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Hongkong: Deutsches Unternehmen unterstützt die Metropole beim Aufbereiten und Recycling von e-Waste

Die Grundsteinlegung für die hochmoderne WEEETRF-Anlage in Hongkong. Foto: ALBA Group

Die deutsche ALBA Group, führend bei Recyclingtechnologien und -dienstleistungen, ist auch in Hongkong vertreten. Die ALBA Integrated Waste Solutions Hong Kong Ltd. baut dort eine hochmoderne Anlage.

Sie dient der Aufbereitung und dem Recycling von elektrischen und elektronischen Abfällen (WEEETRF) wie Computer, Fernseher, Klimaanlagen und Kühlschränke. Die Anlage soll Lösungsbeispiele für die Region aufzeigen und verhindern, dass Geräte verbrannt oder auf Deponien entsorgt werden und die Umwelt mit hochgiftigen Rückständen belasten.

Die ALBA Group hat ihren Hauptsitz in Berlin und erzielte 2015 mit den Marken ALBA und Interseroh einen weltweiten Umsatz von 2,2 Milliarden Euro. In Hongkong ist das Unternehmen seit den neunziger Jahren vertreten und war dort nach Aussage von Nigel Mattravers, Director und General Manager von ALBA Integrated Waste Solutions Hong Kong Ltd., im Rohmaterialhandel tätig. Das Geschäft in den Wachstumsmärkten in Asien auszubauen, liege bereits seit langem im Interesse der Eigentümer, die Brüder Axel und Eric Schweitzer. "Axel bestieg ein Flugzeug und kam nach Hongkong, wo er heute seinen zweiten Wohnsitz hat", so Mattravers, der darin ein Bekenntnis zum Standort Hongkong und Asien sieht. "Wenn man hier ein Geschäft aufbauen und von Deutschland oder Europa aus kontrollieren will, wäre dies erheblich schwieriger."

2015 erhielt die ALBA Group einen Auftrag der Hongkonger Regierung für das Design und den Bau einer Anlage im Tuen Mun EcoPark, die als Joint-venture zusammen mit dem lokalen Recyclingunternehmen Integrated Waste Solutions Group Holdings Ltd. (IWS) bis zunächst 2027 betrieben werden soll. Der Bau startete im Januar 2016 und soll bis Mitte 2017 fertiggestellt sein. Geplant ist zunächst eine Recycling-Kapazität der Anlage von jährlich 30.000 Tonnen für den sogenannten e-Waste, eine eventuelle Erhöhung auf 56.000 Tonnen ist angedacht.

Nach Aussage von Mattravers wird der elektronische Abfall von Industrieländern routinemäßig in Länder wie Laos, Vietnam, Pakistan und Ghana verbracht, wo er meist verbannt wird und man lediglich wertvolle Metalle wie Kupfer und Silber sammele. Diese Methode vergifte nicht nur die Luft, das Wasser und den Boden, sondern setze auch die Arbeiter den Giften aus. "Ebenso wie für andere Regierungen rund um die Welt ist das auch für die Hongkonger Regierung nicht akzeptabel."

ALBA wird in der Metropole den e-Waste so einsammeln und zerlegen, dass die Umwelt und die Menschen geschützt sind und gleichzeitig alle Komponenten, darunter Gifte wie Gase und Schwermetalle ebenso wie die wertvollen Metalle Aluminium, Kupfer und Gold, sicher zurückgewonnen werden. Die Recycling-Phase des Prozesses produziert Sekundärrohstoffe, die für neue Produkte aufgearbeitet werden können. Dadurch wird auch CO2 eingespart und die für die Produktion mit Neumaterialien benötigte Wassermenge deutlich reduziert.

Das Tracking jedes einzelnen Gegenstands ist künftig möglich. So werden etwa alte Laptops mit einem Barcode versehen, der alle Schritte des Zerlegungsprozesses nachvollziehbar macht. "Wenn die ehemaligen Besitzer wissen wollen, was mit ihrem Gerät passiert ist, können wir es Ihnen sagen", erklärt Nigel Mattravers. "Dies ist speziell für Firmen wichtig, denn sie benötigen ein Zertifikat als Teil ihrer Corporate Social Responsibility-Aktivitäten und können so nachweisen, dass das Material verantwortlich entsorgt wurde." Zum Einsammeln der Geräte werden ALBA und IWS Stationen in Hongkong einrichten und von dort das Material nach Tuen Mun bringen.

Mattravers geht davon aus, dass die Anlage wohl die erste ihrer Art in Asien ist. Möglicherweise sei es sogar die erste weltweit, in der so viele Prozesse zusammengefasst sind. "Die Unternehmen in dieser Branche handeln meist mit dem Abfall, der bei Produktionsprozessen anfällt, nur wenige mit den gebrauchten Produkten der Konsumenten."

Selbst in Deutschland verarbeitet ALBA solches Material in verschiedenen Anlagen. "Als integrierte Anlage ist Hongkong Vorreiter", betont Mattravers. Die Hongkonger Anlage sei ein Vorzeigeprojekt für die Metropole und für ALBA. Man hoffe, dass sie auch ein Sprungbrett für mehr Anlagen in China und der Region werde. Schon jetzt habe das Projekt in Hongkong dabei geholfen, größere Projekte auf dem chinesischen Festland zu sichern.

2015 unterzeichnete die ALBA Group einen Vertrag mit zwei Unternehmen vom chinesischen Festland, der Guangdong Rising Assets Management Co. Ltd. und der Zhongde Metal Group Co. Ltd., über die gemeinsame Entwicklung und den Betrieb von mehreren hocheffizienten Haushaltsabfall-Verwertungssystemen in verschiedenen Regionen. Der Vertrag beinhaltet auch die Beteiligung von ALBA beim Green Power Projekt in der chinesisch-deutschen Metal Eco City in Jieyang, Guangdong. Hier soll die erste Anlage für die Produktion von grüner Kohle aus kommunalen Abfällen in China entstehen.

Ein weiteres Ziel ist der Ausbau des Geschäfts in Südostasien, wo sich etwa Singapur und Malaysia für e-Waste-Lösungen interessieren, so Mattravers. "Hongkong war schon immer ein idealer Startpunkt für China und die regionalen Märkte und auch wir finden es, wie viele andere Unternehmen, sehr sinnvoll, eine Niederlassung in Hongkong zu haben. Wir sind vom WEEETRF-Projekt begeistert und davon überzeugt, eine wirklich gute Lösung gefunden zu haben, auf die wir als Unternehmen stolz sein können."

 

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