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Keuchhusten bei Erwachsenen ist heute keine Seltenheit: Fehlender Impfschutz ist der Auslöser

Bei starkem Husten ist eine ärztliche Untersuchung wichtig. Copyright: WEDOpress/panthermedia, frei im Textzusammenhang

Keuchhusten ist keine Kinderkankheit: Erwachsene gelten als häufige Ansteckungsquelle für ungeimpfte Babys und Kleinkinder, bei denen kann eine Infektion zu lebensbedrohlichem Atemstillstand führen.

Keuchhusten gilt schon lange nicht mehr nur als Kinderkrankheit. Hierzulande ist das Durchschnittsalter aller an Keuchhusten Erkrankten innerhalb von 18 Jahren von 15 auf 42 Jahre angestiegen. Der Grund für diese Entwicklung ist fehlender oder lückenhafter Impfschutz.

Der Keuchhusten wird meist mit lang anhaltendem, häufig schwerem, anfallartigem Husten in Verbindung gebracht - wie er bei Kindern auftritt. Bei Erwachsenen fehlen diese typischen Beschwerden oft. Die Diagnose lautet dann meist eher Bronchitis oder hartnäckiger Erkältungshusten. Es gibt aber neben dem Husten weitere Anzeichen für einen Keuchhusten wie beispielsweise Gewichtsverlust, Atempausen, Erbrechen bis hin zu Schlafstörungen oder gar Rippenbrüchen.

Ansteckungsquelle für Kleinkinder

Erwachsene gelten als häufigste Ansteckungsquelle für noch ungeimpfte Babys und Kleinkinder, bei denen eine Infektion zu lebensbedrohlichem Atemstillstand führen kann. Die STIKO - Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut - empfiehlt daher allen Erwachsenen eine einmalige Auffrischungs-Impfung mit einem Dreifach-Impfstoff, der auch gegen Tetanus und Diphtherie schützt. Mit dieser Empfehlung und den Auffrischungen zwischen dem 5. und 6. sowie dem 9. und 17. Lebensjahr soll eine hohe Durchimpfungsrate - Herdenimmunität - erreicht werden.