Aktuelle Pressemitteilungen

Marketing/Werbung

Max Weiß im Interview: "Social-Media-Marketing ist ein entscheidender Hebel in der Wirtschaftskrise"

WEISS Consulting & Marketing GmbH WEISS Consulting & Marketing GmbH

* Investitionen in digitales Marketing steigen trotz Sparmaßnahmen
* Markenbildung und Kundenbindung durch gezieltes Social Media Engagement

Bad Tölz, 20. März 2024. Corona-Pandemie, Ukraine-Krise, Energiekrise, Inflation, Fachkräftemangel: Seit 2020 stehen Unternehmen in Deutschland immer wieder vor enormen wirtschaftlichen Herausforderungen - und müssen sparen. Viele setzen den Rotstift zuerst im Marketing an. Doch gilt das für alle Marketing-Bereiche? Max Weiß, Inhaber einer Agentur für Social-Media-Marketing und Coach in diesem Bereich, sagt: "Nein. Der Markt für Social-Media-Marketing ist in den vergangenen vier Jahren sogar gewachsen." Mit seiner WEISS Consulting & Marketing GmbH hat der 24-Jährige seit 2018 tausende Gründerinnen und Gründer in der DACH-Region dabei unterstützt, ihre eigene Social-Media-Marketing-Agentur aufzubauen. An deren Erfolgen sieht er daher auch, wie sich der Markt entwickelt hat. Im Interview erklärt Max Weiß, warum Social-Media-Marketing boomt, inwiefern sich Kampagnen verändert haben und warum Unternehmer YouTube, Instagram & Co. gerade in Krisenzeiten für die eigene Außendarstellung nutzen sollten.

Herr Weiß, die deutsche Wirtschaft steht seit vier Jahren unter starkem Druck. Einsparungen, Kurzarbeit und Insolvenzen sind die Folgen für viele Unternehmen. Wie hat sich die Nachfrage nach Social-Media-Marketing in dieser Zeit verändert?

Max Weiß: Tatsächlich ist das Interesse an Social-Media-Marketing in den letzten vier Jahren gestiegen. Ein Grund dafür ist sicherlich, dass die Digitalisierung während der Corona-Pandemie einen starken Aufschwung erlebt hat. Videokonferenzen und Homeoffice wurden damals zur Normalität - und sind es bis heute geblieben. Gleichzeitig haben sich viele Unternehmen intensiv mit Social Media beschäftigt und erkannt, dass sie über Facebook, LinkedIn, Instagram und Co. neue Kunden und Fachkräfte viel gezielter und auch kostengünstiger erreichen können als über die bis dahin üblichen Wege wie Werbe- und Stellenanzeigen in klassischen Medien oder Jobbörsen. 

Trotzdem kürzen viele Unternehmen ihre Werbebudgets und schicken ihre Mitarbeiter auf Kurzarbeit. Spüren Sie als Anbieter und Coach für Social-Media-Marketing keine negativen Auswirkungen?

Max Weiß: Nein. Weder in unserer eigenen Social-Media-Agentur noch bei unseren Kunden, die wir auf dem Weg zur eigenen Agentur begleiten, spüre ich einen Nachfragerückgang. Im Gegenteil: Die Nachfrage steigt. Denn mehr Umsatz kann man nur generieren, wenn man neue Kunden gewinnt. Und da haben viele Unternehmen erkannt, dass das über Social Media und über Onlinemarketing sehr gut funktioniert. Weil man das Budget hundertprozentig kontrollieren und die Prozesse jederzeit nachjustieren kann.

Investieren die Unternehmen mehr oder weniger als vor der aktuellen Wirtschaftskrise?

Max Weiß: Tatsächlich sind viele Unternehmen bereit, mehr Geld in Onlinemarketing zu investieren. Das liegt daran, dass das Thema vor vier Jahren für viele noch zu undurchsichtig war, weil sie sich nicht damit beschäftigt haben. Das hat sich stark geändert.

Wenn immer mehr Unternehmen auf Social-Media-Marketing setzen, steigt natürlich auch die Konkurrenz unter den Werbetreibenden. Hat sich dadurch die Art und Weise der Kampagnen verändert?

Max Weiß: Aufgrund des Fachkräftemangels hat das Thema Recruiting über Social Media an Bedeutung gewonnen. Denn ohne Fachkräfte können Unternehmen ihren Umsatz nicht steigern. Deshalb haben sich viele Agenturen auf dieses Thema spezialisiert.  

Für den Erfolg der Kampagnen ist es wichtig, nicht mehr nur auf Anzeigen zu setzen. Die Kombination aus Annoncen und organischen Inhalten ist der Schlüssel. Online-Kampagnen zielen immer mehr darauf ab, Marken aufzubauen, die sowohl für Kunden als auch für Mitarbeitende attraktiv sind. Gute Social-Media-Marketer bauen daher verschiedene Kanäle wie Instagram, TikTok und YouTube, aber auch Podcasts auf - und kombinieren sie. Unternehmen, die hier Zeit und Geld investieren, heben sich von der Konkurrenz ab. Denn die meisten setzen - zumindest noch - ausschließlich auf Werbung.  

Welche Rolle spielt Social-Media-Marketing in der Krisenkommunikation und im Reputationsmanagement von Unternehmen?

Max Weiß: Viele Firmen setzen Social Media inzwischen gezielt für die Krisenkommunikation ein. Gerade YouTube ist dafür ein guter Kanal, um beispielsweise Statement-Videos zu veröffentlichen, mit denen Krisensituationen transparent erklärt und Vertrauen aufgebaut werden kann. 

Zudem lässt sich das Image von Unternehmen über Social Media nicht nur aufbauen, sondern auch drehen. Ein Beispiel: Hat eine Zahnarztpraxis einen schlechten Ruf, kann durch professionelle Social-Media-Kampagnen die Marke neu inszeniert und das schlechte Image in ein positives verwandelt werden. Influencer können eingeladen werden, die Praxis zu testen und über ihre Erfahrungen zu berichten. Das Team und die Leistungen können vorgestellt werden. Solche Maßnahmen schaffen Transparenz und damit Vertrauen. Gerade in der aktuellen wirtschaftlichen Situation ist dies für viele Unternehmen ein enormer Hebel. 

Hat sich die Geschwindigkeit des ROI, also des Return on Investment, von Social-Media-Marketing-Aktivitäten in der Krise verändert?

Max Weiß: Die Entwicklung des ROI hängt weniger von der gesamtwirtschaftlichen Situation als vielmehr von der Art des Onlinemarketings ab. Hier muss man zwischen der Schaltung von Werbeanzeigen und professionellem Social-Media-Marketing unterscheiden. Aufgrund der gestiegenen Nachfrage sind Werbeanzeigen in Social Media heute natürlich bei weitem nicht mehr so günstig wie noch 2018. Aber sie sind immer noch günstiger als klassische Alternativen und besser steuerbar. Und es ist möglich, mit Anzeigen kurzfristig mehr Umsatz zu erzielen. 

Beim Social-Media-Marketing hingegen geht es nicht darum, schnell viel Umsatz zu machen und damit kurzfristig einen ROI zu sehen, sondern um den Aufbau von Marken. Und das geht nicht von heute auf morgen.

Eine Frage zum Schluss: Was raten Sie Unternehmern, die in diesen wirtschaftlich unsicheren Zeiten überlegen, ob sie in Social-Media-Marketing investieren sollen oder nicht?

Max Weiß: Ich rate ihnen, zu erkennen, dass Social-Media-Marketing gerade in der Wirtschaftskrise essenziell ist. Ich erkläre ich ihnen, dass sie, wenn sie jetzt nicht bereit sind, zum Beispiel 1.500 Euro im Monat in Social-Media-Marketing zu investieren, das später mehr kostet. Natürlich kann man sich die Kosten für die Social-Media-Agentur sparen, aber dann gewinnt man keine neuen Mitarbeiter. Und ohne Mitarbeiter gewinnt man keine neuen Kunden. Und das ist deutlich teurer als 1.500 Euro im Monat. 

Es war immer so und es wird immer so sein, dass es die schlechteste Idee ist, in Krisenzeiten das Marketingbudget komplett zu streichen. Natürlich müssen Unternehmer auf die Kosten schauen. Aber Sparpotenzial sollte zuerst an anderer Stelle gesucht werden.

 

Disclaimer: Diese Pressemitteilung wird für den darin namentlich genannten Verantwortlichen gespeichert. Sie gibt seine Meinung und Tatsachenbehauptungen und nicht unbedingt die des Diensteanbieters wieder. Der Anbieter distanziert sich daher ausdrücklich von den fremden Inhalten und macht sich diese nicht zu eigen.