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David Milzow präsentiert "Sax- Fantasies in Bb-Tenor"

David Milzow mit seinem Buescher 400 Tenorsax auf "Sax- Fantasies in Bb-Tenor"

David Milzow stellt sich in seiner Sax-Solo-Trilogie erstmals als a cappella- Tenorsaxophonist vor und
führt mit großem Sound das Erbe eines Sonny Rollins auf zeitgenössische Weise fort.

"Sax- Fantasies in Bb-Tenor" ist Teil der Sax-Solo-Trilogie von David Milzow und markiert den stilistischen status quo dieses Musikers, der sich in vielerlei Hinsicht vom Mainstream der gängigen Tenorsaxspielweisen im zeitgenössischen Jazz abhebt:
Einen riesigen Sound, den David Milzow von der klassischen Tenorsonorität der Hawkins- Gordon- Rollins- Schule aus her entwickelt hat, kombiniert er mit alternativen Spieltechniken und einer zeitgenössischen harmonischen Sensibilität, die auf der erweiterten Harmonik der Konzertmusik des 20. Jahrhunderts basiert.

So stellt Milzow eine Balance her, die nur wenigen auf der aktuellen Jazzszene vorbehalten ist: intensive Expressivität statt effekthascherischer Hysterie, spontane melodische Ideen statt auswendig gelernter Patterns, eine Vielfalt struktureller Konzepte in Komposition und Improvisation, Virtuosität als Mittel zum Zweck, der selbige geradezu selbstverständlich und "einfach natürlich" erscheinen lässt, statt auf die vordergründige "Showkarte" zu setzen, sowie die Verarbeitung, Weiterentwicklung und Neubewertung einer Jazztradition statt eines soundsovielten Neuaufgusses.

Interessanterweise fällt das Spannungsverhältnis von Komposition und Improvisation in dieser "Sax- Fantasie" im Vergleich zu den Veröffentlichungen auf dem Bariton- und Sopraninstrument mehr zugunsten des erstgenannten aus:
so sind "Slap Da Phonic" und "End Of The Circle" komplett durchstrukturierte Stücke, die gänzlich ohne Improvisationen auskommen, sowie auch "Dreams" (in C) einen vergleichsweise ausgedehnten kompositorischen Anteil ausweist.
Dieses Album ist darum und aufgrund der sorgsam aufeinander bezogenen Phrasen in den improvisierten Passagen eben keine bloße "free-blowing"- Session und wird so zu einem besonderen Erlebnis für den interessierten Zuhörer.

David Milzow gelingt damit etwas, was heutzutage schon bemerkenswert an sich ist:
am individuellen Sound erkannt zu werden und unter Verarbeitung der Tradition selbiger musikalisch selbstbewusst etwas eigenes hinzuzufügen.
Erhältlich ist das Album bei den gängigen Portalen wie iTunes oder Amazon.


 

Album

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