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3. Internationales Festival der Künste in den VAE - FIAF 2020 -

3. Internationales Festival der Künste in den VAE - FIAF 2020 -

Internationales Monodrama Festival im arabischem Emirat Fujairah integriert ins 3. Internationale Festival der Künste

Während Dubai neben Abu Dhabi zu den bekannten Emiraten der VAE gehört, liegt Fujairah noch ein wenig ab vom internationalen Tourismus. Seine Kulturgüter dämmern im Verborgenen. Noch finden Insider selten den Weg über das Gebirge. So erging es auch dem Chronisten.

Bares Erstaunen überwältigt den Besucher, wenn er über die neue, gut ausgebaute Schnellstraße vom Flughafen Dubai nach 1,5 Stunden Fahrt durch kahle Gebirgslandschaft in ein weites Tal eintaucht, erste Dörfer und kleine Städtchen sich auftun und ihn schließlich der Golf von Oman in der Sonne blendet. Wenige Hochhäuser, Schnellstraßen und Prunkhotels, keine hektischen Menschenmassen, die vor der Hitze in die Shopping Malls fliehen: Ankunft in Fujairah, eines der sieben Emirate östlich des Hadschar-Gebirges, mit ca. 1165 km² ungefähr halb so groß sind wie das Saarland, an der Ostküste der Vereinigten Arabischen Emirate. Ca. 145.000 Menschen leben hier, davon alleine etwas über 100.000 in Fujairah Stadt.

Der Tourismus wächst langsam, aber stetig im Schatten Dubais, man unterbietet die Boom-Stadt oft preislich bei gleicher Hotelleistung. Das eigene Angebot an speziellen touristischen Zielen ist noch bescheiden. Als eine Investition in den touristischen Ausbau ging in diesem Jahr das 3. Internationale Festival der Künste Ende Februar zu Ende, ein Reigen unterschiedlichster Darbietungen von arabischer Folklore und Pop-Gesangsstars bis hin zu einem internationalen Monodrama Festival, einer Theaterbiennale, die sich heuer zum 9. Mal jährte.

Fujairah International Monodrama Festival: Ein außergewöhnliches arabisches Kulturphänomen
Einmal alle zwei Jahre verwandelt die Fujairah Culture and Media Authority die Region zwischen Fujairah und dem 50 Km entfernten Dibba in ein Treffen internationalen Kulturschaffens im Rahmen von Monodrama-Vorstellungen, einer Sparte des weltweit agierenden Internationalen Theaterinstituts ITI und UNESCO. In Fujairah wird das Ziel verfolgt, arabisches und internationales Theaterschaffen miteinander und untereinander, so wie für die Region und ausländische Gäste zu präsentieren, darüber hinaus junge Talente zu finden und in ihrer Karriere zu fördern.

"Die Idee entsprang dem wachsenden Interesse an der Kunst des Theaters in den Vereinigten Arabischen Emiraten und speziell in Dibba Al Fujairah", so Mohamed Saif Alafkham, Festival Manager, Chef der Fujairah Kultur- und Mediengesellschaft (FCMA) und Präsident von ITI Worldwide. Man wolle 2020 Fujairah durch einen Megaevent mit Teilnehmern und Gästen aus über zahlreichen Ländern kulturell aktiver gestalten und dazu noch etwas Positives in Sachen Monodrama Kunst weltweit bewegen. "Die Durchführung wird unterstützt von SH Sheikh Hamad bin Mohammad Al Sharqi, dem Herrscher von Fujairah. Das Festival beherbergt Theater der Welt aus Bereichen von Musik, Darstellenden Künsten, Theater, traditioneller Kunst, etc. …", so Alafkham weiter. "Die beiden Theater in Dibba zeigen Monodrama-Vorstellungen und warten mit traditioneller Musik auf. Eine eigens errichtete Großbühne an der Corniche bietet mehreren Tausenden Besuchern allabendlich Gesangs- und Musikevents. Konferenzen, Workshops und Panels runden das Festival ab." Eine win-win Situation sieht die FCMA zum einen im Austausch in Sachen Kunst und Kultur, andererseits im Werben für den doch so wichtigen Kulturtourismus.

Da scheint die Rechnung von Fujairah aufzugehen. Aus der Türkei, Ägypten, Tunesien und Marokko wandern aus Sicherheitserwägungen ungezählte Urlauber ab. Die Preise in anderen Destinationen wie Thailand sind enorm gestiegen, so dass ein Aufenthalt in einem Emirat längst schon näher gerückt ist. Und so etablieren die großen internationalen Hotelketten ihre Mittel- und Luxusklasseresorts auch in Fujairah. Jeder Tourist ist willkommen, denn er zahlt und zählt. Alafkham sieht seine Aufgabe dezidiert im Miteinander: "Wir bauen kulturelle Brücken, um die Menschen hierher zu bringen, sie miteinander zu verbinden sowohl auf der Basis der Künste wie auch dem Kulturtourismus. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, ein zivilisiertes Bild der Emirate und seiner Bewohner den arabischen und internationalen Festivaldelegationen an Hand des Festivals zu präsentieren. Unsere Bewohner sollen den Festivalgästen und -teilnehmern begegnen und von dieser Vielfältigkeit partizipieren".

Ein großes Ziel, das man sich im Emirat von Fujairah gesteckt hat. Seit 18 Jahren nun arbeitet man daran und mit dem 3. Internationalen Festival der Künste ist man 2020 dem einen großen Schritt nähergekommen. So sahen es auch die zahlreichen Gäste im breiten Fächer der Festivalangebote.
Einmal alle zwei Jahre trifft sich die Welt des Monodramas im Emirate Fujairah, auch in 2020. Eine bunt gemischte Gruppe lokaler und internationaler Gäste und Besucher kommen sich nahe in Fujairah, offen für Gespräche rund um die Veranstaltungen des Festivals der Künste und des Monodramas. Darüber hinaus ziehen arabische Superstars mit ihren Shows einheimische Bevölkerung in Scharen an. Zu den Rhythmen der Songs schwingen die arabischen Herzen. Es ist ansteckend, was diese Welt zu bieten hat. Und mit Recht können die Gastgeber darauf stolz sein. "Wir möchten der Welt zeigen, wer wir sind und was wir anzubieten haben, und zugleich die Türe öffnen, um anderes Gedankengut rund um den Globus zu erfahren und mitzuteilen. Kultur ist die Plattform, auf der wir trotz aller Gegensätze lernen, uns zu verstehen. Kultur bringt uns zueinander und gemeinsam voran", so Festival-Direktor Mohamed Alafkam weiter.

Eröffnet wurde das Festival mit einer Multimedia Show, mit einem musikalischen Reigen voller Stolz und Pathos "aus dem Sand zu den Sternen" der Emirate.
Aus dem Vereinigten Emiraten kam Abdullah Rashed mit AL-MAMLOOK über die Darstellung eines Sklaven zu eine Lösung zur eigenen Befreiung. Griechenland vertrat Johnny O-Panayota Kantani mit dem BOMBER: Drei Charaktere, drei Leben, die eigentlich nur auf ihre eigene Zerstörung warteten. Ethnische Themen behandelten die Philippinen. AL MOLAQQIN, eigentlich ein Träumer, wurde gespielt vom algerischen Schauspieler Bin Bakriti Mohammed und HUDOD, interpretiert von Muneer Al-Ammari aus Tunesien. Lange Diskussionen anschließend - besonders unter den arabischen Gästen - zeigten die exemplarische Bedeutung jeder dieser Vorstellungen auf.

Frauenpower von ihrer besten Seite
Einige Schauspielerinnen haben in dieser Festivalausgabe nicht nur ihr schauspielerisches Talent gezeigt. Sie waren extrem offen wie die Russin Lidia Kopina. Sie enthüllten negative Verhaltensweisen von Macho-Typen - wie Subbuthi Lakmali in der Sri Lanka-Produktion UNTOUCHED -, indem sie sich aus dem "Netz" ihrer häuslichen Umgebung in die ungeschützte Dunkelheit nach draußen wagte, um dort ihre Liebesbeziehungen zu finden. Oder sie gingen noch einen Schritt weiter, nachdem der Mann sie betrogen und sich von ehelichen Bindungen befreit hatte. Die Wut über seelische Grausamkeit endete mit dem Mord an dem Ehemann. (Die herausragende Schauspielerin Subada Khalifa in A WOMAN IN DARKNESS, einer Produktion aus Bahrain). Schließlich sprach Laila Fares in ANIAAB aus Kurdistan-Irak über Themen wie Gewalt gegen Frauen wie Mord und Folter in ihrem Land.
Diese mutige weibliche Macht überraschte sogar Gäste aus nicht-arabischen Ländern.

Pip Utton präsentierte seine neueste Show AT HOME WITH WILL SHASKESPEARE während des FIAF 2020. Der "König des Monodramas" öffnete auf amüsante und tiefgreifende Weise die Tür zum Privatleben des großen Dichters. Der britische Darsteller vieler Gestalten, darunter Adolf, Magaret Thatcher und Einstein, erweckte ein weiteres Mal eine historische Figur auf der Bühne zum Leben. Wie immer auf seine ganz eigene, unverwechselbare liebevolle und persönliche Art ergriff er das Publikum, mit dem er gerne auf seine typische Weise interagiert.

Die Litauerin Birute Mar führte ihre Interpretation von The BUDDHA IN THE ATTIC international erstmals auf. Sie folgte der Schriftstellerin Julie Otsuka und entwickelte "einen literarischen Stil, der halb Poesie, halb Erzählung - kurze Sätze, spärliche Beschreibung ist, damit der Strom der Emotionen, der durch jedes Kapitel fließt, durch ihre Zurückhaltung resonanter wird." (The Guardian) Sie nahm die japanischen Frauen zum Thema, die zu Hunderten als Versandhandelsbräute in der Zwischenkriegszeit von "Come, Japanese!" Bis "A Disappearance" nach San Francisco gebracht wurden, wo sie allmählich im Zug der Zeit verschwanden.

Erwähnenswert seien noch die Sängerin Tamela Hedstrom aus Costa Rica und der arabische Megastar Mohammed Abdu, die Band Orange & Lemons von den Philippinen, traditionelle Tanztruppen aus Armenien, Kuwait, Oman, Ägypten, Tunesien, Jordanien, Oman und den Vereinigten Arabischen Emiraten, die als Botschafter ihrer Länder auf der großen Bühne am Meer in Fujairah und Dibba viel Tausende Besucher begeisterten: technisch perfektes und mit dem Herzen durchgeführt Festival - FIAF 2020.

 

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