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Kultur/Kunst

"Face to Face" mit den Fuggern und Welsern

Verblüffend lebendig: Fugger und Welser diskutieren in der "Goldenen Schreibstube". Foto: LIQUID

LIQUID Agentur für Gestaltung konzipierte das neue Erlebnismuseum zu den historischen Kaufmannsfamilien in Augsburg.

In Augsburg eröffnete Ende September ein außergewöhnliches Museum: Das Fugger und Welser Erlebnismuseum setzt weniger auf Exponate, sondern auf interaktives, spielerisches Erleben. Die Augsburger LIQUID | Agentur für Gestaltung hat das innovative Konzept maßgeblich mitentwickelt. Sie gestaltete die Informationen im Raum und setzt die Themen mit multimedialen Installationen in Szene.

Bereits vor 15 Jahren hatte LIQUID von der Regio Augsburg Tourismus GmbH den Auftrag für eine Museumskonzeption erhalten, die den Aufstieg der Fugger-Dynastie erlebbar macht. Einige Ortswechsel waren notwendig, um schließlich vor rund fünf Jahren das so genannte "Wieselhaus" im Domviertel als perfekt geeignetes Gebäude für das neue Museum auszumachen. Der denkmalgeschützte Renaissancebau aus dem 16. Jahrhundert wurde zu diesem Zweck komplett saniert. Hier war nun Platz, um neben den Fuggern auch die zweite bedeutende Augsburger Kaufmannsfamilie – die Welser – zu präsentieren.

Diplom-Designer Ilja Sallacz von LIQUID beschreibt die besondere Herausforderung: "Wie gelingt es, ein interessantes Museum mit wirtschaftshistorischem Thema zu gestalten? Schnell war uns klar, dass wir hier ein lebendiges Museum mit Erlebnischarakter schaffen müssen." Um die Inhalte spielerisch zu vermitteln und mit allen Sinnen erfahrbar zu machen, umfasst das Konzept modernste Ausstellungstechnik und innovative museumsdidaktische Ansätze. "Denn eine Ausstellung ist wie eine Art begehbarer Film, der dem Betrachter die Möglichkeit bietet, das Tempo selbst zu bestimmen, vor- und zurückzugehen", unterstreicht Sallacz.

Ein lebendes Geschichtsbuch
Für das räumliche "Storytelling" entwickelten die Museumsmacher eine spannende Dramaturgie: mit Informationsstelen als selbstleuchtenden Monolithen, mit multimedialen Installationen, akustischer Gestaltung und so genannten "Hands-on" – Installationen zum Anfassen, Spüren und Riechen. Die Umsetzung fand schließlich in enger Abstimmung mit dem Auftraggeber, den Kuratoren sowie mit Unterstützung eines Teams von Ausstattern, Technikern und Designern statt. Entstanden ist eine Art lebendes, begehbares Geschichtsbuch, in dem die historischen Figuren mit den Besuchern zu sprechen scheinen.

Modernste Museumstechnik empfängt den Besucher bereits im Foyer, wo "Das Lebende Buch®" einen überraschenden und ungewöhnlichen Einblick in die Augsburger Renaissance vermittelt. In den Installationen wie etwa der "Goldenen Schreibstube" begegnen einem Jakob Fugger der Reiche und Bartholomäus V. Welser, die sich über ihre Strategien unterhalten. In der "Magischen Galerie", wo die Figuren auf den scheinbar alten Ölgemälden plötzlich zu sprechen beginnen, ist der Besucher mittendrin im Augsburger Geschlechtertanz. Im Bergwerk im Kellergeschoss werden die Bergwerksberufe der Renaissance szenisch nachgestellt.

Besucher bestimmen Inhalte selbst
Und immer kann der Besucher nicht nur schauen und zuhören, sondern die Szenen und Gespräche inhaltlich beeinflussen. LIQUID entwickelte eine Möglichkeit, mit der der Besucher individuelle Inhalte abrufen kann: Mit einem Pfeffersäckchen löst er an den im ganzen Haus verteilten Symbolen die für ihn passenden Inhalte aus. So gibt es Informationen für Erwachsene auf Deutsch oder Englisch und für Kinder eigens aufbereitete Themen. Und im Gästebuch hinterlassen die Besucher ihre Kommentare selbstverständlich ebenfalls multimedial.

"Wir verstehen das Museum als Lern- und Erlebnisort" so Ilja Sallacz. "Aus der Rückschau soll der Betrachter die Gelegenheit haben, für die Gegenwart neue Perspektiven zu gewinnen." Mehr Informationen: www.liquid.ag, www.fugger-und-welser-museum.de

 

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