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Im Schattenreich der Retouren-Könige

geprüfte Retouren

Warenhandelszentrum: Mit dem richtigen Riecher für Schnäppchen

Schnäppchen, Restposten, Überproduktionen - all das sind konsumfreundliche und werbewirksame Umschreibungen für Produkte, die aus den verschiedensten Gründen aus dem regulären Warenkreislauf herausgeflogen sind. Diese so genannten Retouren - oder zu dt. Rückwaren - sind Rücklieferungen an den Lieferanten aufgrund von Reklamation, Reparatur, Falschlieferung, Stornierung einer Bestellung oder einer Mengenabweichung zur tatsächlich bestellten Bestellmenge. Die Retouren, welche die Qualitätsprüfung nach dem ungeplanten Wareneingang durchlaufen haben, können durchaus wieder für andere Kundenaufträge verwendet werden.

Das Warenhandelszentrum Neu-Ulm hat dank seiner jahrelangen Erfahrungen einen ausgeprägten Riecher für solche rentablen Retouren und übernimmt die für alle Seiten gewinnbringende Position des Vermittlers und Aufbereiters. Denn was nach deutschen Maßstäben unter den Ladentisch und von dort oft in die Mülltonne fällt, gehört in anderen Regionen der Welt sogar noch ins Schaufenster.

Da mag ein genauerer Blick auf die Retouren einmal erlaubt sein. Denn die Deutschen sind Europas Retourenkönige. Sie schicken unvorstellbare Massen an Waren zurück, die sie per Katalog, Telefon oder Internet bestellt haben und die ihnen dann doch nicht gefallen. Ist ja einfach und kostet vordergründig nichts. Experten der Branche bestätigen: Rund 40 Prozent aller Bestellungen bei Versandhändlern in Deutschland – vor allem Textilien und Schuhe – gehen zurück an den Absender. Allein bei Otto in Hamburg sind das 35 Lkw-Ladungen am Tag oder 50 Millionen Posten im Jahr.

Doch was mag hinter der wahllosen Bestellwut stecken? Die Frage geht an einen Psychologen. Für Stephan Grünewald, der für das Marktforschungsinstitut Rheingold in Köln arbeitet, ist der Hauptgrund eindeutig: "Im Online-Handel fehlt einfach die Verkäuferin als Element der sozialen Kontrolle, durch die im Laden die Auswahl schon eingeschränkt wird. Es gibt keine Realitätsprüfung, der Online-Besteller kann sich auf seinem Probier-Trip austoben."

Deshalb sind ständig Millionen Pakete auf Deutschlands Straßen und Schienen zwischen Versendern und Kunden unterwegs, deren Inhalt die Besteller niemals wirklich haben wollten. Und für diese Masse an Waren, mit deren Wert man ein mittelständisches Unternehmen betreiben könnte, läuft im Retouren-Center der ganze Versandsprozess ein zweites Mal ab, nur eben rückwärts: raus aus dem Lkw, auspacken, kontrollieren, gegebenenfalls reinigen - oder aussondern - und zurück ins Auslieferungslager. Entweder ins eigene - oder ins Lager eines Dienstleister wie des Warenhandelszentrums in Neu-Ulm, dass sich weit über die deutschen Grenzen hinaus einen festen Kundenstamm aufgebaut hat.

Die Retourenflut ist wohl der Fluch des Versandhandels. Auf der anderen Seite aber auch der Segen für den Handel mit Ländern, die auch mit weniger Qualität zufrieden sein können.

 

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