ziel dieser Organisation: Papier- und Holzprodukte sollen aus Rohstoffen nachhaltiger Waldwirtschaft herstellt und genutzt werden.

Aufwändiger aber lohnenswerter Prozess

Druckereiunternehmen müssen für den Erhalt des FSC-COC-Zertifikats in einem mehrstufigen Prozess ein innerbetriebliches Verfahren aufbauen, mit dem sichergestellt ist, dass FSC-zertifizierte Materialien jederzeit identifizierbar bleiben. "Genau das war in den insgesamt acht Monaten bis zum Zertifikat die größte Herausforderung: Das genaue Planen, Dokumentieren und Implementieren dieses innerbetrieblichen Verfahrens - und zwar so, dass es für jeden Mitarbeiter nachvollziehbar und transparent ist", erinnert sich Radlbeck. "Unser Handbuch dazu hat insgesamt 72 Seiten." Der Aufwand hat sich gelohnt: Die Kunden von Mundschenk können sich auf Produkte der besonderen Art freuen, denn sie haben mit dem FSC-Siegel die Garantie, dass alle Betriebe in der Produktkette - von der Rohstoffgewinnung bis zu den eigenen Druckhallen - gleichermaßen zertifiziert sind und die Standards erfüllen." Radlbeck ergänzt: "Wären wir selbst nicht zertifiziert, könnten wir zwar FSC-Papiere kaufen und verarbeiten, allerdings kein FSC-Siegel anbringen."

"Das FSC-Label hat für uns einen ideellen Wert"

Gerade im Hinblick auf die aktuelle und prognostizierte Marktsituation bieten sich für Druckereiunternehmen mit dem FSC-Label große Vorteile. Denn laut Forest Steward Council ist ein solches Zertifikat wichtig, um weiterhin national wie auch international bestehen zu können: Neue Märkte lassen sich so erschließen und Marktanteile steigern. Unter Umständen können die Unternehmen einen Mehrpreis für einzelne Produkte erzielen. "Uns geht es aber primär darum, den verantwortungsvollen Umgang mit Waldressourcen glaubhaft zu kommunizieren", stellt Radlbeck richtig. "Druckereiunternehmen haben einen massiven Papierverbrauch und da sind Reklamationen noch nicht einmal mit eingerechnet. Insofern hat die FSC-Zertifizierung für uns vor allem einen ideellen, moralischen Wert und auch andere Druckereien sollten mit dem FSC-Label ein Zeichen setzen."

 

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