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JOBDOH – Asiens erste mobile Plattform zur Vermittlung von Aushilfskräften in Hongkong gestartet

Die kanadischen Jungunternehmer und Gründer von JOBDOH: Mary Cheung (l.), Xania Wong (zweite v.r.) und Eric Fong (r.). Foto: HKTDC

Ein Hongkong-kanadisches Start-up hat die mobile Plattform JOBDOH entwickelt, die Anbieter und Jobsuchende verbindet.

Eine hohe Fluktuation und die saisonal schwankende Nachfrage nach Aushilfskräften führen oft zu Lücken zwischen Angebot und Nachfrage. Drei Jungunternehmer wollen diese Lücken nun mithilfe der App JOBDOH für Smartphone und Tablet schließen.

Gegründet wurde JOBDOH von drei kanadischen Jungunternehmern – Mary Cheung, Xania Wong und Eric Fong – die sich im vergangenen Jahr bei der Teilnahme am Chinese University of Hong Kong-Google Empowering Young Entrepreneurs (EYE) Program kennenlernten. Als das Programm im September endete, "haben wir unseren Businessplan geschrieben, ihn eingereicht und uns für die Förderung beworben", erzählt Mary Cheung, die in Hongkong geboren wurde. War schon die Aufnahme in die Liste der Finalisten beim Google EYE Program ein Erfolg, konnten sich die drei schließlich sogar über den Sieg freuen.

Nach Aussage von Cheung kam Mitbegründerin Xania Wong, eine ehemalige Mitarbeiterin von Morgan Stanley mit Erfahrung im Weinhandel, auf die Idee zur Geschäftsgründung, nachdem sie die Personalprobleme in der Food & Beverage-Branche, in der rund 30 Prozent der Mitarbeiter auf temporärer Basis arbeiten, kennenlernte. "Xania fiel auf", so Cheung, "dass die Firmen ihre saisonalen Kräfte mit einem System suchten, das unwirtschaftlich und unzuverlässig war. Mit dem Einsatz moderner Technologie konnte das System aus ihrer Sicht erheblich leistungsfähiger werden." Um dies zu erreichen, sollte ein Algorithmus entwickelt werden. Dabei war der berufliche Hintergrund der Mitbegründer hilfreich: Mary Cheung verfügte über Erfahrung in Architektur und Markenaufbau, Eric Fong arbeitete über sieben Jahre bei Microsoft. Gemeinsam starteten sie daher noch im selben Jahr JOBDOH.

Als einer der sechs Finalisten beim Google EYE Program erhielt das Unternehmen finanzielle Unterstützung aus dem Creative Micro Fund (CMF) und dem Incubation Programme vom Hong Kong Cyberport. "Wir registrierten unser Unternehmen bereits am Tag, nachdem wir die erste Unterstützung erhielten, was uns sehr angespornt hat," erzählt Cheung.

Als Gewinner des Google EYE Programs wurden die JOBDOH-Gründer auch in das Google-Headquarter im Silicon Valley eingeladen und trafen vor Ort mit Start-ups aus San Francisco zusammen. "Dort haben wir viel gelernt. Unsere Gesprächspartner teilten ihre Erfahrungen und ihr Wissen in Bezug auf die Angebotserstellung, Gespräche mit Investoren und die Verbesserung der Produktqualität offen mit uns."

Nach vier sehr arbeitsreichen Monaten wurde schließlich die mobile Plattform in der Beta-Version eingeführt. Der Name der Firma basiert auf dem kantonesischen Wort für "hier" oder "ankommen", das "doh" ausgesprochen wird. Ein passendes Bild für das Ziel, Jobsuchende mit Arbeitgebern zusammenzubringen. "Wir haben nachgeforscht, warum Menschen Aushilfstätigkeiten suchen, ob es die Freiheit oder die Flexibilität sind, die diese attraktiv machen", erläutert Cheung. Es stellte sich heraus, dass hauptsächlich junge Leute interessiert seien, die sich damit ein Taschengeld verdienen wollten oder Geld zur Erfüllung bestimmter Wünsche bräuchten.

Unter Nutzung eines GPS-Sensors listet die Plattform Jobangebote in sechs Sektoren, hauptsächlich im Food & Beverage-Bereich sowie im Messegeschäft, da hier die meisten saisonalen Stellen angeboten werden. Die größte Herausforderung, um die Seite erfolgreich zu machen, sei nach Auskunft von Cheung der Aufbau einer stabilen Basis zuverlässiger Arbeitnehmer. Um dies zu erreichen, überprüft das Team potentielle Bewerber auf ihre Einsatzbereitschaft. Unter anderem wertet man aus, wie lange sich der Bewerber Zeit für das Ausfüllen des Online-Formulars nimmt. Arbeitgeber, die über JOBDOH Stellen anbieten, müssen ihre Gewerbeanmeldung vorlegen und einen Mindestlohn von 45 HKD pro Stunde zahlen. Dieser Betrag liegt 35 Prozent über dem gesetzlichen Hongkonger Mindestlohn.

Die größte Gruppe unter den Firmen stellen bisher Hotels. Im ersten Monat ist der Service für sie kostenlos, danach bezahlen sie eine Kommission zwischen 20 und 30 Prozent. Im Mai hatte JOBDOH 1.000 registrierte Jobsucher und rund 50 Unternehmen, die Stellen anbieten. Bei 400 Stellen, die zur Auswahl standen, erzielte man eine Vermittlungsquote von 80 Prozent. Die Werbung für die Plattform läuft hauptsächlich über Facebook, Presseveröffentlichungen und persönliche Empfehlungen.

Nachdem das Unternehmen kürzlich neue Räume bezogen hat, steht der weitere Aufbau der Datenbank im Mittelpunkt. Noch in diesem Sommer wollen die Gründer die Zahl 10.000 bei den Jobsuchenden erreichen und eventuell ihr Geschäft über die Grenze nach Shenzhen ausweiten. Generell helfe ihnen die Geschäftskultur in Hongkong sehr, so Cheung. Die Menschen in der Hongkonger Start-up-Szene seinen aufgeschlossen und international und sie zeigten Kreativität und Führungsqualitäten.

 

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