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Kultur/Kunst

Kann Spitzensport postmoderne Kunst sein?

Martin Höfer inszeniert das erste Konzeptkunstwerk im professionellen Wintersport

Leipziger Medienkünstler Martin Höfer realisiert Konzeptkunstwerk mit der deutschen Bob-Nationalmannschaft

(Leipzig, 27. November 2015.) Am Freitag, dem 27. November startete in Altenberg/Sachsen die Performancephase des Medienkunstwerks "Citius, Altius, Fortius" des Leipziger Konzept- und Medienkünstlers Martin Höfer. Dazu wird Höfer als "embedded artist" in das Team der deutschen Bob-Nationalmannschaft integriert und es zu allen Wettkämpfen des Weltcups und der Weltmeisterschaften 2015/16 begleiten.
Das Kunstwerk "Citius, altius, fortius. – Eine künstlerische Intervention im Spitzensport und in den Massenmedien" besteht aus einer künstlerisch-konzeptuellen Arbeit im professionellen Wintersport, der sportlichen Performance der deutschen Bob-Nationalmannschaft im Weltcup und bei den Weltmeisterschaften sowie der künstlerischen Auseinandersetzung sowohl mit als auch in den Massenmedien. Begleitend sind Ausstellungen in reiner Bild-, Bewegtbild- und Tonform geplant. Zeitgenössische Kunst und professioneller Sport werden miteinander kombiniert und massenmedial im öffentlichen Raum initiiert. Dadurch soll ein breiteres Publikum für die Bildende Kunst erschlossen, Sport- und Kunstinteressierte zusammengeführt und der Nachweis erbracht werden, dass zeitgenössischer Sport als postmoderne Kunst angesehen werden kann.
In den Jahren 2012/13 realisierte der heute 33-jährige Künstler mit "Siegen im Auftrag der Kunst" bereits ein ähnliches Werk, das sich mit dem Verhältnis von Kunst, Sport und Massenmedien beschäftigte. Er beauftragte ein professionelles Porsche Motorsportteam im Porsche Carrera Cup und in der Porsche Challenge Middle East für den Sieg der Kunst zu fahren. Pilotiert wurde der Rennwagen von der damals 20-jährigen Studentin Christina Nielsen aus Dänemark, der Tochter der Rennfahrer-Legende Lars Erik Nielsen. Nicht nur, dass es sich dabei um das erste Konzept- und Medienkunstwerk im Spitzensport überhaupt handelte, wurde in auch im Motorsport Geschichte geschrieben. Dass Christina Nielsen am Steuer des eigens von Martin Höfer für das Konzept entworfenen Porsche GT3 Cup als erste Frau überhaupt im arabischen Raum Rennen fuhr, ist schon bemerkenswert, dass sie in Doha allen Konkurrenten davonfuhr und siegte, brachte ihr nicht nur den zweifelhaften Titel "Man of the race" sondern insbesondere den Dank und die Anerkennung der progressiven, um ihre Rechte kämpfenden Frauen in Kuwait, Quatar und Saudi Arabien ein.

"Es ist eine reizvolle Herausforderung für mich als Medienkünstler das erste Konzeptkunstwerk im professionellen Wintersport in der Kunstgeschichte zu schaffen. Besonders motiviert es mich in den nächsten Monaten mit der seit Jahren erfolgreichen deutschen Bob-Nationalmannschaft zusammenarbeiten zu dürfen", sagt Höfer.
Die Umsetzung von "Citius, Altius, Fortius" gliedert sich in drei verschiedene aber zusammenhängende Bereiche: Die Performancephase während des Weltcups und der Weltmeisterschaften von November 2015 bis Februar 2016, in der vor, während und nach den jeweiligen Wettkämpfen Fotografien, Audio- und Videoaufnahmen sowie Objekte (Collaterals) entstehen und dazu begleitende Ausstellungen. Höfer bringt Kunst aus dem musealen Umfeld in Sportstätten, die vom Publikum bewußt und in einer positiven Grundstimmung betreten werden. Er nennt das den "euphorisierten Raum". Eine große Abschlussausstellung wird eine Auswahl der entstandenen Arbeiten zurück in den musealen Raum führen.

 

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