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Liebestoller Aristokrat nötigt Hausangestellte - "Die Hochzeit des Figaro" wurde vor 230 Jahren uraufgeführt.

Figaro vermisst das gemeinsame Schlafzimmer

Eine solche Schlagzeile wäre im Jahre 2016 schon fast keine Besonderheit mehr, aber am 1. Mai 1786 verursachte die Uraufführung von "Die Hochzeit des Figaro" in Wien einen Skandal.

"So ändern sich die Zeiten," schmunzeln Alexander und Antje Engler vom Salzburger "Zauberflöten Quartett" anlässlich des 230. Jahrestags der Uraufführung der berühmten Mozart Oper.

- "Ein toller Tag" lautet der Untertitel -
und das kann man tatsächlich wörtlich nehmen, denn Figaros Hochzeit ist nicht nur eine, sondern das sind gleich mehrere Verwechslungsgeschichten ineinander verstrickt und verwoben.

Es geht bunt und turbulent zu, der Graf stellt Susanna nach, die mit Figaro verlobt ist.
Cherubino ist verliebt in alle Frauen und Figaro versteht immer alles falsch.
Diverse Briefe geistern durch die Handlung und Kleider werden getauscht.
Man trifft sich geheim im Garten und in einem großen Tumult esakliert die Sache, bis die Gräfin großzügig allen verzeiht und das Happyend besiegelt.

- Ein Affront für die Aristokratie

Figaro - der Kammerdiener eines Grafen als Hauptfigur in einer Oper, das war sowieso der Skandal überhaupt.
Noch dazu wird der Graf als liebestoller Möchtegern-Held regelrecht durch den Kakao gezogen.
Das ging zur damaligen Zeit natürlich eigentlich viel zu weit und sorgte für ziemliche Irritationen in den Kreisen des Wiener Adels.
Musikliebhaber waren begeistert von der genialen Komposition, der Adel jedoch wollte sich nicht von Joseph II, der die Zustimmung zur Aufführung erteilt hatte, so karikieren lassen.

Antje und Alexander Engler lieben diese Oper und interpretieren sie gerne in ihren Opernschnappschüssen mit dem "Zauberflöten Quartett".

"Ein heiteres Chaos," sagt Antje Engler, die gerade weder ein neues Programm zusammenstellt und immer wieder neue Facetten dieses Meisterwerks der Opera buffa entdeckt.
"Gerade der Figaro gibt unheimlich viel her, denn so manche lustige Szene lässt sich daraus bestens in einen heiteren Opernschnappschuss verwandeln."

"Figaro ist ein liebenswerter, naiver Trottel, er kassiert zum Schluss eine mords Ohrfeige und das Publikum ist fasziniert, wie heiter Oper sein kann," berichten Englers von ihren Konzerterlebnissen.

- Die Hochzeit des Figaro als Opernschnappschuss

Aber die Hauptsache ist natürlich, dass sie sich kriegen!
Allerdings braucht der geneigte Zuhörer dafür schon ein kleines bisschen Geduld, wenn er sich die ganze Oper anschauen möchte.
In dreieinhalb Stunden muss man die Verwicklungen und Verwechslungen erst einmal verfolgen können und verstehen, wer nun mit wem und warum...

Die Opernschnappschüsse des "Zauberflöten Quartetts" servieren den Figaro deswegen in kleinen homöopathischen Dosen, lustig und heiter.
Danach hat man bestimmt gleich Lust auf mehr und dank des Opernschnappschusses ist ein neuer Opern-Fan entstanden.
Das zu erreichen, ist die Mission des "Zauberflöten Quartetts" aus Salzburg, denn Klassik muss wieder Spaß machen, auch nach 230 Jahren.

Bild: Zauberflöten Quartett

 

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