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Datenkrake Facebook – Deutsches Start-up will Facebook-Gruppen ersetzen

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Facebook drückt bei der Sammlung und Auswertung von Nutzerdaten aufs Gas. Ein deutsches Start-up bietet seit Anfang Februar eine Teil-Alternative zur bedingungslose Auswertung der Nutzerdaten.

Erst die viel kritisierte Umstellung der AGBs, nun die Präsentation der Kauf/Verkauf-Funktion für Gruppen: Facebook drückt bei der Sammlung und Auswertung von Nutzerdaten aufs Gas. Ein deutsches Start-up bietet seit Anfang Februar eine Alternative zur bedingungslose Auswertung der Nutzerdaten. Mit der App "hoomn" [hu:mən] wollen sie eine anonyme, innovative und mobil optimierte Variante zu Facebook-Gruppen bieten.

Die seit 30. Januar 2015 gültigen AGBs, die Facebook de facto erlauben Nutzer auch beim Aufruf externer Seiten oder Apps zu folgen, wurden vielfach von Datenschützern kritisiert. Geholfen hat es nicht: Wer seit Ende Januar Facebook weiter verwendet stimmte automatisch zu, dass alle Nutzungsinformationen erhoben und verwendet werden dürfen. Weitere Funktionen, wie die vor wenigen Tagen vorgestellte "Kaufen und Verkaufen"-Funktion innerhalb von Gruppen sollen die Verweildauer und damit die Anzahl der nutzbaren Daten für Facebook weiter erhöhen.

Auch die Gründer von hoomn kritisieren, dass sich Facebook einen extrem weitreichenden Zugriff auf Nutzerdaten sichert. Sie glauben aber, dass sich in naher Zukunft aufgrund der hohen Nutzerzahl kaum ein anderes soziales Netzwerk etablieren kann. "Um mich mit meinen Freunden zu verknüpfen und Dinge mit ihnen zu teilen muss ich ja fast zwangsläufig persönliche Daten herausgeben. Bei Facebook geht es um das Sehen und Gesehen werden" so der Gründer Manuel Schulze. Stattdessen fokussiert sich ihre App auf die zahlreichen lokalisierten Facebook-Gruppen und deren Funktion. "Im Prinzip funktionieren viele Gruppen wie eine Art schwarzes Brett. Irgendjemand postet eine Frage, ein Angebot, ein Gesuch oder einen Insider-Tipp. Dabei geht es nicht darum spezifisch meine Freunde anzusprechen. Stattdessen suche ich den Kontakt zu einer großen Anzahl an Personen um mein Anliegen vorzubringen." erklärt Manuel. Die von den jungen Gründern entwickelte App hoomn soll genau diese Aufgaben übernehmen - allerdings anonym und ohne Sammlung von persönlichen Daten. Zusätzlich zur Anonymität bietet hoomn dem Nutzer weitere Vorteile. Die App ist für den mobilen Gebrauch optimiert und intuitiv bedienbar. Gleichzeitig ist in der App eine direkte Kontaktaufnahme zu einer anderen Person im 1-zu-1-Chat möglich - ohne dass beispielsweise Telefonnummern ausgetauscht werden müssen.

Die zentrale Innovation der App besteht allerdings in der Auswahl der Zuhörerschaft. Anstatt themenbezogene Gruppen wie auf Facebook zu verwenden ("Verkaufe München" oder "Nachbarschaftshilfe Berlin") steht der Standort des Nutzers im Mittelpunkt. Über einen Umkreis-Regler kann jeder Nutzer selbst einstellen, in welchem Radius er die Beiträge anderer Menschen sehen will. So generiert sich, abhängig vom Standort und Suchradius, eine andere Zuhörerschaft. Thematische Gruppen werden durch lokale Gruppen ersetzt. "Für uns ist hoomn das lokale schwarze Brett 4.0 für die Nachbarschaft. Wie auf einem echten schwarzem Brett mischen sich verschiedene Themengebiete. Wichtig ist dabei allerdings, dass sich alles auf meine direkte Umgebung bezieht. Mit hoomn bekomme ich mit was in meinem Viertel passiert und stoße womöglich auf interessante Beiträge, die ich sonst nie gesehen hätte." meint Manuel. Gerade bei lokalen Fragen, Tausch- oder Verschenken-Beiträgen sowie Insider-Tipps sehe er großes Potential. Außerdem lasse sich so hervorragend die klassische Nachbarschaftshilfe wie zum Beispiel das Leihen von Werkzeug oder die Hilfe beim Streichen wiederbeleben. Schließlich ist alles ganz lokal.

"Wir ersetzen also die hundert verschiedenen Themengruppen in einer Stadt mit einer dynamischen lokalen Gruppe. Wer trotzdem nach spezifischen Dingen suchen will, verwendet ganz einfach die eingebaute Suchfunktion." erklärt der Gründer. Mit hoomn bietet sich dem Nutzer eine spannende Alternative zu den derzeitigen Facebook-Gruppen und den klassischen schwarzen Brettern. Dass das ganze auch noch anonym ist und man sich damit zumindest in Teilen den Datenkraken-Konzernen aus der USA entziehen kann, sollte den Nutzern zusätzlich entgegenkommen.

Weiter Informationen zur App finden Sie unter: hoomn.com
Die App gibt es kostenlos im Google Playstore zum downloaden und ausprobieren.

 

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