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Kultur/Kunst

"Three-Act" Ausstellung | Gallery Weekend 2014 | Eröffnung

Lukas Hoffmann | Radicchio Rosso I-IX, 2013 |  Silbergelatine-Abzüge

"Three-Act" zeigt Ulrich Riedel, Lukas Hoffmann und Claudia Vitari und gewährt dabei Einblicke in den künstlerischen Prozess. Highlights sind eine Leseecke sowie Einblicke in die künstlerische Arbeit.

Anlässlich des Gallery Weekend in Berlin freut sich BERLINARTPROJECTS, die Three-Act (Dreiakter) Ausstellung mit den Künstlern Lukas Hoffmann, Ulrich Riedel und Claudia Vitari präsentieren zu dürfen. Inspiriert durch die Dreiaktstruktur aus der Literatur nimmt der Titel Bezug auf unterschiedliche Stadien des künstlerischen Prozesses und betont dabei den Aspekt des Geschichtenerzählens, zu der jedes Werk seine eigene Erzählung beiträgt. Im Kontrast zum traditionellen Galerieraum, wo lediglich die vollendeten Werke ausgestellt sind, gewährt die Three-Act Ausstellung Einblicke in den künstlerischen Prozess und zeigt Materialien, die seine unterschiedlichen Stufen spiegeln. Neben Fotografien, Installationen und Skulpturen enthält die Ausstellung Skizzen sowie eine kleine Bibliothek mit von den Künstlern ausgewählter Literatur, Kunstbüchern und Publikationen über ihre Arbeit. Als Teil der Ausstellung bietet die Leseecke nicht nur Informationen über die Künstler, sondern zeigt auch Quellen ihrer künstlerischen Inspiration auf. Gallery Weekend Besucher sind hier eingeladen, sich entspannt zurückzulehnen, in die Literatur zu vertiefen sowie das Gesehene zu reflektieren.

Ulrich Riedel verwandelt literarische Elemente in Skulpturen und arbeitet dabei mit Raum und Text und spielt mit Buchstaben und Wörtern. Riedel trägt mit drei unterschiedlichen Arbeiten zu der Ausstellung bei, welche jeweils typische Charakteristiken seiner Arbeit repräsentieren. Zentrales Werk ist dabei die ebenerdige Installation "geneigter Raum / Berlin" (2014), welche ihren eigenen Raum erzeugt und die Galerie somit transformiert.
Die Fotoserie "Radicchio Rosso I- IX" (2013) von Lukas Hoffmann wird zum ersten Mal gezeigt. "Für den Fotografen gilt es, die Welt in ihrer bildhaften Gestalt zu erkennen. In einem Gespräch über seine Arbeit erklärt Lukas Hoffmann, es ginge ihm um eine Aufmerksamkeit auf die Formen und das Licht, nicht um das Wissen dessen, was er fotografiere. Es geht dem Künstler nicht zuerst um den abgebildeten Gegenstand – einen Baum oder ein Haus – vielmehr um eine sich im Bild strukturierende Ordnung in der Landschaft."
Geprägt durch ihre Arbeit in der Psychiatrie, Gefängnissen und anderen Grenzsituationen basiert Claudia Vitaris sozial engagierte Arbeit auf Langzeitstudien und Erzählungen. Mit ihren Darstellungen von Menschen versucht sie, deren Geschichte und Persönlichkeit abzubilden und betrachtet den Akt des Porträtierens als Dialog zwischen sich und ihrem Gegenüber. Dies bedeutet für sie, dass ein Porträt einer anderen Person immer in der eigenen Subjektivität verhaftet und somit unvollständig bleiben muss. In ihrem künstlerischen Prozess verarbeitet sie Erfahrungen aus extremen und sozial fernen Situationen und verwandelt schwierige und ernste Themen in filigrane Arbeiten. Im Rahmen der Three-Act Ausstellung wird sie ausgewählte Skizzen und Skulpturen zeigen.

Lukas Hoffmann | geb. in Zug (Schweiz), lebt und arbeitet in Berlin. Er studierte Bildende Kunst an der École Nationale Supérieure des Beaux-Arts in Paris (2003-2007) und verfolgte das Forschungsprogramm La Seine von 2009-2011 (ENSBA Paris). Hoffmann erhielt Atelierstipendien in Antwerpen (2008-2009) und Berlin (2011). Unter seinen letzten Ausstellungen war die Paris Photo Los Angeles (Galerie de Roussan, Paris, 2014) Poppositions im Dexia Art Center (Brüssel, 2014), Eine Quersumme bei BERLINARTPROJECTS (Berlin, 2013) This Infinite World im Fotomuseum Winterthur (2013) sowie Polderbos im Kunstmuseum Luzern (2011).

Ulrich Riedel | geb. 1979 in Berlin, wo er lebt und arbeitet. Er hat an der Humboldt-Universität zu Berlin Philosophie und Kunstgeschichte studiert (2001-2002) sowie bildende Kunst an der Universität der Künste (UdK) Berlin (2002-2007), wo er Meisterschüler von Tony Cragg und Florian Slotowa war. In 2006 studierte er als Sokrates Stipendiat an der Hochschule für Bildende Künste in Sydney (Australien). Riedel erhielt darüber hinaus verschiedene Stipendien und verbrachte mehrere Semester im Ausland. Ausstellungen hatte er unter anderem im Kunstverein Arte Noah (Einzelausstellung), Museum Kulturspeicher Würzburg sowie Motorenhalle Dresden. 2013 erhielt er auf der art figura den 5. Kunstpreis der Stadt Schwarzenberg.

Claudia Vitari | geb. 1978 in Turin (Italien), lebt in Berlin und arbeitet in Torino, Barcelona und Berlin. Sie hat an der Burg Giebichenstein, Kunsthochschule Halle an der Saale studiert, wo sie in 2004 ihren Abschluss machte. Sie stellte 2013 im Mausoleo della Bela Rosin (Einzelausstellung), in Turin, Arts Santa Monica, Barcelona und Raffaella De Chirico Arte Contemporanea aus sowie 2012 im Natural Science Museum von Turin sowie bei BERLINARTPROJECTS. Ihr Projekt "The Invisible Cities" (2010-2012) wurde in Barcelona in Zusammenarbeit mit "Radio Nikosia" realisiert, dem ersten spanischen Radio organisiert von Menschen diagnostiziert mit psychischen Erkrankungen. "PERCORSOGALERA" (2007-2009) wurde umgesetzt in Turins Gefängnis. Für beide Ausstellungen erhielt die Künstlerin Stipendien der "Regione Piemonte".

 

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