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Wie moderne Navigationssysteme Big Data zur Routenführung und Stauumgehung nutzen

So kommen heutzutage Verkehrsinfos ins Navi - Beispiel MapTrip (© inforware)

Verkehrsinformation heute

Im Zuge der Digitalisierung haben sich die via Navigationsgeräte abrufbaren Verkehrsinformationen qualitativ und konzeptionell erheblich weiterentwickelt. Die Basis dafür bildet eine algorithmisch basierte Navigation: Für die zeitoptimierte Zielankunft werden dazu mittels Big Data gewählte Routen in nahezu Echtzeit mit aktuellen Verkehrsfluss- und Straßenzustandsdaten (Floating Car Daten) kombiniert.

Verkehrsinformationen damals

Früher wurden Verkehrsinformationen ausschließlich im Radio vorgelesen. Man musste im Auto aufmerksam zuhören, ob die eigene Strecke betroffen war und dann die Straßenkarte für eine Alternativstrecke zurate ziehen. Verkehrsmeldungen wurden damals mit dem sogenannten Hinz-Triller an- und abgemeldet, durch den das Autoradio die Verkehrsnachricht als solche erkannte. Quellen der Verkehrsinformationen waren früher in erster Linie die Polizei und der ADAC. Später kamen Sensoren an Brücken und Induktionsschleifen in der Fahrbahn hinzu.

Neue Möglichkeiten eröffnete das Smartphone. 2008 nutzte TomTom übermittelte Lokalisierungsdaten aus dem Vodafone-Mobilfunknetz, um ein genaueres Bild der Verkehrslage abzubilden. Erkennen ließen sich damit Verkehrsbewegungen auf den Autobahnen, mit denen die klassischen TMC-Informationen angereichert wurden.

Verkehrsdaten heute

Die aktuelle Präzision wird durch Navi-Apps auf Smartphones mit aktiver GPS-Funktionalität erreicht, die regelmäßig Meldungen der GPS-Positionen übertragen. So sendet z.B. jede aktive Google Maps App die GPS-Positionen an Google, das vermutlich mit Abstand über die größte Quelle für GPS-Rohdaten zur Erzeugung von aktuellen Verkehrsinformationen verfügt.

Die Navigationssoftware MapTrip von infoware analysiert anhand von Verkehrsdaten so ebenfalls die Geschwindigkeit des Verkehrsflusses auf Autobahnen. Fällt jene auf kurzer Strecke stark ab, wird dies als Stauende interpretiert und eine Warnmeldung generiert.

Trotz neuester Technologie ist die Verarbeitung von Rohdaten zu Verkehrsinformationen immer noch eine Wissenschaft, vor allem in Innenstädten. Hier besteht die Herausforderung darin, zwischen den GPS-Daten von Fußgängern und Autofahrern im Stau zu unterscheiden. Eine große Rolle spielen hierbei die Quellen der GPS-Rohdaten. So bieten z.B. Taxiflotten-Daten eine gute Abdeckung, Taxihaltestellen sind für die Stauanalyse jedoch auszuschließen.

Da Navigation als mobile Technologie übliche Internetverbindungen nutzt, spielen Datenmengen und Kosten eine wesentliche Rolle. Entsprechend gilt es, diese für Navigationsgeräte, Smartphones und andere mobile Endgeräte auf ein Minimum zu reduzieren. Eine intelligente Datenauswahl sowie Algorithmen zur Datenkompression sorgen bei MapTrip dabei für die notwendige Kosteneffizienz.

Verkehrsdaten künftig noch präziser

"Autofahrer werden künftig qualitativ viel besser optimierte Verkehrsinformationen erhalten, als das bisher der Fall ist", sagt infoware Geschäftsführer Thomas Schulte-Hillen.

Deshalb plädiert er dafür, dass die Autohersteller die von ihnen erhobenen, sicherheitsrelevanten FCD-Daten frei zugänglich machen. Somit könnten bspw. Daten, wo ESPs wegen Glätte regeln mussten, zum Vorteil aller Autofahrer direkt in die Verkehrsinformationen einfließen.

Sehr sinnvoll wäre es laut Schulte-Hillen ebenfalls, wenn die Anbieter von Verkehrsdateninformationen spurgenaue Daten bereitstellen könnten. Zum Beispiel wird vor Autobahnkreuzen, an denen sich Lkw rechts stauen, der Verkehr links jedoch flüssig ist, derzeit ein Stau gemeldet. Mit spurgenauen Verkehrsinformationen würden für Pendler und Reisende somit unnötige Stauumgehungen und Stresssituationen vermieden werden.

Zum ausführlicher Hintergrundbericht: www.infoware.de/news/verkehrsinformationen-heute/

 

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