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Schrott ist wertvoller als so mancher denkt

Eine unsachgemäße Verwertung kann gesundheitsschädliche und krebseregende Schadstoffe freisetzen und so Mensch und Umwelt schädigen. Die Hersteller sind zudem dazu angehalten auf Gefahrenstoffe, sowe

Was oftmals achtlos herumliegt, kann bares Geld bringen. Denn steigende Rohstoffpreise bei den Industriemetallen ziehen auch steigende Schrottankauf nach sich. Der Schrottpreis richtet sich dabei nicht nur nach den Notierungen an den Rohstoffbörsen, sondern auch nach den Einkaufspreisen und natürlich der Menge, Reinheit und Qualität des Schrotts.

Generell beginnt der Recycling-Kreislauf auf dem Schrottplatz bzw. bei einem Schrottgroßhändler. Dort wird der Schrottabholung und zerkleinert. In einem Verhüttungsbetrieb wird das Metall anschließend eingeschmolzen. Über die sogenannte Raffination können Fremdstoffe entfernt werden, bis die gewünschte Reinheit erreicht ist. Anschließend werden die Metalle zu Barren gegossen und können dann genau wie Primär-Metalle weiterverarbeitet werden. Durch die Weiterentwicklung der Recycling-Verfahren bietet recyceltes Metall keinen Qualitätsnachteil.
Sortierter Schrott ist wertvoller

Die Preise im Schrotthandel richten sich danach, welche Metalle in welchen Mengen vorhanden sind. In Elektroschrott etwa befinden sich meist wertvolle Edelmetalle wie etwa Gold. Vorher müssen allerdings die einzelnen Elemente aufwändig getrennt werden.

Pauschal kann gesagt werden, dass sortenreiner Schrott immer wertvoller ist, als Schrott der erst noch getrennt werden muss. Zudem sollte der Schrott keine Anhaftungen, wie etwa Holz oder Plastik, enthalten, da diese sonst in der Weiterverarbeitung erst aufwendig entfernt werden müssen.
Regionale Unterschiede bei der Recycling-Quote

Die steigenden Rohstoffpreise und die Endlichkeit der Rohstoffe haben in den letzten Jahrzehnten zu einem Umdenken geführt. Statt aus frischem Erz wird ein immer größerer Anteil der Industriemetalle über das Recycling wiedergewonnen. In den Vereinigten Staaten und der EU werden heute bereits rund 60 Prozent der Stahlnachfrage aus Recycling-Material gedeckt.

Recycling ist nicht nur wirtschaftlich lukrativ, sondern auch umweltfreundlich. Neben der Einsparung von Erzen, wird für die Aufbereitung von Altmetall in vielen Fällen deutlich weniger Energie, im Vergleich zur Neuproduktion, verbraucht. Für die Gewinnung von Stahl aus Erz wird zum Beispiel die doppelte Energiemenge im Vergleich zur Aufbereitung von Stahlschrott benötigt. Bei Aluminium ist der Unterschied noch deutlicher: Nur rund 5 Prozent der Energiemenge werden für das Recycling benötigt. Das liegt daran, dass die Gewinnung von Primär-Aluminium aus Bauxit sehr energieaufwendig ist. Es werden also nicht nur die Erzvorkommen, sondern auch die endlichen Primärenergieträger wie Erdöl oder Erdgas eingespart.

Insbesondere da die Weltbevölkerung und die wirtschaftliche Produktion jedes Jahr zunimmt, ist die Menschheit auf eine effizente Nutzung der zur Verfügung stehenden Ressourcen angewiesen. Hierzu leistet der Schrotthandel und die Recycling-Industrie einen wertvollen Beitrag. Deshalb wird bereits heute eine hohe Recycling-Quote erzielt. So werden zum Beispiel in Nordeuropa bereits deutlich über 90 Prozent der Aluminium-Getränkedosen recyclt. Es gibt jedoch große regionale Unterschiede: In Südeuropa zum Beispiel liegt die Recycling-Quote lediglich bei rund 30 Prozent.
Arbeits- und Umweltschutz beim Recycling

In Deutschland gibt es strenge gesetzliche Auflagen für die Schrottverwertung. So darf Autoschrott nur von zertifizerten Fachbetrieben verwertet werden. Ähnliches gilt wenn der Schrott besondere Gefahrenstoffe wie etwa Schwermetalle oder Halogenwasserstoffe enthält. Bei der Verwertung von Schrott mit diesen Gefahrenstoffen müssen Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden. So wird Elektroschrott zum Beispiel nach Schadstoffgruppen unterteil. Bei Kühlgeräten müssen zunächst die schadstoffhaltigen Kälteöle und Kühlmittel abgesaugt und entsorgt werden.

Eine unsachgemäße Verwertung kann gesundheitsschädliche und krebseregende Schadstoffe freisetzen und so Mensch und Umwelt schädigen. Die Hersteller sind zudem dazu angehalten auf Gefahrenstoffe, soweit möglich, zu verzichten.

 

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