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Fahrbericht: Porsche Boxster S und Jaguar F-Type V6 S im Vergleich

Jaguar F-Type

Wir haben die Porsche Boxster S und den Jaguar F-Type V6 S ausführlich getestet und verglichen.

Ein Sportwagen sollte ins Haus. Zum Vermieten. Da stellte sich zunächst die Frage, welches Fahrzeug sich am ehesten eignen würde.

Ausreichend Leistung sollte er haben, wirklich gute Fahreigenschaften und - kein Dach! Diese Kriterien dünnen die Kandidatenliste im Sportwagensegment bereits merklich aus. Wir haben uns nach umfangreichem Studium des Marktangebotes für zwei Kandidaten entschieden, die wir uns näher ansehen wollten:

Den Porsche Boxster S und den Jaguar F-Type V6 S.

Obwohl beide Sportler im Detail doch recht unterschiedlich sind, haben sie die oben beschriebenen Eigenschaften gemeinsam. Im Praxistest präsentierten sie sich trotzdem höchst unterschiedlich.

Der Boxster mit seiner traditionellen Porsche-Linie und dem Heckmotor verkörpert deutsches Sportwagenflair auf höchstem Niveau. Ein graziles Paket Spitzentechnologie mit dem Anspruch Klassenbester zu sein. Schon beim Platznehmen überzeugt er mit Perfektion, was Verarbeitung und Sitzposition anbelangt. Der Jaguar hingegen steht breit und durchtrainiert vor uns. Jedoch nicht mit der plumpen Zurschaustellung von Kraft, wie man es von Muscle-Cars kennt. Eher wie ein Athlet im Smoking. Die wenigen Linien sind elegant. Aber darunter erkennt man den Sportler. Der Innenraum ist nicht wie beim Porsche auf reine Funktionalität reduziert. Das Armaturenbrett wirkt wie eine Kreuzung aus Flugzeugcockpit und edler Jacht, ohne jedoch verspielt zu sein. Vom Porsche ist man es gewöhnt, dass die Bedienelemente intuitiv angeordnet sind und keiner Erklärung bedürfen. Beim Jaguar hingegen ist man erstaunt, dass er sich in diesem Punkt ebenso kaum Schwächen leistet. Gleiches gilt für die Performance-Sitze in beiden Autos. Sie sehen sich nicht nur ähnlich, sie sind auch gleichermaßen bequem.

Kommen wir nun zu dem Kapitel, das einen Sportwagen ausmacht: Das Fahren.

Hier darf der Boxster getrost als Messlatte dienen. Die Balance, die Traktion und das Kurvenverhalten sind mustergültig. Man hat fast den Eindruck einen Allradler zu fahren. Selbst in engen Kehren geht diese gutmütige Charakteristik nicht verloren und es ist erstaunlich, mit wie wenig Leistung der Porsche seine Fahrleistungen generiert.
Der Jaguar geht mit einigen Kilos mehr auf den Rippen in das Rennen, was man erstaunlicherweise in engen Kurven kaum spürt. Vermutlich liegt das an seiner extremen Breite und dem ebenfalls ausgezeichneten Fahrwerk. Anders als der Boxster, bei dessen neutralem Kurvenverhalten eine minimale Tendenz zum Untersteuern gegeben ist, reagiert der F-Type ebenfalls neutral mit leichter Neigung zum Übersteuern. Ein Kunstwerk ist das im F-Type V6 S verbaute mechanische Sperrdifferenzial, das butterweich eingreift und das bullige Heck beeindruckend in Zaum hält.

Bei der seitlichen Beschleunigung liefern beide Fahrzeuge somit ein Ergebnis erster Güte, das wohl nur durch den persönlichen Geschmack unterscheidbar ist.

Nicht anders nimmt man die Qualitäten der Kontrahenten bei der Längsbeschleunigung wahr. Porsche und Jaguar warten mit fast identischen Fahrleistungen auf, tun dies aber auf höchst unterschiedliche Weise. Der drehfreudige und durchzugstarke Boxermotor von Porsche in Kombination mit dem 7-Gang Doppelkupplungsgetriebe ist eine ingenieurwissenschaftliche Spitzenleistung. Die Gangwechsel erfolgen blitzschnell und immer zum richtigen Zeitpunkt. Schaltet man mit den Wippen, ist der automatische Zwischengasstoß beim Runterschalten höchst vergnüglich. Im Jaguar wechselt eine 8-Gang Quickshiftautomatik die Gänge. Im Standardmodus tut sie dies weich und zurückhaltend. Schaltet man jedoch im Sportmodus manuell, werden die Gänge im Millisekundenbereich regelrecht hineingerammt, was auch akustisch deutlich zu vernehmen ist.

Apropos vernehmen: In kaum einem Punkt unterscheiden sich der Boxster und der F-Type mehr.

Während der Porsche dezent mit dem gewohnten Boxermotoren-Sound auf sich aufmerksam macht, hat Jaguar eine Sportabgasanlage mit Klappensteuerung unter den F-Type gebaut, die kontrovers diskutiert wird. Bereits bei geschlossenen Abgasklappen ist der F-Type akustisch deutlich präsenter als der Boxster. Er faucht beim Beschleunigen mächtig und brabbelt beim Gaswegnehmen. Das Fauchen steigert sich zum zornigen Brüllen, öffnet der Fahrer die Auspuffanlage. Geht er dann noch vom Gas, knallt es regelrecht. "Too much", meinen die einen, "einfach nur geil", halten Motorsportfreunde entgegen.

Wir sind nach einigen Kilometern mit dem F-Type der Meinung, dass Jaguar damit einen Volltreffer gelandet hat. Ruft der Fahrer die volle Leistung bei offenen Abgasklappen ab, zaubert ihm das ein Grinsen ins Gesicht. Und um etwas anderes geht es doch bei so einem Auto nicht, oder?!

Was die Bremsen anbelangt, leisten sich beide Kandidaten keinerlei Schwächen. Die Bremsanlagen sind hervorragend dosierbar, äußerst standfest und über jeden Zweifel erhaben. Etwas anderes hätte uns auch gewundert.

Zuletzt stellte sich also die Frage, für welchen Sportwagen wir uns entscheiden würden. Die Antwort lieferte ein kleiner Junge an der Hand seiner Mutter in einer Wohnstraße, an denen der F-Type im Standgas vorbeiblubberte: "Boah, Mami, guck mal was für ein obercooler Sportwagen!"
Auch sonst haben sich bei der Probefahrt dauernd Passanten nach dem F-Type umgedreht und ihm nachgeschaut. Beim Boxster ist uns das nicht passiert.

Somit steht fest, welcher der beiden Sportler Emotionen weckt: Es ist der F-Type. Und deswegen haben wir uns für ihn entschieden.

Den Jaguar F-Type V6 S können Sie ab sofort hier mieten: Sportwagenvermietung Stuttgart

 

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